Dienstag, 27. Juni 2017

HANSEFUTURE: AINO - ein "WeChat"-Bot, der Hamburg kann.

Das Team von "Heute in Hamburg" ist mit fast 180.000 Facebook-Fans eine Institution an Alster und Elbe. Die Banker der Haspa sind mit 1 Mio. Kunden ebenfalls eine Institution in der Freien und Hansestadt. Gemeinsam machen sich Startup und Sparkasse auf dem Weg, die nächste Generation mit relevanten Angeboten und attraktiven Services für sich zu gewinnen. Ein Hamburg Digital Report aus dem Innovation Lab der "Haspa Next" im Hamburger Nikolaiviertel:

Ein verregneter Juni-Tag, an der Großen Johannisstraße Ecke Börsenbrücke, Mittags um halb Eins: Kammerpräses Tobias Bergmann versteckt sich unter seinem Schirm auf dem Weg in die Mittagspause. Hier am Adolphsplatz trifft "neue" auf "alte" Generation, künftiges auf angestammtes Geschäft. Während im Finanz-Center der Haspa über Firmenkredite, Immobilienfinanzierung und Vermögensverwaltung gesprochen wird, entsteht direkt gegenüber im alten Kontorhaus "Börsenburg" die Zukunft.


Das Kontorhaus "Börsenburg" im Nikolaiviertel.
Foto: HANSEVALLEY
Der gläserne Fahrstuhl im ehrwürdigen Treppenhaus von 1908 führt in den 4. Stock, eine moderne Büroetage, 270 qm, das Zuhause der Haspa Next GmbH. An einer Bürotür ein Post-it mit der Aufschrift "Business Lab", auf dem Flur davor Verpackungen von Möbeln und Büroausstattung. An einer Wand aufgereihte Haftnotizen zu Ideen und Strategien. Es ist das Digital Innovation Lab "Haspa Next" der Hamburger Sparkasse - jenem Schwergewicht unter den Kreditinstituten von der anderen Straßenseite.

"Ein geschützter Raum, um den Wandel umsetzen zu können."

In einem Nachbarbüro wird es gerade spannend: Ein Testuser berichtet von seinen Erfahrungen mit der neuen AINO-App, dem ersten Produkt der Banktochter. Vor den Monitoren sitzt das von Team von "Haspa Next" und "Heute in Hamburg"- jenem Startup, dass von der Haspa-Tochter in nur 4 Wochen übernommen wurde und das mit kuratierten Freizeitangeboten für 18- bis 30-Jährige den Kern des neuen "Haspa-WeChats" auf dem Handy ist. 'Alles außer Banking', lautet die Devise, denn Geld abheben und Überweisungen machen kann man gegenüber und via Sparkassen-App von Star Finanz.

Es ist gerade ein paar Wochen her, da stellte das Team um HiH-Gründer Jan Becker und den bisherigen Haspa Next-Programmchef Markus Wienen in der "Erste Liebe Bar" vor mehr als 30 interessierten Journalisten, Bloggern, Influencern und Fans an der Michaelisbrücke den bankeigenen Chat Bot vor. "Das AINO-Tierchen", wie Markus Wienen nicht ohne stolz berichtet, "kann Hamburg". Und das scheint keine Untertreibung zu sein, denn mit fast 60.000 App-Usern im Monat hat der Chat Bot in den letzten Wochen seine Userzahl gegenüber der alten "Heute in Hamburg"-App rund verdoppelt.  

"Wir glauben an ein intelligentes Chat Bot-Backend."


Redaktionssitzung des AINO- und Haspa Next-Teams.
Foto: HANSEVALLEY
Die größten Hamburger Zeitungen wollten bei der Premiere nicht dabei sein. Warum nur? Vielleicht weil sie ahnen, was in der "Börsenburg" entsteht. Noch ist die Technologie nicht soweit, aber künftig sind Chat Bots eine gute Möglichkeit, Content an Nutzer zu bringen. Das fast 20-köpfige Team aus Unternehmern und Business Developern, Backend- und Frontend-Entwicklern, hauseigenen und externen Spezialisten weiss, dass es die User nicht als Versuchskaninchen verprellen darf. Deshalb bietet die App einen geführten Dialog. Künftig sollen Generation Y und Z mit der App individuell ihre Stadt entdecken können.

