Dienstag, 25. April 2017

HANSEVALLEY: Auf dem Weg zur Hamburg Digital Community.


 Das Hamburg Digital Magazin 

Seit gut einem halben Jahr ist das Online-Magazin HANSEVALLEY der neue Medienplayer in der Digitalszene der Hansestadt. Heute beantwortet Herausgeber und Chefredakteur Thomas Keup Fragen, die in Recherchen und Interviews immer wieder auf den Tisch kommen. Ein umfassender Einblick in die Arbeit des Hamburg Digital Magazins:

Wie entwickelt sich HANSEVALLEY seit der Veröffentlichung Mitte Oktober vergangenen Jahres? Und welche Learnings gibt es aus der täglichen Berichterstattung?

25 Jahre Journalist in Hörfunk, TV und Online: Thomas Keup
Foto: HANSEVALLEY / Stefan Kny
Das Magazin hat in den vergangenen gut 6 Monaten 80 Beiträge veröffentlicht - und jeden Monat kommen rd. 15 journalistische Beiträge, Reportagen und Interviews mit bis zu 1.900 Lesern hinzu. Zu den populärsten Rubriken gehören die Hamburg Digital Interviews, in denen wir herausragende Persönlichkeiten porträtieren. Dazu bringen wir spannende Hamburg Digital Reports über zukunftsweisende Themen, Player und Events in Hamburg und in der Region. Unser Zwischenergebnis: Mehr als 50.000 Besuche seit dem Start Mitte Oktober '16.

Der HANSEVALLEY Grundsatz: Tue Gutes und rede darüber.

Ein Learning ist, dass viele engagierte Macher in Hamburg viele spannende Themen behandeln, jedoch selten darüber gesprochen wird. Hier werden wir gerade zu einer beachteten Stimme. Ein weiteres Learning ist, dass es viel mehr spannende Themen in Hamburg gibt, als wir sie im Magazin covern können. Deshalb gibt es mit den HANSENEWS eine aktuelle Rubrik mit Nachrichten und Verlinkungen zu den spannendsten Themen des Tages, die sehr erfolgreich gestartet ist: Seit Mitte März haben gut 70 News mehr als 10.000 Views erreicht. Die HANSENEWS haben mit www.hanse.news auch eine eigene Domain.

Wer liest HANSEVALLEY und die HANSENEWS? Und für wen ist das Hamburg Digital Magazin besonders interessant - in professionellem wie persönlichen Kontext?

Wir sind für alle interessant, die sich für die digitale Entwicklung Hamburgs interessieren - dem Leitthema der Hansestadt in den kommenden Jahren, wie Olaf Scholz treffend auf den Punkt bringt. Unter unseren Lesern sind u. a. Vertreter aus Senat und Bürgerschaft, aus Handelskammer und Institutionen, die sich mit der Digitalisierung beschäftigen. Unsere Leser sind zu rd. 2/3 männlich, zwischen 25 und 45 Jahre alt und kommen überwiegend aus Hamburg und der Region. Die größten Gruppen sind "Technophiles" und "Business Professionals". Viele Leser kommen mobil über Facebook sowie Google zu uns.

Der HANSEVALLEY Filter: Food und Frühphase.


Aktuelle Besucherzahlen des Hamburg Digital Magazins.
Quellen: Blogger / Google Analytics / 24LiveBlogs
Wer sich vor allem für Startup-, und hier für Gründungsthemen interessiert, wird auf HANSEVALLEY weniger fündig. Ebenso beschäftigen wir uns so gut wie nicht mit Trendthemen, z. B. Food. Geschichten von Tech-Startups in der Later Stage nehmen bei uns einen kleineren Anteil in Anspruch, das sind ca. 10 bis 15 Prozent der Beiträge. Der Fokus liegt bei uns auf digitalen Innovationen in und für Hamburger Unternehmen - von Medien über die Schifffahrt und die Logistik bis zum Handel.

Welche positiven Erfahrungen hat HANSEVALLEY in den vergangenen Monaten in Hamburg machen können?

Wir haben in den vergangenen Monaten unzählige äußerst hilfsbereite Pressesprecher, Digitalisierungsexperten und Unternehmenslenker kennengelernt, die uns offen ihre spannenden Geschichten berichtet haben. Wir haben mit ihnen spannende und oft exklusive Geschichten erarbeiten können. Wir haben jederzeit rd. 10-15 Geschichten in der Pipeline - von Interviews über Reportagen bis zu Gastbeiträgen. Außerdem bekommen wir täglich interessante Tipps für neue, spannende Geschichten. Danke dafür, Hamburg!

Was unterscheidet HANSEVALLEY von anderen Online-Medien, die sich mit Startups, Technologien und Wirtschaftsthemen beschäftigen?

Unser Magazin ist ein "Spätstarter" in Hamburg - aber kein Medium von Neulingen. Mit mehr als 25 Jahren journalistischer Erfahrung in Hörfunk, Fernsehen und Online, mehr als 13 Jahren Engagement in Informationstechnologien und Telekommunikation sowie mehr als 6 Jahren Know how aus den Startup-Szenen von Barcelona über Berlin bis Hamburg glauben wir zu wissen, was interessant sein kann. Wir sind zudem kein Blog mit persönlichen Schwerpunkten, sondern ein journalistisches Medium mit verschiedenen Themen und Sichtweisen.

