Montag, 28. November 2016

HANSEPERSONALITY André Bajorat & echtes "Finance to go"

HANSEPERSONALITY:


Fintech-Macher und Wahl-Hamburger: André Bajorat
Foto: André Bajorat
6,8 Mio. € u. a. von der Deutschen Börse AG für das in Bahrenfeld beheimatete B2B-Fintech-Startup Figo. 6,8 Mio. € für die erfolgreiche Arbeit des sympathischen Fintech-Machers und Wahl-Hamburgers André Bajorat. 6,8 Mio. € Series B-Finanzierung für das Hamburger Ökosystem. Neben Finanzcheck (33 Mio. €), Kreditech (10 Mio. €), Exporo (8,2 Mio. €) und Deposit Solutions (7 Mio. €) ist Figo ein weiterer Star am Hamburger Fintech-Himmel.

André Bajorat zeigt seit genau 4 Jahren wie kein zweiter Vertreter der Fintech-Szene, was B2B im Banking möglich ist: Die "Dropbox für Finanzen", wie er t3n in den Block diktierte. Gerade gewann er den "Euro Finance Tech Award" in der Kategorie "Transaction & Infrastracture". Zusammen mit den Kollegen von Deposit Solutions unterstützt André die Deutsche Bank in der Frankfurter "Digitalfabrik" - auf dem Weg zu einem "Banking der Zukunft".

Wir haben André auf der Hub Conference des Bitkom getroffen - einen Tag vor dem Millionen-Announcement. Wir haben ihm Fragen zu Themen gestellt, die ihn wirklich interessieren. Und wir fragen ihn über unsere Stadt, unser Ökosystem und die Digitalisierung der Bankenwelt. Viel Spaß beim Entdecken:

Im Oktober d. J. gab es die erste Fintech Week in Hamburg, organisiert u. a. von Clas Beese und Carolin Neumann. Knapp 4% der 600 hiesigen Startups sind laut Hamburg Startup-Monitor Fintechs. Ist Hamburg eine Fintech-City, oder ist das Thema besser in Berlin aufgehoben?

Ich mag diese Standortfrage nicht wirklich und es kommt eh meist auf das passende Team an. Das kann sich in Ibbenbüren wie in London finden. Natürlich ist es irgendwann eine Frage der Skalierung im Sinne des Personals - und da helfen Metropolen und Unis natürlich. Hier sehe ich aber eine Reihe deutscher Städte auf Augenhöhe. Wenn wir die sonstigen Rahmenbedingungen ansehen, sollten wir in GER/Europa gründerfreundliche Rahmenbedingungen schaffen und uns nicht auf Städte konzentrieren.


Als Gründer des Fintech Stammtisches Berlin musste ich feststellen, dass sich unter den gut 150 Fintechs an der Spree vor allem B2C-, P2P-, Payment- und Lending-Startups befinden. Wo liegen die wirklichen Herausforderungen für Banken, ihre IT und die Geschäftsprozesse?

Das hat aus meiner Sicht nichts mit einer Stadt zu tun, sondern mit dem “Reifegrad” von Fintech. Am Anfang versuchst du halt eher, die “eigenen” Themen anzugehen, und im Laufe der Zeit finden sich dann oft mehr Optionen tiefer in den Systemen. Es ist normal für eine Branche im Umbruch, denke ich. Banken haben sicher ein Problem mit den in die Jahre gekommenen Kernsystemen - hier wurde in den letzten Jahren oft nicht in Erneuerung, sondern in “run the system” investiert.

Du bist mit Figo und Eurer API-Technologie ein gern gesehener Partner traditioneller Banken, z. B. der Deutschen Bank. Was könnt Ihr mit Eurem Wissen und Können für klassische Geldhäuser tun, um den Anschluss an die voll digitalisierte Banking-Zukunft zu finden?

Ja, Banken sind inzwischen sehr wichtige Partner für uns geworden. In erster Linie natürlich, um unsere Technologie zu nutzen und ihren Kunden neue Dienste auf Basis unserer Plattform zu bieten. Natürlich bringen wir in einer solchen Zusammenarbeit auch unseren “Mindset” ein und können damit hoffentlich einen kleinen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit unserer Partner beitragen.  

Du beschäftigst Dich mit den Themen "Talents" und "Skills" für das Banking der Zukunft. Wenn ich durch die Hallen einiger Bankzentralen laufe, habe ich da eher meine Zweifel. Haben die "Dinosaurier" mit ihrem Personal überhaupt eine Chance, die nächste Stufe zu erreichen?



Natürlich haben Banken eine Chance. In unserer Zeit gehört dazu aber ein Umdenken, auch in nötigen Skills und Art des Personals. Die vorhandenen Assets vieler Banken machen diese eigentlich zum perfekten Arbeitgeber vieler Talente. Das wird Stand heute vor allem in Deutschland noch nicht immer klar und Banken verkaufen sich hier deutlich unter Wert. Bank und vor allem Banking ist Software und sind Daten - das ist hochgradig spannend für die Künstler unserer Zeit: Developer.