"Wir bauen ein hyperlokales Produkt auf", erklärt der 28-jährige Chemieingenieur, HiH-Gründer und operative Kopf Jan Becker. 'Wie komme ich von Hamm in die Schanze?', 'Wo sind geile Jogging-Strecken fernab der Alster?' und 'Welchen Food-Truck empfiehlst Du heute Mittag?`Solche und ähnliche Fragen kann AINO in Hamburg künftig beantworten - wie Alexa, Cortana oder Siri für die große, weite Welt. Zwischen 80.000 und 100.000 Nutzer der Zielgruppe kommen jedes Jahr nach Hamburg zum Studieren oder Arbeiten - und gehen auch wieder. Das ist Potenzial nicht nur für Freizeitangebote, wie Danceparties, Theaterpremieren oder Foodevents.

Guter Wunsch als Ziel: "Mach das Beste aus Deiner Zeit"

Ein Blick in die "AINO"-App zeigt, wohin die Reise geht. Neben bekannten Rubriken, wie Events und Locations fallen aktuell die Deals ins Auge. Rd. 20 Angebote sind bereits zu finden, 200 fertig verhandelt und demnächst verfügbar - vor allem lokal, online wie offline. Dazu soll es mehr Themen und Services geben, vergleichbar mit "Heute in Hamburg". Shopping und Mode stehen im Raum, genauso wie Tourismus und Mobilität oder die Karriere. "Wir arbeiten an einem neuen, digitalen Kosmos", pointiert der 39-jährige promovierte Philosoph, UX-Spezialist und corporate-erfahrene Markus Wienen. Das erinnert an "WeChat" aus China und den Klone "Kik" aus Kanada.


Das Technik-Department bei Haspa-Next.
Foto: HANSEVALLEY
Nicht verwunderlich, dass einige Platzhirsche den Braten riechen. Dabei geht es für "AINO" und "Heute in Hamburg" nicht um fette Marketing-Etats. Das Angebot aus der Börsenburg muss sich mittelfristig rechnen und selbst finanzieren, ein Profit-Center mit harten Zielvorgaben für die Bilanz des Mutterhauses ist es heute nicht. Bereits 2017 steht ein namhafter Betrag für Produkt, Entwicklung, Redaktion und Vermarktung zur Verfügung. Es erinnert an die Anfänge von T-Mobile im Sommer 1992 - fernab des Festnetzgeschäfts der Telekom. Immer im Fokus: die junge Zielgruppe zu erreichen und sich mit ihr zu vernetzen.

"Es ist faszinierend, wieviel Freiraum hier möglich ist."

Es gibt keine Akquise von Haspa-Kunden für die AINO-Services. Und deshalb müssen Partner auch keine Kunden der Haspa sein, um mit den Chat Bot-Services zu kooperieren. Der Produktfokus des Next-Teams liegt klar auf Hamburg, auch wenn es Schnittflächen zu Sparkassen-Kunden gibt. Man kann das "AINO-Universum" am ehesten mit Kommunikationsplattformen a la "WeChat" vergleichen. Die Chinesen haben mehr als 750 Mio. Nutzer, mehr als 100 Mio. davon weltweit und bieten auf ihrem Chatsystem zahlreiche Services, wie Freunde finden, Termine buchen, Bestellungen aufgeben, Online shoppen und mit "WeChat Pay" einen eigenen Bezahldienst - u. a. für 300.000 Geschäfte vor Ort. Womit wir bei der Haspa wären.

Als Nächstes will das Team alle Kernkompetenzen ins eigene Haus holen, von der Konzeption über die Softwareentwicklung bis zu Vermarktung. Dabei hat die "dgroup" als Partner mit ihren Entwicklungsressourcen und der Marketingunterstützung keineswegs ausgedient. Denn es werden neue Herausforderungen auf das "AINO-Tierchen" warten - auf dem Weg zu einem neuen Hamburger Angebot mit ganz viel Zukunft und einer neuen Chance für die Hamburger Sparkasse, mit künftigen Kunden relevant in Kontakt zu kommen und dabei Geld zu verdienen.

 Hamburg Digital Background: 

AINO Chatbot-App:
http://heuteinhamburg.de/app-info/

Heute in Hamburg:
www.heuteinhamburg.de

Bericht zur Fusion:
http://hh.hansevalley.de/2017/03/hansestartups-haspa-heuteinhamburg.html


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Sonntag, 25. Juni 2017

HANSESTATEMENT: Perspektiven für Erwachsene in der digitalen Hansestadt.

