Dienstag, 6. Dezember 2016

HANSEBUSINESS: Kammerwahl in Hamburg - Wer liest künftig Olaf Scholz die Leviten?

*Update* 

Rebellen, Reformer oder Etablierte. Erstmals gibt es einen echten Wahlkampf um das Plenum der Handelskammer Hamburg. Wir beleuchten die Wahlkämpfer auf ihre digitalen Fähigkeiten und zukunftsweisende Konzepte. Die Handelskammerwahl vom 16. Januar bis 14. Februar 2017 in Hamburg: Wer liest künftig dem "sehr geehrten Herrn Bürgermeister" die Leviten? 

Alles Andere ist eine "IHK": Die mächtige Handelskammer in Hamburg.
Foto: Handelskammer Hamburg / Daniel Sumesgutner

Es ist wie im Bundestagswahlkampf: Ein leuchtend-rotes "W" für "Wir" auf der einen Seite, der Hamburger Michel in rot-blauem Vorfahrtszeichen direkt gegenüber. Dazwischen ein überdimensionaler Hashtag mit der Hamburger Skyline: "Die Kammer sind wir" adressieren die "Rebellen" bereits seit der letzten Wahl. Ihnen gegenüber die "Etablierten" mit der Forderung für eine "Starke Kammer". Dazwischen die "Reformer" aus dem Kreis der "Unternehmer für Hamburg", die den "Entweder, oder"-Kurs zwischen "Alles anders" und "Weiter so" eine Alternative entgegensetzen wollen.


Die Handelskammer bietet ausführliche Informationen zur Kammerwahl auch hier auf einer Infoseite. 

Für die altehrwürdige Handelskammer von 1665 ist es wie eine Revolution: Drei Gruppen werben um 66 mal Sitz und Stimme im Plenum, dem monatlich tagenden Parlament von rd. 155.000 ehrbaren Kaufleuten und gewerblichen Unternehmern an Elbe und Alster. Das Plenum ist in 13 repräsentative Wahlgruppen untergliedert, die Industrie und Handel für die kommenden 3 Jahre vertreten. Gemeinsam wählen Sie das Präsidium mit dem Präsis und sechs Stellvertretern - und damit das Zentrum der wirtschaftlichen Interessenvertretung gegenüber dem Hamburger Senat, einschl. der Silvester-Versammlung "Eines Ehrbaren Kaufmanns" mit den Leviten für den "sehr geehrten Herrn Bürgermeister".

Die Handelskammer ist eine einflussreiche Institution mit 265 hauptamtlichen Mitarbeitern und mehr als 30 Expertenausschüssen und Arbeitskreisen zur Unterstützung von Präsidium und Plenum. Im Zentrum steht die ganze Bandbreite der Wirtschaftsthemen - von Standortpolitik, Existenzgründung und Weiterbildung über Innovationen und Umweltschutz, internationale Beziehungen, Recht und Steuern sowie den Finanzplatz und die Börse. Die Handelskammer ist Trägerin der 2004 gegründeten Hamburg School of Business Administration, betreibt den futuristischen InnovationsCampus und ist mit den Wirtschaftsjunioren Heimat des jährlichen Gründergeist Businessplan-Wettbewerbs.


Die Kammer-Rebellen fordern die Abschaffung
der Zwangsbeiträge zur Kammermitgliedschaft.

Ein Blick auf die Kandidaten von "Rebellen" (439 FB-Fans), "Reformern" (305 FB-Fans) und  "Etablierten" (41 FB-Fans) zeigt: Es ist ein Kampf der Generationen, ein Kampf der Branchen, ein Kampf um den Kurs der einflussreichen Wirtschaft. Bei den lautstarken "Rebellen" ... ist niemand zu sehen. Auf der Website glänzen die Kandidaten einen Monat vor der Wahl mit Abwesenheit. Besser vorbereitet sind die Vertreter der bisherigen Mehrheit: Auf ihrer Kandidatenliste: Vornehmlich Repräsentanten aus Industrie, Güterverkehr, Einzel-, Groß- und Außenhandel. Die traditionelle Wirtschaft gibt den Ton an.


Die Kammer-Reformer wollen die service-
und kundenorientierteste Kammer Deutschlands.

Die jüngsten Herausforderer zeigen ein ganz anderes Gruppenbild ihrer Kandidaten: Finanz-, Personal- und Immobiliendienstleister, Medien-, PR-, Marketing- und Werbeunternehmer, Einzelhändler, Gastronomen, Energieerzeuger, IT-Dienstleister und Existenzgründer - eine Mischung moderner Dienstleister und Produzenten, unabhängig von Hafen und Handel. Während sich die etablierten Kaufleute zu Café und Colorado-Mischung treffen, laden die fortschrittlichen Unternehmer zum regelmäßigen Barcamp in eine Hamburger IT-Firma ein.


Die Etablierten wollen die Fortsetzung der bisherigen,
erfolgreichen Kammerpolitik in Hamburg.

Wir wollen wissen, wie die Gruppen zu den Schlüsselthemen Digitalisierung, Technologien und Startups stehen. Dazu bekommen die drei Gruppen in den kommenden Tagen einen identischen Fragenkatalog. Die Antworten veröffentlichen wir nach Ablauf einer Deadline nebeneinander. Damit wollen wir vor allem Tech-Firmen - wie den 1.500 Softwarefirmen, 600 Startups und 150 Gamesschmieden - die Chance geben, sich ein eigenes Bild von den Vorstellungen und Möglichkeiten der drei zur Wahl stehenden Gruppen zu machen - und gut informiert die Stimme in seiner Wahlgruppe abzugeben.

Weitere Informationen auf den Webseiten der drei Initiativen:

Die Rebellen: "Die Kammer sind wir"

Die Reformer: "Unternehmer für Hamburg"

Die Etablierten: "Starke Kammer. Vorfahrt für Hamburg"


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