Du hast 2012 die Facebook-Gruppe "Hamburg Startups" mit heute 3.000 Mitgliedern gegründet. Hat Hamburg eine echte Chance, vorn im Wettbewerb auch um internationale Gründer und Talente mitzuspielen - und was sollten die Netzwerke und Partner bei uns dazu unternehmen?


Ja, ich wollte damals einfach einen Raum schaffen, in dem sich Gründer und Interessierte austauschen können - den gab es so noch nicht. Seitdem hat sich natürlich eine Menge verändert und Hamburg hat eine gut vernetzte und lebendige Szene. Das Betahaus und Hamburg Startups haben dazu sehr viel beigetragen. Wenn ich auf uns schaue, so ist es in Hamburg möglich, gute internationale Talente zu finden und von einer Unternehmung und dann auch von der Stadt zu überzeugen.


Du lebst seit 1998 im Großraum Hamburg. Was zeichnet der Standort Hamburg und die Gründer an Elbe und Alster aus Deiner Sicht besonders aus? Du hast schließlich die Vergleiche u. a. mit Berlin und Frankfurt, wo Du z. B. Deinen Hackathon veranstaltest.
Wie schon mehrfach gesagt: Ich mag diese Vergleiche nicht, da sie aus meiner Sicht keinen Mehrwert bringen. Ich kenne tolle Gründer in allen Städten und genauso gibt es überall weniger angenehme. Vielleicht ist Hamburg an der einen oder anderen Stelle etwas ernsthafter als beispielsweise Berlin.

Vielen Dank für die ehrlichen Antworten!
Das Interview führte Thomas Keup.

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Donnerstag, 24. November 2016

HANSEBUSINESS: Coworking in Hamburg - Moin, Moin, Mindspace!

HANSEBUSINESS:

Heute Abend steigt am Rödingsmarkt die große "Moin Moin Hamburg"-Party des Coworking-Anbieters Mindspace. 18 namhafte Supporter, darunter Absolute Software, das Wirtschaftsmagazin Capital und die Zukunftsschmiede Trend One, unterstützen das Get-together. 9 VR-Firmen, wie das Mindspace-Mitglied Noys, zeigen den Gästen in einem VR-Showroom 30 Exponate rund um die kommende Medientechnologie.

Bereits am Nachmittag treffen Hamburgs Medienvertreter zum Gespräch mit Mindspace-CEO und Co-Founder Dan Zakai zusammen. Mit dabei auch Hamburgs Mindspace-Macher Moritz von Kummer und Hamburg@Work-Vorstandschef Uwe-Jens Neumann. Wir haben Dan Zakai für Euch vorab befragt und freuen uns, Euch anlässlich von "Moin, Moin Hamburg" spannende Insides eines erfolgreichen Gründers und Unternehmers zu präsentieren.


Mindspace-CEO und Co-Founder Dan Zakai.
Foto: Mindspace
HANSEVALLEY: In Hamburg gibt es etablierte Standorte für Solopreneure und junge Firmen mit flexiblem Bedarf, wie das Betahaus oder den Lilienhof. Was macht das Mindspace Hamburg einzigartig? Warum sollten wir als Hamburg Digital Magazin bei Euch einziehen?

Dan Zakai: Wettbewerb ist immer gut. In Deutschland gibt es eine große Nachfrage nach verschiedenen Coworking-Anbietern und Konzepten. Unser Ziel war und ist es, etwas zu schaffen, das über den alltäglichen Coworking-Space hinausgeht und sich von den oben genannten Anbietern unterscheidet. Wir bieten ein Boutique-Produkt, das dem Hamburger Coworking-Markt etwas Neues bringt. Mit unseren vier Etagen an Büros, Suiten, Open Spaces und Hotdesks bieten wir unzählige Büro-Optionen unterschiedlichster Größe. 

