Mittwoch, 11. Januar 2017

HANSEBUSINESS: Die Digitalen Wahlprüfsteine - Teil 1: Die Digitale Zukunft der Wirtschaft


Hinter den Türen der Handelskammer herrscht Unsicherheit.
Foto: Handelskammer Hamburg/Daniel Sumesgutner
Bis Mitte Februar können 160.000 Industrie-, Handels- und Gewerbebetriebe an Elbe und Alster ihre Stimmen für die Kandidaten in 17 Wahlgruppen abgeben: Es ist ein Kampf der Generationen, ein Kampf der Branchen, ein Kampf um den Kurs der Hamburger Wirtschaft. 

Wir beleuchten die Initiativen und Bündnisse auf ihre digitalen Qualitäten - in den drei Themenfeldern "Digitale Zukunft" der Wirtschaft, "Digitale Kammer" und Modernisierung sowie "Digitale Stadt". Alle drei Bündnisse haben die insgesamt 12 Leitfragen beantwortet. Hier sind ihre Antworten für die 160.000 wahlberechtigten Unternehmen Hamburgs:


Die von uns entdeckten Highlights zur "Digitalen Zukunft":

  • Online-Befragungen zu Interessen und Wünschen der Mitglieder
  • Existenzgründern keinen Zwangsbeitrag zur Kammer abverlangen
  • Eine “Berlin-Hamburg Startup-Allianz für Wachstum mit Wirtschaft"
  • Eine Dialogplattform zur Digitalisierung und eine Digitale Agenda


Die Digitalen Wahlprüfsteine - Teil 1:
Die Digitale Zukunft der Wirtschaft.

Thema Digitalisierung:

Wie wollen Sie als gewählte Vertreter die besonderen, digitalen Interessen von 23.000 Medien-, IT- und Kreativbetrieben, darunter 8.600 IT-Anbietern inkl.  1.500 Softwarefirmen, 2.100 Medienhäusern und 1.700 Agenturbetrieben sowie 600 Startups und 150 Gamesschmieden überzeugend vertreten?


"Die Kammer sind wir":

Bevor man die Interessen vertritt, muss man die Interessen der genannten Unternehmen kennen. In der Vergangenheit hat die Handelskammer behauptet, die Interessen zu vertreten, hat aber nur mit einem Bruchteil der genannten Zwangsmitglieder Kontakt gehabt. 

Die Digitalisierung bietet eine hervorragende Chance, die Interessen dieser Unternehmen kennenzulernen, zu bündeln und zu vertreten. Mitgliederbefragungen können auf digitalem Weg schnell und unkompliziert durchgeführt werden. Eine Meinungs- und Willensbildung von dem einzelnen Mitglied hin zu seinen Vertretern im Plenum ist dadurch keine Fiktion mehr, sondern digitale Realität. 

"Unternehmer für Hamburg":

Um die Interessen der mehr als 23.000 Unternehmen aus der Medien- und IT-Branche überzeugend vertreten zu können, wollen wir #UnternehmerFürHamburg nicht nur auf unser eigenes unternehmerisches Know-how setzen, sondern direkt nach der Wahl über Online-Befragungen und eine Vielzahl analoger Netzwerkveranstaltungen in den Dialog mit den Unternehmen aus den Branchen treten.

Wir sind überzeugt davon, dass die Handelskammer viele unserer gemeinsamen Themen und Interessen sinnvoll bewegen und gegenüber Politik und Verwaltung adressieren kann. Wir rufen daher bereits jetzt dazu auf, diesen Weg der offenen Beteiligung mit uns gemeinsam zu beschreiten und die Kammer für die eigenen Interessen und Bedarfe zu nutzen. Auch bei der erforderlichen Neubesetzung der Ausschüsse und Arbeitskreise in der Kammer werden wir verstärkt auf digitale Vorreiter setzen!

"Vorfahrt für Hamburg":

Die Handelskammer ist eine Selbstverwaltungsorganisation der Hamburger Wirtschaft und bietet eine hervorragende Plattform, um die eigenen Themen und Bedarfe zu artikulieren und zu diskutieren. Diesen Gedanken verfolgen wir z.B. mit der im Jahr 2015 gestarteten „Hamburger Dialogplattform Industrie 4.0“, an der sich schon heute fast 200 Hamburger Unternehmen aus Industrie und IT einbringen und gemeinsame Forderungen und Lösungen erarbeiten. 

Die Vertreter von „Vorfahrt für Hamburg“ wollen diesen Plattformgedanken auch auf andere Branchen mit besonderem Digitalbezug ausweiten und auf diesem Weg eine digitale Agenda für Hamburg erarbeiten, die unmittelbar getragen ist von den Wünschen der Mitgliedsunternehmen.