HAMBURG DIGITAL SPEZIAL

In der vergangenen Woche wurde viel über Hamburg geschrieben. Der "Spiegel" kürte unsere Stadt zur Hauptstadt. Das "Manager Magazin" hielt dagegen, Hamburg sei keine Perle. Und die Startup-Zeitung "Berlin Valley" griff mit einem Frikadellen-Brötchen daneben. Wie ist Hamburg wirklich? Wo schlummern echte Chancen? Und was können wir uns sparen?

Rolltreppe zur Plaza in der Elbphilharmonie Hamburg
Foto: Dirk@Flickr, Lizenz: CC-BY-NC-ND 2.0
Wir sprechen regelmäßig mit Existenzgründern, Unternehmern und Interessenvertretern. Dabei treibt uns der Wunsch für ein "New Hamburg" - über Promotion und Politik hinaus. Wir sehen in Hamburg Entwicklungen, die mehr als hoffnungsvoll sind. Eine gute Gelegenheit, Hype und heisse Luft gegen Pragmatismus und Perspektiven einzutauschen. Ein Hamburg Digital Spezial:


Herausgeber + Chefredakteur Thomas Keup.
Foto: Stefan Kny
Es scheint so, als sei man sich an einigen Stellen unserer Stadt nach wie vor genug, denn die aktuelle Lage an Alster und Elbe wirkt immer noch sicher - im Vergleich zu einem abgebrannten Ruhrgebiet und einer niemals wieder aufgebauten Industriestadt Berlin. Für die Herausforderungen der Digitalisierung ist jedoch eine Zukunftsvision gefragt, wie sie mit der Metropole Hamburg als "Wachsende Stadt" von 2001 bis 2008 bereits einmal gelebt wurde - der Grundlage für heutige Leuchttürme, wie Elbphilharmonie und Hafencity.

In den folgenden Absätzen beleuchten wir ausgewählte Themen, wie Mentalität und Kultur, Startups und Mittelstand, Hafen und Digitalisierung sowie Politik und Perspektiven, wie sie sich uns in Gesprächen mit Insidern und der Recherche vor Ort zeigen. Es ist eine Momentaufnahme ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Wir möchten mit den folgenden "Perspektiven für Erwachsene" jedoch einen positiven Impuls setzen.


Digitale Kooperationen statt alter Klassenkampf.

Statt über goldene Manschettenknöpfe und 500 Hamburger Stiftungen zu philosophieren, sollten wir konstruktiv überlegen, wie Hamburg in ein hanseatisches Morgen geführt werden kann. Dazu zählt z. B. die neue "Hamburger Plattform" zur kulturellen Vernetzung der Kreativwirtschaft mit anderen Branchen, die begonnene Vernetzung junger und etablierter Firmen durch Interessenvertretungen und vielleicht auch die von HANSEVALLEY initiierte Hamburg Digital Community mit 100 Corporate-Innovatoren.

Wir sollten noch stärker auf den Zukunftsfaktor Wissenschaft setzen. Das Engagement von Bucerius Law School, HSBA und Kühne Logistics University, die Digitalthemen in Think Tanks, Digital Labs, Professuren, Studiengängen und Kooperationen voranzutreiben, ist genau richtig. Die Initiativen für die praktische Forschung an 3D-Druck und Industrie 4.0 durch DLR und Fraunhofer bieten erfolgversprechende Perspektiven. Zudem ist Exzellenz auch in Hochschulausgründungen gefragt. Hier zeigt uns Lüneburg, wie es geht.

Regionale Startupcity ohne globale Strahlkraft.
Titelblatt Sonderbeilage Hamburg
Startup-Zeitung "Berlin Valley"

Beheizbare Einlegesohlen für Kiezarbeiterinnen, Schwangerschaftsslips für werdende Startupmuttis, elektrische Fahrradanhänger für den Kleinkindtransport und koffeingeschwängerte Gummibärchen als Grundnahrungsmittel dürften womöglich einen Pivot erfordern, um in einer digital-vernetzten Hansestadt Sinn zu stiften. Die Leistungen engagierter Gründer haben z. Zt. doch nur die Strahlkraft, wie der Schiffsanleger in Wilhelmshaven für den Welthandel.