Aufgrund unserer Größe haben wir die Möglichkeit, Unternehmern die Möglichkeit zu geben, ihr Geschäft jederzeit zu erweitern und ihre Teams je nach Bedarf zu vergrößern. Coworking wird oft noch als Konzept für Start-ups und Freelancer gesehen, aber mit Mindspace wollen wir den Hamburgern zeigen, dass es noch mehr innovative Möglichkeiten gibt, zu arbeiten. Zum Beispiel sitzen bei Mindspace etablierte Unternehmen, wie eine Bank - direkt neben Start-ups. 
"Für HANSEVALLEY der ideale Ort, sich inspirieren zu lassen."
Um eine kreative Arbeitsatmosphäre zu bieten, achten wir auf jedes Detail - vom Design, über die exklusiven Standorte bis hin zu allen enthaltenen Extras. Unsere Mitgliedschaften beinhalten unzählige Möglichkeiten, sich bei hausinternen Events weiterzubilden und von den besten und erfolgreichsten Führungskräften des Ökosystems zu lernen. Des Weiteren haben wir Kooperationen mit vielen attraktiven Unternehmen, u.a. mit Services wie AWS, Microsoft, Hotelketten, Restaurants und vielen mehr.
Die zentrale Lobby des MINDSPACE Hamburg im 1. Stock
Foto: Mindspace
Für HANSEVALLEY und alle unsere Mitglieder ist MINDSPACE der perfekte Ort, um sich inspirieren zu lassen und neue Netzwerke und Kooperationen zu schaffen. Es gibt einen ständigen und agilen Austausch in unserer Community. Als neues Mindspace-Mitglied ist man direkt Teil der lokalen Szene. Obendrein müssen man sich um nichts kümmern. Alles was unsere Mitglieder zum Arbeiten brauchen, ist ein Laptop.  
Wir haben in Berlin mit unserem Magazin GRÜNDERMETRO mit dem Mindspace zusammengearbeitet und entdeckten eine Besonderheit, die gerade für Hamburg interessant ist: Was unterscheidet Euch kulturell von anderen großen Anbietern?
Jeder Mindspace hat sein eigenes lokales Team von Community-Managern, die unsere Mitglieder unterstützen. Sie kümmern sich um alles und unsere Mitglieder haben immer jemanden, an den Sie sich wenden können - egal, welche Art von Anfrage Sie haben. Darüber hinaus legen wir großen Wert auf Community-Building. Wir bieten unseren Mitgliedern unter anderem die Möglichkeit  Veranstaltungen zu leiten oder 1:1-Sessions anzubieten. 
Wir sind offen für die Ideen unserer Mitglieder und erstellen jeden Monat einen Kalender für alle unsere Standorte. Darüber hinaus bieten wir qualitativ hochwertige Veranstaltungen, um unseren Mitgliedern einen Mehrwert zu bieten und Ihnen zu helfen, in Ihrem Geschäft erfolgreich zu sein. Zudem haben wir wöchentlich eine Happy Hour, eine Tradition, die wir immer bewahren werden. Neben Spaß ist es vor allem eine Chance für unsere Mitglieder, sich untereinander kennenzulernen und neue Kontakte zu knüpfen. 
"Wir mussten als lokale Marke akzeptiert und angesehen werden."
Als wir in Hamburg anfingen, merkten wir schnell, dass sich der Markt von Tel Aviv und Berlin unterscheidet. Die Coworking-Szene war nicht so weit entwickelt, wie in Berlin. Um erfolgreich zu sein, mussten wir von den Hamburgern als lokale Marke akzeptiert und angesehen werden. Gleichzeitig mussten wir den Markt genau kennenlernen und die Unternehmen davon überzeugen, welche Vorteile ein Coworking-Space wie Mindspace bietet. 
Wir freuen uns, dass wir die Ergebnisse der letzten Monate in unserer wachsenden, vielfältigen Community bei Mindspace sehen können. Darüber hinaus haben wir es geschafft, uns nicht nur als Coworking-Space, sondern auch als Hotspot für Start-up-Events zu etablieren. TV-Shows wie "Die Höhle der Löwen" war unter anderem bei uns zu Gast und ein echtes Highlight.
Ein kritischer Blick auf Coworkings mit vor allem jungen Startuppern: Für welche Kategorie von Unternehmen lohnt sich ein Bürostandort im Mindspace eher weniger? Welche Kulturen schließen sich aus Deiner Sicht womöglich sogar eher aus?
Unsere Philosophie ist, offen für alle Arten von Unternehmen zu sein und eine vielfältige Community aufzubauen. Bevor wir einen Vertrag abschließen, haben wir jedoch immer persönliche Gespräche mit Interessenten, um sie kennenzulernen und um einen Eindruck davon zu bekommen, ob sie offen für unser Konzept sind und ein aktives Mitglied in unserem Netzwerk sein wollen.
Ihr habt an Eurem Heimatstandort Tel Aviv zwei Coworking-Spaces aufgebaut und neben Hamburg auch in Berlin einen erfolgreichen Standort in Deutschland. Was sind die größten Herausforderungen beim Aufbau von Bürokomplexen mit tausenden Quadratmetern?
Die Herausforderung besteht darin, den richtigen Standort zu finden. Die Suche nach dem richtigen Platz ist mit viel Zeit und Aufwand verbunden, da wir bei der Auswahl unserer Standorte mehrere Faktoren berücksichtigen: trendige und zentrale Location, die Art des Gebäudes und verschiedene technische Parameter.
Du hast im Interview mit einer Berliner Startupzeitung große Pläne für Deutschland angekündigt. Journalistische Nachfrage: In welchen Städten kann die deutsche Startupszene in den kommenden Jahren mit eigenen Mindspaces rechnen? Konkret!
Unsere Vision ist es, einer der weltweit führenden Anbieter im Coworking-Markt zu werden. Berlin und Hamburg sind nur der Anfang unserer globalen Expansion. Weitere Coworking-Räume sind in Deutschland und darüber hinaus geplant und werden in Kürze bekannt gegeben – aber erst wenn Verträge unterzeichnet wurden.
In Euren Coworkings sind viele Startups zu Hause, die am Anfang ihrer Entwicklung stehen. Welchen Rat gibst Du Gründern mit auf den Weg, wirklich erfolgreich zu sein: Eher "Kill your darling" oder "Folge Deiner Leidenschaft"? Und warum?
Definitiv "Folge Deiner Leidenschaft".  Gründer müssen mit Leidenschaft für ihr Unternehmen brennen, um erfolgreich zu sein. Sie brauchen diese Leidenschaft, um Energie zu schöpfen. Sobald man ein Ziel vor Augen hat und an etwas Eigenem arbeitet, wird man merken, wie effizient und intensiv man für eine Idee arbeiten kann.
Zu guter Letzt: Eure Community-Manager betreuen die Startups täglich vor Ort. Aus dem Nähkästchen geplaudert: Was sind die kommenden Megatrends im Startup-Universum? In Hamburg haben wir mehrfach das Thema Food gehört?
Absolut. Food ist ein großes Thema in der Start-up-Szene. Vor allem Unternehmen mit dem Schwerpunkt auf gesunden, natürlichen und biologischen Produkten erfahren ein großes Interesse und eine hohe Nachfrage. Sie bekommen eine Menge Aufmerksamkeit. Darüber hinaus ist Virtual Reality ein sehr präsentes Thema, das viele Branchen und Industrien beeinflussen und verändern wird.