Der HANSEVALLEY Codex: Nur den Lesern verpflichtet.

Wir handeln nach unserem HANSECODEX, der an führende Medienhäuser, wie Axel Spriger und Spiegel-Verlag angelehnt ist. Dazu gehören diese Punkte: 1. Gradlinigkeit. Wir stehen für Offenheit, Ehrlichkeit und Fairness. 2. Unabhängigkeit. Wir sind nur uns und unseren Lesern gegenüber verpflichtet. 3. Verlässlichkeit, Wir halten was wir versprechen - in Redaktion, Marketing und Netzwerk. Und 4. Vertrauenswürdigkeit. Wir schützen unsere Quellen und ihre Informationen. Ja, auch wir machen Fehler. Und wir lernen daraus.

 Die Hamburg Digital Events 

Es gibt in Hamburg eine Reihe von Netzwerken, die Digitalthemen adressieren. In wiefern steht Ihr mit den privaten und öffentlichen Communities im Wettbewerb?

Die Digitalisierung umfasst Businessthemen, wie Geschäftsprozesse, Mtarbeiterqualifikation und künftige Marktmodelle. Dazu kommen Technologiethemen, z. B. künstliche Intelligenz, Robotics oder Virtualisierung. In jedem dieser Bereiche sollten sich Unternehmer, Wissenschaftler, Wirtschaftsförderer und Regulatoren vernetzen. Wir verstehen uns als Berichterstatter sowie als aktives Bindeglied zwischen Themen, Netzwerken und Möglichkeiten.

Der HANSEVALLEY Ansatz: 1 + 1 macht 3.


Volles Haus und beste Stimmung beim Netzwerk-Event
Foto: HANSEVALLEY / Thomas Keup
Wir sind erstaunt, wieviele Initiativen und Netzwerke es in Hamburg gibt, die sich mit Technologien und der Entwicklung beschäftigen. Bei uns im Überblick gibt es allein über 50 Netzwerke mit Technologiebezug. Aus unserer Sicht werden aus interessanten Ideen neue Wege und Möglichkeiten, wenn man miteinander arbeitet. Daher sehen wir Communities vor allem als potenzielle Partner, mit denen wir Hamburg nach vorn bringen können. Dazu haben wir auch die HANSEPARTNER gegründet.

Die HANSEPARTNER wirken auf den ersten Blick wie ein bunter Strauß von Hamburger Playern. Gibt es ein Konzept, wen Ihr als Medienpartner einladet, aktiv dabei zu sein?

Unsere Medienpartner können in drei Kategorien gegliedert werden: Zum Einen sind es Communities und Netzwerke zu Technologiethemen. Dazu kommen Initiativen und Einrichtungen aus und für die Hamburger Wirtschaft, wie das DI-Lab der HSBA und das Komptenzzentrum Mittelstand 4.0. Komplettiert wird der Verbund durch Partnermedien aus Hamburg und Deutschland, die sich mit Digitalthemen aus Hamburg beschäftigen.


Der HANSEPARTNER Gedanke: Ich gebe, damit Du gibst.



Nicht dabei sind Unternehmen. Selbstverständlich sind Sie in den HANSEPARTNERN aktiv und wir bringen ihre Nachrichten in den HANSENEWS. Für die besonderen Interessen von Unternehmen haben wir mit dem Hamburg Digital Marketing jedoch passende Möglichkeiten der Kommunikation geschaffen. Im ersten Schritt der Vernetzung sollten vertriebliche Aspekte nie im Mittelpunkt des Interesses stehen.

Was müssen Initiativen und Organisationen in die Partnerschaft einbringen, um HANSEPARTNER werden zu können? Und was ist für die Medienpartnerschaft wichtig?


Es geht um Vernetzung und Förderung. Wir bieten Medienpartnern die Chance, ihre News und Termine zu veröffentlichen und stimmen uns mit ihnen eng ab. Wir lernen die Hamburger Szene und künftige Partner kennen. Unsere Medienpartnerschaft ist nicht mit Kosten verbunden. Sowohl private wie öffentliche Initiativen können HANSEPARTNER werden. So haben wir Medienpartner aus dem Kreis der Handelsklammer Hamburg und der HSBA ebenso dabei, wie aus dem Umfeld von Unternehmen, z. B. von Google Germany.

Der HANSEPARTNER Weg: Offen und ehrlich.

Mit einer Partnerschaft verbinden wir drei wichtige Werte: 1. Verlässlichkeit. Wir halten unser Wort und freuen uns, wenn wir uns auf unsere Partner verlassen können. 2. Nachhaltigkeit. Wir produzieren keine Eintagsfliegen und wünschen uns, mit unseren Partnern langfristig erfolgreich zu arbeiten. Und 3. Fairness. Jeder Partner darf erwarten, dass wir Informationen vertraulich behandeln und unsere Partner unterstützen. Dies wünschen wir uns ebenso. 

Wo geht es in den kommenden Monaten hin und was können die Leserinnen und Leser von HANSEVALLEY als weitere Highlights in der Zukunft erwarten?

Die Vernetzung mit Digitalplayern in Hamburg als HANSEPARTNER ist ein wichtiger Schritt zur Förderung des Digitalstandorts
Hamburg. Ein weiterer Schritt ist die Entwicklung einer Community mit Fokus auf die wirtschaftliche Entwicklung des digitalen Hamburgs. Heute Abend öffnen wir im DI-Lab der HSBA mit NEXTHANSE die Hamburg Digital Community exklusiv für Unternehmer und Unternehmensinnovatoren. Wir sind zum Start mehrfach überbucht und freuen uns über eine hochkarätige Gästeliste. Ein kleinen Einblick bieten wir aktuell in den HANSENEWS.