Thema Disruption:

Wie werden Sie die umfassenden, digitalen Umbrüche in den großen Hamburger Branchen - wie Reedereien, Hafenwirtschaft, Logistik sowie Groß- und Außenhandel - aktiv begleiten, damit die traditionellen Betriebe rechtzeitig in den Innovationsprozess der Digitalisierung gehen werden?


"Die Kammer sind wir":

Keine Organisation kann diese Umbrüche umfassend begleiten – das wäre Größenwahn und Selbstüberschätzung. Keine Startup-Unternehmerin braucht den Rat eines „Kammerbeamten“, wie sie den digitalen Wandel meistern soll. 

Die Handelskammer soll sich deshalb auf Ihre Kernaufgabe konzentrieren: Das Duale Ausbildungssystem ins Digitale Zeitalter bringen. Nur wenn die Handelskammer glaubwürdig selbst im digitalen Zeitalter ankommt, ist sie ein qualifizierter Gesprächspartner für ihre Mitglieder. Digitalisierung muss in die DNA der Handelskammer .

"Unternehmer für Hamburg":

Die Handelskammer ist seit kurzem die Geschäftsstelle des hamburgweiten, vom
Bundeswirtschaftsministerium geförderten „Kompetenzzentrums Mittelstand 4.0“ und verfügt damit über rund vier Millionen Euro, um mittelständische Unternehmen aus den traditionellen Branchen auf dem digitalen Transformationsweg zu begleiten.




Wir #UnternehmerFürHamburg werden aktiv dafür Sorge tragen, dass die Arbeit dieses Kompetenzzentrums eine größtmögliche Wahrnehmung bei den Mitgliedern der
Handelskammer erfährt, konkrete Umsetzungsprojekte in Unternehmen durch die Handelskammer ermöglicht werden und unternehmerisch wirklich nutzbringende Informationen und Angebote in diesem Kompetenzzentrum entstehen.

Darüber hinaus ist es unsere Absicht, die Vernetzung zwischen etablierten Traditionsunternehmen und aufstrebenden Jungunternehmern innerhalb der Kammer mit innovativen Veranstaltungsformaten zu forcieren. Hier planen wir moderne Konzepte wie 12min.me oder TEDx stärker zu integrieren. Die Kammer ist dafür aus unserer Sicht der geborene Partner, Old- und New-Economy zu vernetzen.

"Vorfahrt für Hamburg":

Mit der „Hamburger Dialogplattform Industrie 4.0“, dessen Sprecher unser Kandidat Andreas Pfannenberg ist, ist der digitale Innovationsprozess insbesondere in der Industrie bereits initiiert worden. Dem Engagement von Herrn Pfannenberg ist es darüber hinaus mit zu verdanken, dass Hamburg in den kommenden drei Jahren rund vier Millionen Euro vom Bundeswirtschaftsministerium erhält, um ein „Kompetenzzentrum Mittelstand 4.0“ aufbauen zu können, das von der Handelskammer gesteuert wird. 

Dieses Kompetenzzentrum wird sich um logistische Herausforderungen im Kontext der Digitalisierung kümmern, so dass alle Branchen von Reedereien, Hafenwirtschaft, Logistik sowie Groß- und Außenhandel gleichermaßen die Nutznießer dieser Fördermittel sein werden.

 Thema Existenzgründer: 

Wie werden Sie als Vertreter die besonderen Bedürfnisse von Existenzgründern in digitalen Geschäftsmodellen über Gründerberatung, Gründerwerkstatt und Businessplan-Wettbewerb hinaus und unabhängig von bestehenden, städtischen Gründungsinitiativen fördern?

"Die Kammer sind wir":

Bitte nicht NOCH ein Preis, eine Initiative, eine Dachmarke und ein Programm. Den Existenzgründern soll kein Zwangsbeitrag abgeknüpft werden, das ist eine konkrete Hilfe.



"Unternehmer für Hamburg":

Die bisherigen Angebote der Handelskammer für die Existenzgründer erfüllen die Grundanforderungen. Neben den Basic Skills, die dort vermittelt werden, fehlt es Existenzgründern im Digitalsektor häufig vor allem an Netzwerk und Beziehung in die Realwirtschaft in der Stadt. Auch hier kann die Kammer durch Veranstaltungen und gezieltes Vernetzen schon mit einfachen Mitteln beeindruckende Ergebnisse erzielen.

Damit die Existenzgründer die Kammer hierfür als relevanten Partner wahrnehmen,  muss über die Art und Weise der Ansprache dieser jungen Unternehmer diskutiert werden, die keinen gesteigerten Wert mehr auf formelle und vereinzelt antiquierte Formen der Kleidung und Ansprache legen. Hier können wir auf die Erfahrung vieler unserer Mitglieder zurückgreifen.