Vielen Dank für die offenen Antworten!
Das Interview führte Thomas Keup.


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Mittwoch, 23. November 2016

HANSEBUSINESS Exklusiv: Google schafft 300 neue Jobs an der Elbe. Absage an Deutschland-Zentrale in Berlin.



Hamburger Zentrale wird weiter ausgebaut. 300 neue "Googler" an der Elbe. Absage an Michael Müller zu Verlegung der Deutschland-Zentrale nach Berlin.


HV, Hamburg, 23.11.2016 - Google investiert weiter kräftig in seinen zentralen Deutschland-Sitz in unserer Stadt: In den kommenden Jahren wird der internationale Suchmaschinen-Markführer 300 neue, qualifizierte Arbeitsplätze an der Elbe schaffen. Google hat dazu an seinem Hamburger Hauptsitz neue Büroflächen angemietet, um das rasante Wachstum abdecken zu können. Europa-Pressechef Kay Oberbeck erklärte gegenüber HANSEVALLEY, man suche neue "Googler" in allen Bereichen, die in der Deutschland-Zentrale angesiedelt seien. Dazu gehören vor allem der Vertrieb, das Marketing und die Kommunikation. 

Klare Worte von Google-Chef Philipp Justus an Berlins
Michael Müller: Die Google-Zentrale bleibt in Hamburg
Foto: Christoph Wehrer / Google
Am Standort Hamburg arbeiten aktuell gut 500 "Googler" - eine Verdoppelung in nur 5 Jahren -,  darunter viele Mitarbeiter in der Online-Vermarktung, die in Branchenteams untergliedert ist sowie in der Display-Vermarktung und für die YouTube-Werbung. Google Deutschland-Chef Philipp Justus gab auf einer Pressekonferenz in der Hauptstadt Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller (SPD) zugleich eine unmissverständliche Absage, die Zentrale nach Berlin verlegen zu wollen. Der Google Vice-President bekräftigte, dass sein Unternehmen an den drei Standorten Hamburg, München und Berlin sehr zufrieden sei.

Philipp Justus: "Wir sind froh, in Hamburg zu sein mit unserem Hauptsitz."

Google-Chef Philipp Justus, Berlins Regierender Michael
Müller und die Mitarbeiterinnen von Google Campus.
Foto: Stefan Kny / Kny Fotographie / Gründermetro
Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hatte anläßlich der Präsentation des künftigen Google-Campus im ehemaligen Umspannwerk in Berlin-Kreuzberg vor versammelter Presse darum geworben, weitere Bereiche des internationalen Internetdienstleisters an die Spree zu verlegen. 

Berlin könne den Hauptsitz eines Unternehmens gut gebrauchen, sagte Müller am Mittwoch-Nachmittag in Berlin. Mit dem klaren Commitment von Google Deutschland-Chef Philipp Justus muss der Berliner Senat seine Google-Träume beerdigen und sich nach anderen Unternehmen umsehen, die in die hippe, jedoch bankrotte Hauptstadt umziehen wollen.

Philipp Justus: "Wir fühlen uns an allen unseren deutschen Standorten wohl."

Aktuell betreibt Google neben seiner Deutschlandzentrale einen Entwicklungsstandort mit dem Schwerpunkt Datenschutz in München mit 400 Mitarbeitern, der auf bis zu 800 Techis ausgebaut werden soll. Außerdem ist Google in Berlin mit einem Hauptstadtbüro und regionalen Vertriebsmitarbeitern präsent. Weltweit unterhält Google mehr als 70 Niederlassungen in über 40 Ländern sowie 6 regionale "Campus"-Startup-Zentren in London, Madrid, Sao Paulo, Seoul, Tel Aviv und Warschau. 