Der HANSEVALLEY Dreiklang: Informieren. Vernetzen. Fördern.


Neben aktuellen Informationen ist die praktische Unterstützung ein wichtiger Aspekt. Mit der Open Office Hour bieten wir Tech-Startups jeden Monat die Chance, uns ihre Geschichte zu erzählen und als HANSESTARTUP im Hamburg Digital Magazin zu erscheinen. Im nächsten Schritt werden wir spezielle Angebote zusammen mit Partnern entwickeln, die auf dem Weg ins digitale Hamburg helfen. Wir bringen dazu 25 Jahre Journalismus, 19 Jahre Kommunikation, 13 Jahre IT-Background in 6 Jahre Startup-Community ein.

 Die Hamburg Digital Familie: 

Die Hamburg Digital Medien:

Die Hamburg Digital Events:


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Sonntag, 23. April 2017

HANSEPERSONALITY Heiko Milde: "Wir sollten noch mehr auf Hamburgs Stärken setzen."

HAMBURG DIGITAL INTERVIEW

Die Hamburgische Investitions- und Förderbank IFB ist mit ihrem Start am 1. August 2013 ein echter "Spätzünder" unter den landeseigenen Förderbanken. Für Hamburgs Startups ist die IFB Hamburg jedoch ganz weit vorn. Wie kaum eine Förderbank hat die IFB von Anfang erkannt, wo Startups in Gründung und Wachstum der Schuh drückt.

Hamburgs Startup-Förderer Dr. Heiko Milde
Foto: IFB Hamburg
Bundesweit bekannte und erfolgreiche Hamburger Startups, wie Baqend, LifeTime, Familonet und Tinitracks gehören zum Portfolio der IFB Startup-Tochter IFB Innovationsstarter GmbH. Federführend verantwortlich für die städtische Startup-Förderung ist Heiko Milde. Der Elektrotechniker und Informatiker versteht Startups - und ist ein beliebter Ansprechpartner. Unser HANSEPERSONALITY ist Dr. Heiko Milde:

Du bist Geschäftsführer der IFB Innovationsstarter GmbH. Das klingt für einen außenstehenden Startup-Gründer auf den ersten Blick vielleicht wie ein Inkubator oder Accelerator. Was machst Du als Geschäftsführer bei IFB Innovationsstarter, wer steckt dahinter und warum bist Du mit Deinem Team interessant für Startups in unserer Stadt?

Die Frage, was wir machen, ist ganz einfach zu beantworten: Wir fördern Hamburgs Startups mit Geld. Junge innovative Unternehmen sind wichtig für die Zukunftsfähigkeit des Standorts, zugleich haben sie es besonders schwer, das erforderliche Startkapital aufzutreiben. Wir entschärfen diese Finanzierungslücke, indem wir als Tochter der Hamburgischen Investitions- und Förderbank den Startups Zuschüsse und Beteiligungskapital zur Verfügung stellen. Wir sind also kein Inkubator oder Accelerator, sondern ein öffentlicher Kapitalgeber.

Startups in der Gründungsphase haben oftmals noch keine Umsätze, jedoch von Anfang an Personal- und Entwicklungskosten. Einige Digitalpolitiker kritisieren die Angelszene an Alster und Elbe als zu klein. Mit "InnoRampUp" bietet Ihr eine Startfinanzierung ohne Rückzahlung an. Wie hoch ist die Förderung und was müssen Startups bei Euch einreichen?

Innovative Startups, die jünger als zwei Jahre sind und ihren Sitz in Hamburg haben, können wir mit Zuschüssen in Höhe von bis zu 150 TEUR pro Unternehmen unterstützen. Mit diesem „Seedmoney“ machen wir viele innovative Gründungen überhaupt erst möglich. 


Voraussetzungen sind neben einer überzeugenden Geschäftsidee vor allem ein gutes Team. Idealerweise schicken die Gründer uns ihre Unterlagen wie z.B. ein Pitch Deck per E-Mail zu. Wir prüfen das dann und laden das Team gegebenenfalls zu einem persönlichen Gespräch ein. Später muss das Startup noch einen unabhängigen Ausschuss von seiner Idee überzeugen. InnoRampUp ist ein einzigartig attraktives Programm, eine vergleichbare Förderung finden Startups in keinem anderen Bundesland.

Einige Oppositionspolitiker fordern ein stärkeres Engagement der Freien und Hansestadt bei der Unterstützung von Startups in der Wachstumsphase. Der "Innovationsstarter Fonds" ist seit 2012 ein Hamburger Instrument der Risikokapitalfinanzierung. Wie könnt Ihr konkret Startups unterstützen und welche Rahmenbedingungen müssen Startups erfüllen?

Der Innovationsstarter Fonds ist ein Venture Capital Fonds, der sich an Startups beteiligt und ihnen Eigenkapital zur Verfügung stellt. Dabei geht es um besonders innovative Hamburger Unternehmen, die jünger als fünf Jahre sind. Auch Unternehmen in der Wachstumsphase kommen in Frage. Geldgeber des Fonds sind zu 50 % die Freie und Hansestadt Hamburg und der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Aufgrund der guten Nachfrage wurde der Fonds bereits aufgestockt.