Die Wirtschaftsjunioren haben zum Beispiel großartige Projekte, wie den monatlichen Gründertreff, die Gründer-Akademie und den Gründergeist, erfolgreich im Umfeld der Kammer eingeführt. Wir plädieren dafür, dass in Hamburg digitale Knotenpunkte entstehen mit WLAN-Zugang für Mitglieder der Handelskammer. Das Nikolai-Quartier könnte hierbei eine Vorreiterrolle einnehmen - mit zusätzlichen temporären Arbeits- und Meetingbereichen für Mitglieder.

"Vorfahrt für Hamburg":


Was viele Existenzgründer in Hamburg neben einer guten Geschäftsidee und Gründergeist benötigen, ist der Zugang zur „Old Economy“, um ihr digitales Geschäftsmodell im Zusammenspiel mit der analogen Wirtschaft erproben zu können. Genau hierauf zielt auch die Arbeit des Hamburger Kompetenzzentrums Mittelstand 4.0 ab. Die Kandidaten von „Vorfahrt für Hamburg“ werden sich daher aktiv an dem Zusammenbringen von beiden Welten einbringen.

Für die Existenzgründer – egal in welcher Branche sie tätig sind – ist es wichtig, dass wir die kompetente Gründungsberatung der Handelskammer erhalten. Die wollen die Populisten mit den Beiträgen zur Kammer nämlich gleich mit abschaffen.


Thema Startups:

Was werden Sie als Abgeordnete der Industrie unternehmen, damit die Handelskammer unsere Stadt gemeinsam mit etablierten Branchen, hanseatischen Stiftungen und engagierten Vertretern der Digitalwirtschaft zu einem schneller wachsenden, erfolgreichen Startup-Standort entwickelt?
"Die Kammer sind wir":

Ganz klar: Prioritäten neu setzen. Bisher war die Kammer Sprachrohr der Etablierten: Dies muss sich ändern! Die Großen brauchen keine Unterstützung, die wissen sich schon selbst zu helfen. Deshalb muss sich der Fokus der Kammer ganz klar in Richtung der kleinen Unternehmen und Existenzgründer verschieben: Diese bauen etwas Neues auf und sichern so die Zukunft des Wirtschaftsstandorts, also sollten sie auch alle mögliche Unterstützung erhalten.


"Unternehmer für Hamburg":

Unsere Kandidaten aus den Medien- und IT-Unternehmen verfügen über ein exzellentes Netzwerk zu Startup-Unternehmen und zu Vertretern von Stiftungen, Venture Capital, Verbänden und weiteren Institutionen in Hamburg, denen wir die Relevanz von Startups für den eigene unternehmerischen Erfolg vergegenwärtigen wollen.


Darüber hinaus wollen wir #UnternehmerFürHamburg gemeinsam mit Berlin eine Initiative für die Weiterentwicklung von Startup-Firmen unter dem Motto: “Berlin-Hamburg Startup-Allianz für Wachstum mit Wirtschaft” starten.

Die neuen Geschäftsmodelle, die entweder in Hamburg oder Berlin entstanden sind, sollen ihren Markttest in der Realwirtschaft in Hamburg erfahren, die viel stärker ausgeprägt ist als in Berlin. Hamburg soll damit zum gemeinsamen Accelerator von Hamburger und Berliner Startups werden.



"Vorfahrt für Hamburg":

Gerade in Zeiten von Null-Zins-Phasen und zunehmendem digitalem Gründergeist erleben wir zunehmend, dass „traditionelle, hanseatische Kaufleute“ nach Möglichkeiten suchen, das eigene Geschäftsmodell zu überdenken und Investitionen in digitale Start-ups zu tätigen. 


Die Kandidaten von „Vorfahrt für Hamburg“ wollen daher in den kommenden drei Jahren dieses Unternehmer- und Stifterkapital mit der Start-up-Szene näher zusammenbringen und Innovationen „Made in Hamburg“ ermöglichen, von denen der Wirtschaftsstandort Hamburg auch nachhaltig profitiert und der nicht kurzfristige Exits befördert.

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Am kommenden Montag exklusiv im Hamburg Digital Magazin:

HANSEBUSINESS: Die Digitalen Wahlprüfsteine - Teil II: Die Digitale Kammer und ihre Modernisierung - ein spannendes Thema mit jeder Menge Zündstoff.

 Ergänzend zu den Digitalen Wahlprüfsteinen auf HANSEVALLEY: 

Warum die Kammer-Wahl entscheidend für Hamburgs Wirtschaft ist:
HANSEBUSINESS: Die Wahrheit hinter der Kammer-Wahl 2017

Was die Handelskammer in diesem Jahr zur Digitalisierung unternehmen will:
HANSEBUSINESS: Das schreibt der Handelskammer-Präses Olaf Scholz ins Stammbuch.

 Weitere Informationen auf den Webseiten der drei Wahlbündnisse: 

Die Rebellen: "Die Kammer sind wir"

Die Reformer: "Unternehmer für Hamburg"


Die Bewahrer: "Starke Kammer. Vorfahrt für Hamburg"



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