Gerade hatte Google trotz drohendem Brexit bekanntgegeben, seinen Londoner Komplex weiter auszubauen und die Zahl der in der britischen Hauptstadt angesiedelten Mitarbeiter an den vier Londoner Standorten von aktuell 4.000 bis 2020 auf bis zu 7.000 zu erhöhen. Die Kosten für den Ausbau sollen laut BBC-Interview mit Google-CEO Sundar Pichai bei rd. einer Mrd. Pfund liegen. Damit hat der global tätige Internetanbieter in der vergangenen Woche auch ein klares Statement für London als Technologiestandort abgegeben. 

Google baut gesamtes Umspannwerk in Berlin-Kreuzberg für Campus um.

Im Umspannwerk Kreuzberg plant Google mit seiner Initiative Google for Entrepreneurs Ende 2017 das 7. Startup-Zentrum nach Vorbild der Factory Berlin - mit Free Membership, Open Workspace, Free Eventspace, Startup School, Moms Program, Google Mentoring und Campus Residency auf 2.400 qm Gesamtfläche. Der Google-Startup-Standort am Kreuzberger Landwehrkanal könnte trotz gegenteiliger Bekundungen ein Ende der Zusammenarbeit mit dem 2014 eingeweihten Startup-Standort Factory Berlin an der Bernauer Straße bedeuten.

Die Hamburger Kollegen fühlen sich rundherum wohl in der Deutschland-Zentrale an der ABC-Straße und freuen sich schon auf die neuen "Googler":




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Montag, 21. November 2016

HANSEPERSONALITY: Oliver Rößling: A "Bright New Future"

DAS HAMBURG DIGITAL INTERVIEW.

Digitale Stadt, digitale Szene, digitale Geschäftsmodelle - HANSEPERSONALITY macht es persönlich und stellt die digitalen Macher unserer Stadt vor. Wir fragen Mitstreiter in Hamburg, die etwas zu sagen haben - und gemeinsam etwas bewegen wollen. 

Er ist ein Hamburger mit mecklenburger Wurzeln. Er ist ein Unternehmer mit digitalen Genen. Er ist ein Networker mit sympathischer Zurückhaltung: Oliver Rößling bringt Hamburg zusammen und gemeinsam nach vorn. Er ist unser Gesprächspartner in dieser Woche und bringt auf den Punkt:

Aus einigen Behörden sowie der Politik kommen regelmäßig Vorschläge und Beschlüsse, die mich nicht nur an der grundsätzlichen Qualifikation, sondern auch am Verständnis der zuständigen Protagonisten bzgl. Anforderungen und Komplexität eines funktionsfähigen und zukunftsfähigen Ökosystems im Zeitalter des Digitalisierens zweifeln lassen.

Das ganze Interview - exklusiv bei uns:



Hamburgs beliebter Networker Oliver Rößling
12min.me ist die größte Hamburger Community auf der Eventplattform Meetup.com. Ihr habt allein in Hamburg rd. 3.700 User, deutschlandweit sogar weit über 10.000 - mit steigender Tendenz. Was macht 12min.me aus Deiner Sicht besonders interessant für Gäste, z. B. im Vergleich zu Meetups von kommerziellen Netzwerken?


Die Idee zu 12min.me ist vor ca. 3 Jahren durch ein Problem entstanden, das ich mit Abendveranstaltungen als Speaker bzw. Teilnehmer hatte, denn viele davon haben mich schwer genervt und gnadenlos meine Zeit verschwendet, die ich lieber mit Freunden und Familie verbringen hätte wollen. Viele Veranstaltungen zielen heute immer noch darauf ab, Marken, Firmen und Personen bei den Teilnehmern im Hinterkopf zu platzieren, indem der Sales-Pitch den Inhalt vieler Vorträge prägt und Werbebanner die Bühne wie einen Weihnachtsbaum schmücken.

"Dem Gast und Speaker die Hoheit über die eigene Zeit zurückgeben."

Im Gegensatz dazu hat sich 12min.me zur Aufgabe gesetzt, dem Teilnehmer - ob Gast oder Speaker - wieder die Hoheit über die eigene, privat investierte Zeit zurückzugeben, indem dem Speaker in jedem der knapp 20 Formate deutschlandweit konsequent nur 12 Minuten Zeit gegeben werden, um den Leuten eine Geschichte zu erzählen. Die Speaker sind dazu angehalten, keine Vertriebstalks zu halten, sondern die Gäste durch ihren Talk für etwas zu begeistern, für das sie stehen.

Danach erhält das Publikum ebenfalls 12 Minuten Zeit, um dem Referenten Fragen zu stellen oder ihm auf den Zahn zu fühlen, weshalb er sich im Vorfeld genau überlegen sollte, was er dem Publikum erzählt. Ein weiterer Effekt der 12 Minuten ist ein ähnlicher, wie bei Film-Trailern: Ich schaue mir für 90 Sekunden die Vorschau an und überlege, ob ich mir den ganzen Film anschauen möchte. Höre ich das erste mal in 12 Minuten von Suchmaschinenoptimierung, kann ich mir überlegen, ob ich mich danach weiter mit dem Thema beschäftigen möchte.