Die Erklärung eines nicht immer tiefenentspannt wirkenden "Leitartiklers" in der Werbebeilage der regionalen Startup-Zeitung "Berlin Valley" zeigt eine vermeintliche Qualität des Mikrokosmos zwischen Schanzenviertel und Harburger Hafen: Wer die Worte ernst nimmt könnte den Eindruck gewinnen, der USP des Ökosystems bestünde aus einem Bahnticket nach Berlin. Vielleicht spielt ja der Wunsch, zu etwas Größerem berufen zu sein, in der Aussage ein wenig mit.

Offene Familienunternehmen statt VC-Wetten.

Die Stärke interessanter Hamburger Startups liegt im B2B-Sektor. Die Förderung dieser Jungunternehmen zusammen mit etablierten Playern dürfte die größten Chancen haben, neue Ideen, kluge Köpfe und interessante Produkte für die Wirtschaftshauptstadt zu generieren - fernab der Kategorie "Küche, Kirche, Kinder" und eines irrealen VC-Wettzirkus. Zahlreiche Akteure arbeiten daran, die neuen Brücken zwischen lösungsorientiertem Nachwuchs und regionalen, aufgeschlossenen Akteuren zu bauen.

So wichtig die US-Internet-Riesen Dropbox, Facebook, Google, Snap, Twitch, Twitter und Yelp für den Arbeitsmarkt in Marketing und Management des "Elbvalley" Hamburg sind, für die Entwicklung der sich wandelnden Metropole spielen vor allem zukunftsgewandte Familienunternehmer und innovationsbereite Großunternehmen eine entscheidende Rolle. Und die haben den Ruf gehört, sich um den Kulturwandel und die Zukunft zu kümmern, wie uns ein Verbandsvertreter bestätigt.

Tabuthema Hafenlogistik und digitale Wahrheiten.


HHLA-Terminals Buchardkai (vorn) und Tollerort (hinten)
Foto: HHLA / Thies Rätzke
Der Hafen steht seit der Finanzkrise 2008 unter Druck. Unter dem Dach manch einer Reederei brennt es mittlerweile lichterloh. Die Krise der Containerschifffahrt schlägt sich in den Bürgschaften für die HSH Nordbank nieder. Die weltweiten Probleme des Containergeschäfts, die hausgemachten Probleme der Elbvertiefung, die Verschiebung der Handelsströme und die Verschiebung der Produktion an dezentrale Standorte durch additiven Druck erhöhen das Risiko.

So wichtig die Logistik für Hafenstadt und Metropolregion ist, so sicher ist es zugleich, dass der wirtschaftliche Motor künftig nicht mehr in erster Linie im Hamburger Hafen schlagen wird, so sehr der Wunsch die Politik noch dominiert. Die Initiativen von "Digital Hub Logistics" über "Digital-Space Hammerbrooklyn" bis "Nationalem Maritimen Zentrum" sollten nicht dazu verleiten, die Lage zu verklären und an der einen oder anderen Stelle mit Startups zu verniedlichen.

Digitale Produktion und ein digitalisierter Hafen.

Wir haben HHLA-Chefin Angela Titzrath gefragt, ob sie sich bereits auf eine "Hamburger Hafen-, Logistik- und Produktions-AG" vorbereitet. Die Zukunft der internationalen Dienstleistungen in der Freien und Hansestadt wird mit neuen, zukunftsweisenden Technologien und damit verbundenen, industriellen Kernen einhergehen. Von der Seefahrerromantik wird außer Schiffsankern, Signalhörnern und mehr oder weniger umweltfreundlichen Kreuzfahrern nicht mehr viel bleiben.

Mit Industrie 4.0 und digitalisierten Dienstleistungen in der Logistikregion, mit 3D-Druck und digitaler Produktion am Luftfahrtstandort, mit Next Reality und digitalen Dienstleistungen in der Medienhauptstadt sowie mit E-Health und digitalen Dienstleistungen in der Gesundheitsmetropole hat unsere Stadt gleich 4 chancenreiche Wege, die Zukunft zu meistern - auch wenn viele Teilbranchen und Firmen, Mitarbeiter und Arbeitsplätze von erheblichen Umbrüchen betroffen sein werden.

Die ehrbare Zukunft der digitalen Hansestadt.