Der Innovationsstarter Fonds investiert bis zu 1 Mio. EUR pro Startup. Voraussetzung ist eine wachstumsstarke Geschäftsidee, die auf einer selbstentwickelten Innovation basiert und von einem überzeugenden Team vorangetrieben wird. Idealerweise kommen die Startups zu uns, wenn sie bereits erste Kunden und Umsätze haben, insbesondere bei Deep-Tech Unternehmen ist das aber nicht erforderlich. Auch beim Innovationsstarter Fonds freuen wir uns, wenn die Gründer uns zuerst ihr Pitch Deck schicken.

So gut wie jedes Bundesland setzt heute auf Startups und innovative Firmengründungen in ihrer Förderpolitik. Ihr seid mit Euren Programmen seit 2012 aktiv, Startups und fortschrittliche Technologien zu unterstützen. Wie sieht Euer ganz persönlicher "Track-Record" als Förder- und Beteiligungsgesellschaft nach 5 Jahren aus?

Wir sind 2012 mit dem Innovationsstarter Fonds die ersten Beteiligungen eingegangen. In 2013 kam InnoRampUp dazu. Die beiden Programme ergänzen sich ideal: Viele ganz junge Unternehmen starten mit InnoRampUp und, wenn es passt, investiert später der Innovationsstarter Fonds weiteres Kapital. Mit InnoRampUp haben wir bisher 66 Startups gefördert, und der Innovationsstarter Fonds ist 27 Beteiligungen eingegangen. Damit sind wir der aktivste Kapitalgeber für Hamburger Startups. Zu den von uns unterstützen Unternehmen zählen z.B. Sonormed (Tinnitracks), Familonet, eBlocker, Connected Health (Lifetime), Channelpilot, bentekk, Baqend, Sofaconcerts und Nect.

Der Senat plant einen Innovations-Wachstums-Fonds mit einem Gesamtvolumen von 100 Mio. €, 10 Mio. € davon aus dem Stadtsäckel. Wie weit sind die Planungen für das Public-Private-Partnership-Projekt mit privaten Investoren aus der Hamburger Wirtschaft fortgeschritten und wann können Hamburger Startups mit zusätzlicher Wachstumsfinanzierung rechnen?

Die Hamburgische Investitions- und Förderbank hat in Abstimmung mit der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation einen Bericht zum Innovations-Wachstumsfonds erstellt. Dabei haben wir mit externen Experten zusammengearbeitet. Nach meinem Kenntnisstand soll die Bürgerschaft vom Senat im zweiten Quartal 2017 informiert werden. Dann erfahren wir mehr.

Zu guter Letzt unsere Hamburg-Frage: In den vergangenen gut 3 Jahren hat sich in der Hamburger Startupszene viel getan - dank privater und öffentlicher Initiativen. Heute haben wir rd. 600 bekannte Startups in Hamburg. Wie beurteilst Du den Startup-Standort Hamburg und wo können Politik, Verwaltung, Investoren und Wirtschaft noch eine "Schüppe drauflegen"?

Es ist richtig, in den letzten Jahren hat sich viel getan: Unternehmen wie Kreditech, Facelift, Statista, Finanzcheck und Dreamlines haben stattliche Finanzierungsrunden eingeworben, und Smatoo hat einen schönen Exit hingelegt. Mit den Online Marketing Rockstars, Startups@Reeperbahn, dem Hamburg Innovation Summit, der Solutions.Hamburg und der d3con haben sich erfolgreiche neue Veranstaltungsformate etabliert. Eine große Anzahl von Co-Working Spaces wurde eröffnet und verschiedene Acceleratoren wie z.B. der New Media Accelerator sind gestartet. Zur Vernetzung der Startup-Szene trägt Hamburg Startups bei. 


Aber auch die öffentliche Förderung wurde massiv ausgebaut: NextMedia.Hamburg wurde gestartet und mit InnoRampUp und dem Innovationsstarter Fonds haben wir ein erfolgreiches Fördertandem aufgestellt, das deutschlandweit seinesgleichen sucht. Hamburg ist daher sicherlich ein sehr attraktiver Standort für Startups. 

Die in der ganzen Stadt herrschende Aufbruchsstimmung sollten wir nutzen und dabei noch mehr auf Hamburgs Stärken setzen. Ich denke da primär an Luftfahrt, Hafen und Logistik aber auch an das private Kapital, das sich gegenüber Startups stärker öffnen könnte. Zudem wird es spannend zu sehen, was aus den Aktivitäten der Hochschulen und Forschungseinrichtungen wird, die sich gerade alle mit dem Thema Startups befassen.

Vielen Dank für das tolle Interview!

Das Interview führte Thomas Keup.
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 Hamburg Digital Background: 

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IFB Innovationsstarter


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Donnerstag, 20. April 2017

HANSESHIPPING: Hapag-Lloyd - Vom Gießkannendienst zu Data in Action.

HAMBURG DIGITAL REPORT

Hamburg, Binnen-Alster: Das Ballinhaus mit der Nr. 25 am gleichnamigen Damm weist stolz auf die globale Präsenz der "Hamburg America Linie" von Dampfschiffen bis Containerriesen hin. Die Zentrale der Hapag-Lloyd AG ist nach dem Hamburger Dampfschiff-Reeder Alfred Ballin benannt, der 1888 in den Vorstand der HAPAG berufen wurde und die Linie ab 1899 zur weltweiten Nr. 1 machte.