Ihr seid bundesweit rd. 80 Advocats, die die Events von Hamburg über Rostock, Berlin bis nach München und Stuttgart in ihrer Freizeit unterstützen - in 10 deutschen Städten und sogar in Budapest. Wie gewinnt ihr so engagierte und professionelle Supporter für die Organisation und Durchführung der regionalen Eventreihen? Was macht Ihr anders, als andere Anbieter?

Ich denke, wir konnten dieses tolle Team aus so vielen Freiwilligen zusammenstellen, da wir uns nicht verstellen wollen, im Team Diversity leben und sehr offen und ehrlich mit unserer Community und unseren Gästen umgehen, die dann ab und zu auf das jeweilige Team zukommen und fragen, ob sie irgendwie mithelfen können. Unser Team ist extrem bunt. Ob Männlein oder Weiblein, vom erfahrenen Unternehmer über Geeks und Ärzte bis hin zu Metal-Band-Mitgliedern… alles dabei und mehr als willkommen. Das macht enorm Spaß und eröffnet völlig neue Möglichkeiten.


"Events auf die Beine stellen, die allen Beteiligten Spaß machen."


Bei 12min.me geht es darum, sich als Person auch mal zurückzunehmen und das gemeinsame Ziel in den Vordergrund zu stellen. Dieses Ziel lautet lautet Events auf die Beine zu stellen, die allen Beteiligten Spaß machen, als Teammitglied selbst viel über Organisation, Kommunikation und Führung zu lernen und eine tolle lokale, wie national und international eng verdrahtete Community aufzubauen, wie es sie so bisher nicht gibt. Klar hat der Einzelne auch persönlich etwas davon, da die 12min.me-Organisatoren vor Ort und miteinander sehr gut vernetzt sind und so das eigene Netzwerk schnell einen starken Boost erfährt.

Du bist einer der besonders gut vernetzten Multiplikatoren in Hamburg, von 12min.me bis zur Software Allianz Hamburg. Du betreibst einen eigenen Podcast und so ziemlich jeder kennt Dich. Wo liegen aus Deiner persönlichen Sicht die besonderen Stärken Hamburgs für Tech-Startups und junge Technologiefirmen? Womit kann Hamburg auf ganzer Linie punkten?

Hamburg hat enormes Potential, durch die hiesige Wirtschaft und zusammen mit Wissenschaft und Politik einer der wichtigsten Standorte für Innovationen, Startups und die Digitale Transformation in Deutschland und gar in Europa zu werden. Dafür ist es notwendig, sich zunächst auf einige wenige Bereiche - die bereits erste Blüten tragen - zu fokussieren und dann weitere Themen nachzuziehen. Beispielsweise ist Hamburg als Medien- und Games-Stadt prädestiniert, als Standort für Virtuelle & Augmented Reality signifikant an Bedeutung zu gewinnen, da beide Themen enorm darauf einzahlen und das nötige Personal vorhanden ist.

"Grenzen und Vorbehalte zwischen etablierten Unternehmen und Startups abbauen."


Außerdem ist es wichtig die Grenzen und Vorbehalte zwischen etablierten Unternehmen - repräsentiert durch Mittelstand und Konzerne - und jungen Gründungen bzw. Startups abzubauen und Skepsis mit Hilfe der richtigen Institutionen und Personen in der Rolle des Übersetzers oder Katalysators in Verständnis und Neugier zu wandeln.

Nach den Stärken müssen wir auch zu den Herausforderungen kommen: Es gibt viele Netzwerke und Initiativen, die miteinander kooperieren und ein paar wenige Player, die gern mal eine "Extrawurst gebraten" haben wollen. Wo siehst Du die Schwächen, die verpassten Chancen und vielleicht auch den fehlenden Weitblick in der Hamburger Digitalszene?

Damit Hamburg nicht als das ewige Talent der europäischen Metropolen im Wettbewerb um die digitale Reife endet, muss mehr Zusammenarbeit und gegenseitiges Verständnis her. Hierfür ist es wichtig, dass man sich Erfolge gönnt und bei einigen Institutionen und Personalien auch mal laut eine Daseinsberechtigung hinterfragt, da doch einige versuchen, das eigene Profil durch aktuell attraktive Themen wie “Startup” und “Innovation” ungerechtfertigterweise zu schmücken.

Das "ewige Talent europäischer Metropolen im Wettbewerb um die digitale Reife"?

Mit einiger Verwunderung beobachte ich regelmäßig die etablierte Hamburger Hochschullandschaft, die sich an einigen wichtigen Stellen innovativen Ansätzen oder gar einer hochschulübergreifenden Zusammenarbeit verwehrt. Aus einigen Behörden sowie der Politik kommen regelmäßig Vorschläge und Beschlüsse, die mich nicht nur an der grundsätzlichen Qualifikation, sondern auch an dem Verständnis der zuständigen Protagonisten bzgl. Anforderungen und Komplexität eines funktionsfähigen und zukunftsfähigen Ökosystems im Zeitalter der Digitalisierens zweifeln lassen.