Handelskammer Innovation Campus mit HSBA
Foto: HANSEVALLEY
Der womöglich größte Schatz und die vielleicht wahre Chance der Freien und Hansestadt ist der größte Kritikpunkt der "Kammer-Rebellen": der ehrbare Kaufmann. Es geht um faires, mitmenschliches Handeln - zugleich die größte Kritik an der digitalen Plattform-Ökonomie. Die 500-jährige Tradition entwickelt sich zum Alleinstellungsmerkmal, dass durch Hardware, Software und Services nicht so leicht abgelöst werden kann.

Die Hamburger Wirtschaftshochschule HSBA lehrt ihren rd. 900 Studierenden den ethischen Grundsatz der Fairness. Damit könnte Sie neben der Vereinigung Eines Ehrbaren Kaufmanns einen entscheidenden Grundstein legen, den Hamburg als Wirtschaftsmetropole von New York und Singapur unterscheidet, als "Second City" von Barcelona und Mailand abhebt und als deutsche Metropole von Berlin, Köln und München differenziert.

Die Protagonisten in Rathaus, Kammer und Kontoren sollten sich bewusst sein, dass es in der vernetzten Welt keine schützende Hammaburg mehr gibt. Ein langjähriger Unternehmer sieht Hamburg bereits auf dem Weg in "Berliner Verhältnisse" - einer Touristenmetropole ohne zukunftsweisende Wirtschaft. Wir sollten die Fehler West-Berliner Subventionspolitiker vermeiden, und unsere Stadt mutig in die digitale Wirtschaftszukunft führen.

Dies ist eine Aufgabe engagierter Politiker in Koalition und bürgerlicher Opposition, wie in Kammern und Verbänden. Ein "Weiter so" einzelner Protagonisten aus der Internet-Hochburg vergangener Tage dürfte angesichts der zu erwartenden Sturmflut nicht ausreichen. Vielleicht ist es an der Zeit, dass eine neue Generation Pragmatiker neue Partnerschaften für ein digitales Hamburg entwickeln.


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Mittwoch, 21. Juni 2017

HANSESHIPPING: Mit dem Schiffs-TÜV vom Container-Käfer zum TEU-Tesla.

Seit 150 Jahren ist er eine Institution: Der deutsche "Schiffs-TÜV". 1867 in Rostock als Germanischer Lloyd gegründet, seit 2013 vereint mit dem Norwegischen Wettbewerber zur DNV GL Group, zu Hause u. a. in der Hamburger HafenCity. Als Klassifikationsgesellschaft gibt die weltweite Nr. 1 technische Rahmenbedingungen für die Konstruktion von Schiffen und Offshore-Anlagen heraus und überwacht die Einhaltung beim Bau. Die Besichtiger kontrollieren bei den dicken Pötten regelmäßig die Sicherheit von Schiffsrumpf bis Maschinenraum - der eigentliche "Schiffs-TÜV".

Ein Zeiten von Digitalisierung sind Drohnen, Helmkameras und Tablets auch für die Prüfer des Hamburger "Schiffs-TÜVs" selbstverständlich. DNV GL investiert jährlich 100 Mio. € in Informationstechnologien - die Hälfte davon in die Digitalisierung, betreibt eine eigene Softwareschmiede, beschäftigt in der norwegischen Zentrale sowie in Hamburg, Rostock und Berlin rd. 2.000 IT- und Softwarespezialisten und seit vergangenem Jahr 40 eigene Data Scientists für das Thema Big Data. Ein Hamburg Digital Report aus der Hafencity:


Frachter, Kreuzfahrer, Offshoreanlagen - die Prüfer vom "Schiffs-TÜV" prüfen, was geprüft werden muss. Im staatlichen Auftrag sorgen sie für Sicherheit auf den Weltmeeren. Marktführer DNV GL aus dem norwegischen Bærum hat weltweit jeden 2. Kreuzfahrer im Blick, ist Hausklassifizierer der Hapag-Lloyd, kontrolliert die dicken Pötte während ihrer 20-25 Jahre Lebenszeit im Auftrag der Flaggenstaaten, wie Antiqua, Bahamas, Liberia, Monaco oder Panama. Dabei achten immer mehr Staaten auf die Einhaltung internationaler Standards, um den zweifelhaften Ruf als "Billigflaggen" los zu werden.