Hamburg, Ballindamm 26, die Zentrale der Hapag-Lloyd AG.
Foto: Hapag-Lloyd
Damals wie heute geht es am Ballindamm um den Linienverkehr rund um den Globus. 163 Hapag-Lloyd-Containerschiffe laufen die Häfen der Welt an - viele davon mit dem Hamburger Wappen voran. Mehr als 160 Direktverbindungen zählt die weltweit fünftgrößte Reederei. In Zeiten schwankender Märkte, fusionierender Anbieter und globaler Allianzen geht es am Ballindamm auch um die eigene Zukunft. 

Diskutieren Politiker über die Digitalisierung der Logistik, die Auswirkungen auf die Seefahrt und die Unterstützung durch digitale Logistiklabs, hat am Ballindamm die Zukunft bereits begonnen. Hinter den dicken Mauern schlägt im Fleet Support Center der Hapag-Lloyd das digitale Herz der Hamburger Weltreeder. Ein Hamburg Digital Report:

Alle 3 Minuten senden die Datenpunkte von den weltweit vernetzten Containerschiffen aktuelle Informationen, alle 10 Minuten empfängt das Fleet Support Center in Hamburg Positionsdaten der 163 Hapag-Lloyd-Frachter sowie aller Schiffe in den Allianz-Liniendiensten. Alle 15 Minuten wissen die Ingenieure im abgeschotteten Kontrollzentrum, wie es um Schiffsschrauben, Maschinen und Ruderanlagen steht. 


Das Fleet Support Center der Hapag-Lloyd in Hamburg.
Foto: Hapag-Lloyd
Wären die sekundengenauen Erhebungen über die Flotte mit dem Hamburger Wappen bereits eine spannende Geschichte, machen die Satellitendaten für 1.700 Schiffe mit HLAG-Containern rund um den Globus aus einem Hausbesuch eine digitale Big-Data-Story. 

Es ist eine Geschichte über 1,6 Mio. orangefarbene Hapag-Lloyd-Container mit insgesamt 7,5 Mio. Transporten pro Jahr, eine Geschichte um Containerpositionen, Erschütterungen, Klima und Temperaturen. Es ist die digitale Echtzeitüberwachung eines weltweit elektronisch gemanagten Business "Made in Hamburg".

Es war einmal: Datensilos und das berüchtigte Laufwerk:C

2013 fängt alles an: In einem Projekt sollen Schiffsmechaniker, nautischer Offizier Jörn Springer und eine handvoll Kollegen herausfinden, wie man mehr Ladung mit weniger Brennstoff transportieren kann. Das Projekt beginnt wie jedes Projekt: Informationen sammeln. Von gedruckten Kopien bis elektronischen Sensordaten ist alles dabei. Die Daten sind fragmentiert - verstreut in Excel-Tabellen, Diagrammen und Word-Listen, gebunkert in den Datensilos der Fachabteilungen und dem berüchtigten "Laufwerk:C". Neben einmaligen Informationen liegen regelmäßige Erhebungen auf dem Tisch. Aus der scheinbar einfachen Frage nach mehr Wirtschaftlichkeit wird ein Großprojekt.


Die vollbeladene "Antwerpen" mit 13.167 Containern.
Foto: Hapag-Lloyd
Die Herausforderungen: Welche Daten sind für welche Anwendungsfälle relevant? Wie sind die Daten zu bewerten? Welche Daten können automatisch verarbeitet werden? In welcher Zeitzone sind sie erhoben worden? Wie können sie in die richtige Reihenfolge gebracht werden? Und: Nach welchen Standards sind Daten und Zustände weltweit erhoben worden? 

Dazu kommen die baulichen Besonderheiten unterschiedlichster Frachter unterschiedlicher Klassen unterschiedlicher Historie? Keine Kleinigkeit bei Schiffen von 2.300 TEU bis zu Megafrachtern des Fusionspartners UASC mit bis zu 19.000 Containern auf bis zu 400 Metern Länge und 60 Metern Breite. 

Vom Teilprojekt zum Support Center zur strategischen Abteilung

Aus der einmaligen Erhebung wird ein kontinuierliches Monitoring, aus dem Projektteam Ende 2013 das Fleet Support Center, aus dem Center im Sommer 2014 eine entscheidende Abteilung in der Firmenzentrale am Ballindamm. Ein Dutzend Spezialisten arbeiten heute in der NASA-gleichen Kommandozentrale, bis zum Jahresende werden es 17 sein. Und die Herausforderungen steigen: Neben eigenen Schiffen müssen die Controller auch die rd. 120 gecharterten Schiffe monitoren, neben selbst bewirtschafteten auch fremd gemanagte Schiffe im Blick behalten.

Viele Schiffe werden befristet gechartert. Wie bei Bahn und Bus ändern sich Ziele, Routen und Termine. War und ist die "Hamburg-Amerika-Linie" Marktführer zwischen Europa und Nordamerika, sind die Hamburger mit Übernahme von CP Ships zunehmend in Richtung Kanada, Australien und Asien unterwegs. Mit der neuen "THE Alliance" werden Linien neu geplant. Im Fokus: Mehr Direktverbindungen zwischen Port-Pairs und weniger Dienste von "Gießkanne" zu "Gießkanne", so ein HLAG-Manager augenzwinkernd bei der Vorstellung der neuen Allianz.