"Es ist schade, wenn man es nicht schafft, Digital-Weltmarktführer einzubinden."

Hamburg muss zudem lernen, nicht immer nur in der eigenen DNA nach Lösungen zu suchen, sondern sich überregional und international durch attraktive Programme und Kooperationen gewinnbringend und nachhaltig zu vernetzen und so Expertise und Erfahrungen mit anderen zu teilen. Natürlich ist es eine tolle Sache, wenn ein großer Teil der internationalen Digital-Weltmarktführer sich in Hamburg mit einem Büro niederlassen, doch ist es schade, wenn man es nicht schafft, diese lokal bei der Gestaltung des Ökosystems einzubinden.

Lass uns als fortschrittlich denkende Menschen 5 Jahre nach vorn schauen: Wie haben Technologien, Tech-Startups und die fortschreitende Digitalisierung die großen Branchen der Hamburger Wirtschaft verändert? Ist in 5 Jahren in Hafen, Logistik und Handel noch jeder Stein auf dem anderen? Oder was hörst Du aus dem Kreis Eurer Corporate-Unterstützer?

Gut Ding will Weile haben. In 5 Jahren wird sich Hamburg definitiv aber nicht signifikant verändert haben. Das Thema der urbanen Mobilität wird ein ganzes Stück weiter sein. Viele Firmen werden dabei sein, ihre Organisationsstrukturen neu zu ordnen, um der allzu beliebten Silodenke nach und nach Einhalt zu gebieten. Einige Firmen werden zusammen Programme ins Leben gerufen haben, um gemeinsam, interdisziplinär an Lösungen und neuen Standards zu arbeiten.


Du beschäftigst Dich mit Absolute Software mit dem neuesten "heißen Scheiß" aus der Welt der Bits und Bytes. So habt ihr einen virtuellen Rundgang durch die neue Elbphilharmonie gebaut. Verrate unseren Lesern 3 ernstzunehmende Technologie-Trends, die in den kommenden Jahren geschäftlich relevant werden. Und warum?



Wir können damit rechnen, dass sich Virtuelle und Erweiterte Realität als eine weitere wichtige Facette in der Medienlandschaft durchsetzen und weite Verbreitung finden. Wir sind hier immer noch in einem frühen Stadium, doch wächst das Thema und der Bedarf unglaublich schnell. Es wird bald virtuelle Meetings und Events geben, die von überall aus der Welt betreten werden können.

"Routineaufgaben werden durch Roboter und Drohnen durchgeführt."



Außerdem wird das Thema Künstliche Intelligenz enorm an Fahrt aufnehmen, da so aus vielen Daten automatisch in bislang unvorstellbaren Mengen und Kombinationen Sinn gestiftet werden kann. Routineaufgaben, die bislang noch vom Menschen erledigt werden, werden durch Software und Hardware in Form von Robotern und Drohnen durchgeführt.

Vielen Dank für die offenen Worte!

Das Interview führte Thomas Keup.


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Freitag, 18. November 2016

HANSEPOLITICS: Eine aktuelle Diskussion um Startups.

Carsten Ovens, MdHB
Foto: CDU Hamburg
Carsten Ovens, Abgeordneter der Hamburger CDU und Landesvorsitzender der Jungen Union, hat einen aktuellen Redebeitrag zu Startups in Hamburg vor der Bürgerschaft auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht.

Seine Empfehlung für ein einzelnes Startup-Netzwerk und die aus unserer Sicht nicht vollständig klaren Argumente haben uns dazu bewogen, dem Fachsprecher für Digitale Wirtschaft der CDU-Fraktion einige Fragen zu stellen:

  • Kann eine Stadt Startups besser vermarkten, als Unternehmer?
  • Wieviel Vernetzung braucht die Hamburger Szene noch?
  • Und macht die Förderbank nicht bereits genug?

Carsten Ovens hat uns auf Facebook geantwortet. Wir nehmen den Ball auf, veröffentlichen seine Antworten und haken nach, verbunden mit Hinweisen und Anregungen unsererseits.

Thema 1: Vermarktung und Förderung.

Carsten Ovens: Staat und Stadt sollen Rahmenbedingungen für die Wirtschaft setzen, nicht selber Wirtschaft spielen. Zu den Rahmenbedingungen gehört auch die Wirtschaftsförderung, bzw. die Vermarktung des Standorts. Dazu muss die Stadt aber nicht alles selbst machen und das Rad neu erfinden, sondern sollte eng mit erfahrenen Playern zusammenarbeiten. Wenn es um die Vermarktung der Startup-Szene Hamburgs geht bietet sich beispielsweise Hamburg Startups als Partner an.