Hamburger Standort der DNV GL in der Hafencity.
Foto: HANSEVALLEY
Noch ist die Prüfung eine traditionelle Angelegenheit: Ein Besichtiger kontrolliert ein Schiff in einem von 160 Häfen, checkt die ausgewählten Teile aus der Gesamtliste von mehr als 100 Prüfpunkten, schreibt ein Protokoll und überträgt die Ergebnisse in den Computer. Viel manueller Aufwand und viel Nacharbeit. In Zukunft werden die Besichtiger mit Tablet und iPhone vor Ort sein, berichtet Albrecht Grell, Executive Vice President Digital Solutions & Innovation bei DNV GL mit insgesamt 1.300 Mitarbeitern in der Hamburger Hafencity.

50 Fachprogramme und ein Dashboard für Kunden

Dabei beginnt die Digitalisierung bereits Monate vor einem Prüftermin. Anhand laufender Daten, wann ein Frachter in welchem Hafen wie lange liegen wird, schlagen die Klassifizierer einen für die Reederei optimalen Besichtigungszeitpunkt vor. So geht kein Tag mehr verloren, können die Besichtigungen über die Bühne gehen, wenn der Zeitpunkt optimal ist. Damit optimiert die international führende Prüfgesellschaft die Liegezeiten für das Schiff und kann die eigenen Besichtiger optimal einsetzen. Doch der Klassifizierer geht noch weiter:

Kosteneinsparungen für Reeder in stürmischen Zeiten

Eine Stunde Besichtigung durch DNV GL vor Ort schlägt mit stolzen 300,- € pro Person zu Buche. Mit ihrer Dauerkrise seit 2008, problematischen Überkapazitäten weltweit und dauerhaft unter Druck stehenden Frachtraten müssen sich auch die Klassifizierer überlegen, wie sie das Geschäft für die Reedereien wirtschaftlicher gestalten. Gerade für kleinere Reeder mit 5 oder 10 Schiffen sind die laufenden Unterhaltskosten ein immer stärker werdendes Problem.

DNV GL setzt in besonders kostenintensiven Fällen der Besichtigung vor Ort nun auf den Einsatz von Drohnen. An insgesamt 6 Standorten - von Hamburg bis nach Amerika - offeriert der Prüfdienst Betreibern zum "Intermediate Survey" von Schiffen mit großen und unübersichtlichen Laderäumen - wie Tankern, Massengutfrachtern und Containerriesen - einen besonderen Service.

Prüfflüge per Drohne statt Gerüstbau im Schiffsbauch

Statt für mehrere 10.000,- € ein Gerüst im Schiffsbauch aufbauen zu müssen oder einen Abseilspezialisten anzuheuern bietet DNV GL für die Besichtigung im Schiffsrumpf einen eigenen Drohnenservice an, wie das folgende Video einer fliegenden Besichtigung zeigt:




Für die Untersuchung mit herkömmlichen Mitteln kommen bei einem Tanker leicht 200.000,- € und mehr zusammen. "Posidonia 2016" ist der Anfang, mit Videotechnnik und Fernwartung Besichtigungen effizienter zu gestalten und Kunden Kosten einzusparen. In Zukunft werden womöglich Kunden mit einer Helmkamera und integriertem Zeitstempel Prüfpunkte filmen und ein Besichtiger hunderte von Meilen entfernt nimmt am Bildschirm die Bewertung vor. In Verbindung mit zahlreichen Echtzeitdaten könnte ein übergeordnetes Ziel für die Zukunft eine zustands- und risikobasierte statt eine frequenzbasierten Prüfung sein.

Bereits heute unterstützen rd. 50 Desktop-Anwendungen die Arbeit der Spezialisten im Schifffahrtsgeschäft. Im vergangenen Jahr hat der Prüfriese eine umfassende Digitalisierungsstrategie verabschiedet. Mit Mittelpunkt: Das Wissen des Schiffs-TÜVs den Kunden zur Verfügung stellen. Dreh- und Angelpunkt ist "My DNV GL" - eine zentrale Wissensplattform mit allen Schiffsinformationen auf einem Dashboard. Der seit 2007 beim Germanischen Lloyd engagierte Chefinnovator bringt auf den Punkt: "Darüber können wir uns differenzieren und neue Kunden gewinnen." 90% aller Reeder können es sich nicht leisten, ein eigenes, umfasssendes Datenmanagement zu betreiben.