Die "Yantian Express" am Container-Terminal in Altenwerder
Foto: Hapag-Lloyd
2015 holt sich das Team um Dipl.-Ing. Jörn Springer und Logistikspezialistin Julia Kühnbaum wertvolles Know how aus anderen Segementen: ob PKW oder Stückgut, ob Öl oder Gas, ob Fischerei oder Militär - die Besonderheiten der Seelogistiksparten helfen auch der hoch standardisierten Containerlogistik, mit Hilfe feingranularer Daten umfassende Optimierungen vorzunehmen. 

Wie können die Hapag-Frachter optimal be- und entladen werden? Gibt es zusätzlich verfügbares Volumen oder Gewicht, dass gemakelt werden kann? Malten die Ausbilder des HLAG-Offiziers einst Container für die einzelnen Häfen mit Buntstiften in große Pläne, sorgen die Daten des Fleet Support Centers heute automatisiert für optimale Beladungsplanung.

Aus Optimierern werden Analysten für Entscheidungen an Board

Was passiert zwischen den Häfen auf hoher See? Im Fleet Support Center geht es längst um vorausschauende Planungen: Reichen die bestehenden Kapazitäten auf eigenen und verbundenen Schiffen aus? Muss ich Routen mit kleineren oder größeren Schiffsklassen bedienen? Kann ich die Nachfrage mit einem eigenen Liniendienst betreiben? Brauche ich zusätzliche Charterschiffe oder muss ich die Flotte eher verkleinern?

Das Messingschild am Ballinhaus in Hamburg.
Foto: HANSEVALLEY / Thomas Keup
Ging es früher in 5-Jahres-Plänen um die kontinuierliche Entwicklung des eigenen Geschäfts, führen Wettbewerbsdruck und Rahmenbedingungen heute zu ständiger Volatilität. Heftige Ausschläge in der Geschäftsentwicklung können schnell zum unkalkulierbaren Risiko werden. Die Brennstoff-, Ladungs-, Routen- und Umschlagsoptimierer sind zu hochspezialisierten Datenanalysten geworden, die den Tanker Hapag-Lloyd auf den Weltmeeren auf Kurs halten. 

All dies wäre ohne Millionen Datensätze undenkbar. Gut zu wissen, dass in Zeiten von "Industrie 4.0" Hapag-Lloyd die "Schifffahrt 4.0" bereits aktiv lebt. Am Schluss geht es aber vor allem um die Seefahrt. Und der frühere Schiffsoffizier Jörn Springer fasst treffend zusammen: "Wir wollen die beste Entscheidung an Bord ermöglichen." Damit das Hamburger Wappen noch lange sicher und erfolgreich in die Häfen der Welt einläuft.




 Hamburg Digital Background: 

Hapag-Lloyd AG, Hamburg:
https://www.hapag-lloyd.com/de/home.html


 Hamburg Digital Reports: 

HANSEBUSINESS: DAKOSY - Der digitale Lotse im Hamburger Hafen.
http://hh.hansevalley.de/2017/04/hansebusiness-dakosy.html

HANSEPERSONALITY Willem van der Schalk: "Das Rad nicht neu erfinden!"
http://hh.hansevalley.de/2017/03/HANSEPERSONALITY-van-der-Schalk.html



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Mittwoch, 19. April 2017

HANSESTARTUPS: Open Office Hour zieht in die Hafencity.


Alles neu macht der Mai: Pünktlich zum Frühling zieht die Medien Office Hour für Hamburgs Startups in die Hafencity. Ab 11. Mai d. J. können junge Tech-Firmen ihre Ideen, Produkte und Services der Redaktion von HANSEVALLEY in der neuen Friendsfactory vorstellen. Auch in Zukunft öffnet die Open Office Hour einmal im Monat ihre Pforten, um spannende Geschichten für das Ressort HANSESTARTUPS kennenzulernen.

Die Friendsfactory ist mit 2.400 qm der neue Coworking-Space 
für Startups, Corporates und innovative Firmen in der Hamburger Hafecity. In den Räumen einer ehemaligen Reederei bietet Unternehmer Gregor Gebhardt jedem Mieter grundsätzlich einen eigenen Schreibtisch und Platz für die eigenen Unterlagen. Shared Spaces, wie bei anderen Co-Working-Anbietern, gibt es in der Friendsfactory am Sandtorkai nicht.


Mit umgebauten Überseecontainern und einer gemütlichen Networking-Area setzt der bereits in Berlin, Frankfurt und München etablierte Anbieter mit einem frischen Konzept neue Akzente fernab standardisierter Glaskästen. Als "Motel One" für Startups und Corporates ist die Friendsfactory für Startups besonders interessant: 2-Mann-Büros mit 10 qm gibt es bereits ab 299,- € pro Monat.


Mit den Grundsätzen "Startup-friendly" und "Corporate-ready" auf einer gemeinsamen Plattform ist die Friendsfactory ein idealer Partner für das Hamburg Digital Magazin mit seinen Stories zu jungen und etablierten Digital-Unternehmen. Mit den geplanten Coaching-Workshops sowie Trainings- und Networking-Events bietet der bundesweit aktive Anbieter zudem weit mehr, als klassische Served-Office-Vermieter.