HANSEVALLEY: In Hamburg gibt es viele engagierte Netzwerke rund um die Startup-Szene, wie 12min.me, Betahaus, Digital Mesh, gamescity:Hamburg, nextMedia.Hamburg, Software Alliance Hamburg, Startup Guide Hamburg oder Startupdock. Wäre es nicht sinnvoll, alle relevanten Player an einen Tisch zu holen, die vielfältige Arbeit zu orchestrieren und gemeinsam voranzubringen, anstatt einen einzelnen, kommerziellen Player mit Fördermitteln versorgen zu wollen? In der von Ihnen zitierten HWWI-Studie wird genau dies im Handlungsfeld 1 mit der gemeinschaftlichen Weiterentwicklung des regionalen Gründerökosystems gefordert.


Thema 2: Vernetzung und Internationalität.

Carsten Ovens: Mehr Vernetzung ist immer gut. Für Hamburg gilt das insbesondere im internationalen Bereich. So beschäftigen unsere Startups bundesweit am wenigsten ausländische Mitarbeiter (Startup-Monitor 2016). Zu den großen Hightech-Regionen der Welt gibt es nur eingeschränkte (offizielle) Beziehungen. Der rot-grüne Senat meint beispielsweise, Israel sei kein regionaler Schwerpunkt seiner Wirtschaftspolitik. Damit verschenken wir in Hamburg viel Potential.

HANSEVALLEY: Die Unterstützung Hamburger Startups bei der SXSW in Austin durch die Kreativgesellschaft, das intensive Engagement von US-Wirtschaftskonsul Michael Grey, das Netzwerkevent “Hamburg meets Israel” kommende Woche im Mindspace und das neue “Silicon Valley Desk” von Hamburg@Work sind qualifizierte Initiativen. Wir glauben, dass eine abgestimmte, internationale Standortwerbung erfolgversprechend sein kann. Wollen Sie lieber tausende ungelernter Praktikanten und Junior-Marketer in ”Hühnerställen” (Zitat eines Samwers) haben, wie es Rocket Internet in Berlin betreibt?


Thema 3: Förderung und Risikokapital.

Carsten Ovens: Die Investitions- und Förderbank bietet sicherlich eine gute Beratung und teilweise eine gute Förderung für Gründer. Dennoch reicht das nicht, wie u.a. die HWWI-Studie zum Startup-Standort im Auftrag der Wirtschaftsbehörde festgestellt hat. Deshalb haben wir auch den Innovations- und Wachstumsfond in der Bürgerschaft mitbeschlossen, der eine Lücke füllen soll. Mehr als 10 Monate später können SPD und Grüne jedoch immer noch kein Fonds-Konzept vorweisen, Zusagen von Investoren sind ebenfalls nicht bekannt.

HANSEVALLEY: Einen 100-Millionen-Fonds aufzusetzen, ist sicher eine Herausforderung, wenn private und öffentliche Partner zusammenarbeiten sollen. Es ist Ihre Aufgabe als Oposition, die Execusion beim Senat einzufordern. Aus unserer Sicht sollten vor allem die Stiftungen an Elbe und Alster motiviert werden, einen Teil ihrer Investments in die Assetklasse Venture Capital zu investieren, wie es im Handlungsfeld 4 der HWWI-Studie mit der Förderung regionaler Finanzierungen empfohlen wird. Dies ist eine Aufgabe für den Senat und die Vertretungen der Familienunternehmer.


One more thing:

Ihr Antrag für eine “Lange Nacht der Startups” hat bei uns Fragezeichen hervorgerufen: Das Event in Berlin ist eine private Initiative unter Führung der Telekom Innovation Labs - in diesem Jahr zusammen mit Deutscher Bank, Eon, Microsoft und VW - unterstützt von Berlin Partner und der IHK. Aus unserer Sicht bedarf es einer gemeinsamen, privaten Anstrengung, um ein vergleichbar interessantes Festival in Hamburg zu realisieren - kein öffentlich initiiertes.

Aus unserer Recherche der Hamburger Startupszene ergeben sich an Elbe und Alster eigene Stärken und Chancen für Gründer, Entwickler und Marketer: Im Vergleich zu Berlin ist Hamburg substanzieller und geschäftsorientierter. Das blinde Übernehmen Berliner Ideen und Initiativen ist für uns weniger sinnvoll, denn die Berliner Szene profitiert von einem globalen Image-Hype, unerfahrenen Expats und Risikokapital, dass dem Licht folgt.
Wir laden Sie herzlich ein, den Dialog fortzusetzen - gern in größerem Rahmen mit den Digital-Sprechern aller Parteien, den Vertretern des Senats und vor allem den Promotoren für ein digitales, zukunftsweisendes Hamburg - inkl. Hamburg Startups. Wir übernehmen als politisch und wirtschaftlich neutraler Partner gern die qualifizierte Moderation.

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Hinweis in eigener Sache:

Als Hamburg Digital Magazin ergreifen wir keine Stimme für eine einzelne Partei, den Hamburger Senat oder die Opposition in der Bürgerschaft. Wir loben und kritisieren Aktivitäten, die aus der digitalen Sicht auf die Stadt erfolgversprechend oder optimierungswürdig sind. Dies ist der Rahmen für unsere Meinung.


Ihr Hamburg Digital Marketing _______________________________________

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