Die Open Office Hour ist eine gute Gelegenheit, die Friendsfactory persönlich kennenzulernen. Am 11. Mai d. J. habt ihr erstmals die Gelegenheit, als Tech-Companies uns Eure Ideen, Produkte und Services persönlich vorzustellen. Bitte meldet Euch dazu einfach an: officehour@hansevalley.de oder 0171 - 4 18 00 84. Wir freuen uns auf Euren Besuch und einen netten Schnack!


Die OPEN OFFICE HOUR @ FRIENDSFACTORY Hafencity
Donnerstag, 11. Mai 2017, 15.00 bis 17.00 Uhr
Am Sandtorkai 37, U3 Baumwall

Dienstag, 18. April 2017

HANSEBUSINESS: DAKOSY - Der digitale Lotse im Hamburger Hafen.

HAMBURG DIGITAL HAFEN

5.000 Container-Schiffe weltweit, 129 Millionen Standard-Container pro Jahr. Liniendienste und Container-Logistik sind ein globales Geschäft. 150 Stahlboxen werden pro Stunde allein an Europas größtem Terminal in Altenwerder umgeschlagen, 8,9 Mio. Standard-Container waren es in Hamburg im vergangenen Jahr.

Der Hamburg Port ist Deutschlands größter Universal- und Europas Containerhafen Nr. 2. 10.000 Schiffe machen jährlich an der Norderelbe fest. Unser Themenschwerpunkt in dieser Woche: Der Hamburger Hafen und seine digitalen Chancen. Ein Hamburg Digital Report:

Hamburg-Neustadt, Mattentwiete 2, in der Nähe des Nikolaifleets. Über den Türen des unscheinbaren Bürogebäudes findet sich der goldfarbene Schriftzug "Hafenhaus". Nichts Besonderes in direkter Nachbarschaft zur Speicherstadt. Im Treppenhaus ein weiteres Indiz: In den bunten Scheiben der Glasfront ist zu lesen "Gesamthafenbetriebs-Gesellschaft". Es ist der ehemalige Sitz des Hamburger Personaldienstleisters für Zeitarbeitskräfte - früher "unstätige Arbeiter" genannt. 


Treppenhaus der ehem. Gesamthafenbetriebs-Gesellschaft
Foto: HANSEVALLEY / Thomas Keup 
Heute wird in dem Bürogebäude der Hamburger Hafen am Laufen gehalten. Waren es früher Tagelöhner, die von hier aus in Hafen- und Lagerlogistik eingesetzt wurden, ist es heute ein umfassendes Computersystem: PCS - das Port Community System - des IT-Dienstleisters der Seehafenverkehrswirtschaft DAKOSY vernetzt 2.200 Unternehmen aus Schifffahrt, Spedition, Transport und der Logistik von Großkunden in Handel und Industrie. Ein Hamburg Digital Report:

Täglich werden im Hamburger Hafen rd. 25.000 TEU umgeschlagen - importiert, exportiert und gelagert. 8,9 Mio. TEU waren es 2016. Daran beteiligt: Spediteure, Reedereien, Terminals und Verlader. Dazu kommen Lotsen, Schlepper, Festmacher, Zoll, Veterenär- und Einfuhramt. 

Für den Weitertransport kommen Feederdienste, Binnerschiffer, Bahnbetriebe und LKW-Transporteure zum Zug. Allein 1.500 Betriebe leisten rund um die Uhr im Hamburger Hafen ihren Dienst. Ohne IT-Unterstützung und klar definierte Prozesse schwer vollstellbar.

Hamburg Port: Was kommt rein, was geht aus raus?


Container-Terminal Burchardkai, im Hintergrund Tollerort
Foto: HHLA/Thies Rätzke
Bis 1982 war der Container- und Stückgutumschlag in Hamburg eine Angelegenheit mit viel Papier: Schiffszettel zum Löschen, Inhaltslisten, Zollpapiere und Empfängerinformationen - all das wurde händisch von einem Dienstleister zum nächsten gereicht - per Fax, Kurier und die gute, alte Briefpost. Die Informationen liefen regelmäßig den Containern hinterher, Vorausplanung war praktisch nicht möglich. Und bei Problemen wußte niemand so recht Bescheid.

35 Jahre später: Rd. 50 verschiedene Prozesse verbinden die Logistikpartner im Hamburg Port. "Alle Export-Prozesse für Hamburg kann man über Dakosy abwickeln", freut sich Vorstand Ulrich Wrage im Gespräch. Und fast alle machen mit. Das "Port Community System" ist der "digitale Integrator" im Hamburger Hafen. Wo andere Branchen noch davon träumen, ihre Faxgeräte verschrotten zu können, ist die Hamburger Hafenwirtschaft international digital vorn mit dabei.

Das Geheimnis hinter dem "Single Window" für die Logistik-Prozesse an der Norderelbe sind die Gesellschafter der DAKOSY AG. Es sind zu 1/3 die in Hamburg aktiven Reeder und Linienagenten - von der chinesischen Cosco über die deutsche Hapag-Lloyd bis zur dänischen Maersk. Ein weiteres Drittel wird von den wichtigen Spediteuren gehalten, wie die Logistikriesen Dachser, DHL, Kühne+Nagel und Schenker bis zur Hamburger Spedition A. Hartrodt. Dazu kommen die Terminalbetreiber, wie Eurogate,  HHLA und Steinweg.

Hafen-IT: Vom Datenpostamt zum Datenworkfkow.


Die Bedeutung von Dakosy kommt aber erst bei diesen Fakten richtig zum Tragen: Die Logstik-Kette besteht aus vielen, unterschiedlichen Partnern, wie Spediteure, Hochsee-Carrier oder Hafenterminal. 
Die Dakosy-Kommunikationspartner im Überblick
Grafik: Dakosy AG
Nicht alle diese Partner haben eine direkte Geschäftsbeziehung untereinander. Und doch sind sie auf Informationen voneinander angewiesen, Dahinter stehen Themen, wie Verfügbarkeit, Sicherheit, Datenschutz und Wettbewerbsschutz. 

"Als Kunde muss ich mich nicht darum kümmern, wie die Informationen die richtigen Empfängenr erreichen", so Geschäftsführer Wrage. Das ist die eine Seite der Medaille. Die Kehrseite: "Wenn das System 5 Minuten ausfällt, fängt es draußen an zu ruckeln"; fasst es der längjährige IT-Kenner zusammen. Im Detail geht es zumeist um Im- und Export. 

DAKOSY: Ein digitaler Lotse im Hamburger Hafen 

Beim weltweiten Import von Waren sieht recht komplex aus: Beginnend mit dem Import-Manifest, der Entladeliste und der Löschmeldung, von der Behördenanmeldung bis zur -freigabe und dem Transportauftrag - bei all diesen Schritten ist das Port Community System mit seinem "Single Window IMP" der erste Kontakt für Waren im Hamburger Hafen - digital vorbereitet auf ihrem Weg durch den Zoll in Fabriken, Hochregallager, Kaufhäuser und Supermärkte.

Dakosy dient als Trust-Center für alle beteiligten Partner - und steht nicht im Verdacht, einen oder bestimmte Stakeholder zu vertreten oder zu bevorzugen. Der Vertrauensvorschuss ist das Erfolgsrezept: 22 Mio. € Umsatz haben die 160 Mitarbeiter im vergangenen Jahr erwirtschaftet. Über 2.000 internationale Kunden, darunter ca. 1.000 Spediteure zählt der Hamburger IT-Dienstleister zu seinen Partnern. Allein deshalb ist die Dakosy ein digitaler Lotse im Hafen. Und damit nicht genug.
Das neue Truckgate-System
Grafik: Dakosy

Service: von der Deutschen Bucht bis ins Hinterland
Der Hamburger Hafen liegt 100 km hinter der Deutschen Bucht und ist damit ein Binnenhafen. Die Revierfahrt über den engen Strom ist für die dicken Pötte nicht ungefährlich. Themen, wie Tiefgang, Begegnungen mit größeren Schiffen oder Kreuzfahrern sind an der Tagesordnung. Für optimale Sicherheit sorgt eine lückenlose IT-Unterstützung mit zahlreichen Antennen entlang der Fahrrinne und das "Port River System Elbe" (PRISE) im Auftrag der Terminal-Betreiber HHLA und Eurogate. Damit können Reeder, Frachter, Lotsen, Schlepper und Festmacher jederzeit in Echtzeit informiert werden. 

Doch die Entwicklung wartet nicht: Seit Ende November vergangenen Jahres müssen sich LKW-Transporteure elektronisch anmelden, bevor sie Container abholen können. Heute werden darüber täglich 9.000 Abholungen und Anlieferungen gesteuert. Ab Ende diesen Jahres sollen sich Transporteure an feste Zeitfenster halten. Verpassen sie diese, benötigen sie eine neue Abholzeit. Um all diese Transportsthemen kümmert sich das neue Dakosy-System "Truckgate" - ebenfalls im Auftrag der großen Hamburger Terminal-Betreiber.


"Wenn Sie einen Scheißprozess digitalisieren, dann haben Sie einen scheiß digitalen Prozess.“ 

Der papierlose Hafen ist in Hamburg damit größtenteils bereits Realität. Doch am Wichtigsten sind die Mitarbeiter - im Aufsetzen der Prozesse ebenso wie im Rund-um-die-Uhr Support. Damit wird aus einer IT-Plattform ein lebendiges System, eine "Plattform mit Seele", wie es Ulrich Wrage pointiert. Gut, dass es bei aller Digitalisierung solch einen "persönlichen Lotsen" in Hamburg gibt.



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 Hamburg Digital Reports: 

HANSESHIPPING: Hapag-Lloyd - Vom Gießkannendienst zu Data in Action.
http://hh.hansevalley.de/2017/04/hanseshipping-hapag-lloyd.html

HANSEPERSONALITY Willem van der Schalk: "Das Rad nicht neu erfinden!"
http://hh.hansevalley.de/2017/03/HANSEPERSONALITY-van-der-Schalk.html



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Samstag, 15. April 2017

HANSEEASTER: Frohe Ostern, Hamburg!




Foto: Flickr - Luca Luca Moglica - Lizenz: CC BY NC ND 2.0


Liebe Freunde und Partner,
liebe Hamburgerinnen und Hamburger,
liebe Leserinnen und Leser:

Wir wünschen Euch zum Osterfest viele schöne Stunden im Kreis Eurer Lieben, einen fleißigen Osterhasen und erholsame Feiertage an Alster und Elbe!

Frohe Ostern,

Ihr/Euer

Thomas Keup

Herausgeber + Chefredakteur
HANSEVALLEY - Das Hamburg Digital Magazin