35.000 dicke Pötte im Blick, 13.000 Schiffe in der Prüfung

Nicht nur bestehende, auch künftige Kunden werden für die Plattform freigeschaltet, um das Know how und die Möglichkeiten des deutsch-norwegischen Schiffsprüfers kennenzulernen. 13.000 Schiffe hat der Marktführer in der Klassifizierung, über das internationale Schiffsmeldesystem AIS rd. 35.000 Pötte weltweit auf dem Schirm. Mehr als 1.400 Schiffe von 75 Reedereien sind zudem an die hauseigene Flotten-Performance-Software "Eco Insight" angeschlossen. 10% Kosteneinsparungen verspricht der Serviceanbieter den kooperierenden Schiffsbetreibern auf seiner Homepage.




Mit "Eco Insight" bekommen Kunden seit 2015 qualifizierte Informationen zu Verbräuchen in Verbindung mit Wettersituationen, Umweltbelastungen und ein Benchmarking für das Erreichen eigener Effizienzziele im Abgleich mit Branchenstandards. Dabei berücksichtigt das Softwaresystem gemischte Flotten aus eigenen und gecharterten Schiffen, unterschiedliche Routen und Energiestandards der Vessel. Unterm Strich geht es bei dem Big Data Angebot um mehr Leistung, reduziertem Energieeinsatz und weniger Umweltbelastung.

Chancen für die Schifffahrtsindustrie durch Daten? Big!

Im besonderen Fokus der Digitalisierungsexperten in Norwegen, Deutschland und aller Welt steht jedoch die Erhebung umfassender Daten vom Betrieb betreuter Vessel und die Auswertung privater und öffentlicher Informationen mittels intelligenter Algorithmen. Dazu betriebt DNV GL eine eigene Private Service Cloud. Auf Basis der Microsoft Assure Plattform hat der Tech-Spezialist eine offene und zugleich geschützte Industrieplattform namens "Veracity" geschaffen, über die Industriespezialisten und Analysten Daten auswerten und nutzen können.





Für DNV GL geht es längt um mehr, als nur um Sicherheit in der Schifffahrt. Mit der Software-Sparte bietet der Weltmarktführer vielmehr ein umfassendes Risikomanagement in Verbindung mit einem datenbasierten Assset Management an - von Schiffsdesign und Konstruktion über das Schiffs- und Navigationsmanagement bis hin zu Energieverbräuchen und Leistungsoptimierung. Damit macht der Klassifizierer mit seinen 2.000 IT-Profis aus großen Pötten auf Käferniveau smarte große Pötte im Tesla-Style. Immer mit dieser Frage im Hinterkopf: Wie wird die Branche in 10 Jahren aussehen?

Albrecht Grell bringt es so auf den Punkt: "Es ist unsere Aufgabe, uns darum zu kümmern, Lösungen zu entwickeln. Gut zu wissen, dass es ein engagiertes Team in ein engagiertes Team in der Hafencity gibt.



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 Hamburg Digital Background: 

"Wie die Digitalisierung die Schifffahrt verändert":
www.welt.de/regionales/hamburg/article163378241/Wie-die-Digitalisierung-die-Schifffahrt-veraendert.html

DNV GL YouTube Channel
www.youtube.com/user/DNVGL

DNV GL Technologie & Innovationen
www.dnvgl.de/maritime/technologie-und-innovation/index.html

DNV GL Software-Blog
http://blogs.dnvgl.com/software/

DNV GL Software-Sparte
www.dnvgl.com/maritime/software.html


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Mittwoch, 14. Juni 2017

HANSEINNOVATION: Ein Chat Bot, der Helmut Schmidt alle Ehre macht.

HAMBURG DIGITAL REPORT

Luftschiffhallen, Luftbrücke, Lufthansa-Basis: Der Hamburger Flughafen ist Deutschlands ältester Flughafen. Heute ist der Hamburg Airport der Fünftgrößte Deutschlands und das Luftdrehkreuz im Norden: Mehr als 16 Mio. Fluggäste im vergangenen Jahr, rd. 45.000 Passagiere am Tag, ca. 65 Prozent Privatreisende. 130 Ziele verbinden Hamburg mit der Welt, darunter 14 neue Sommerreiseziele.

Neben neuen Airlines und Destinationen ist der Hamburg Airport auch in Sachen Service weit vorn: Im Jahr 2009 führte "HAM" Twitter, ein Jahr später folgt die eigene Facebook-Seite, als erster Airport folgte 2015 ein WhatsApp-Service. In diesem Jahr zündet das Innovationsteam der "Ideenfabrik" vom Hamburg Airport die nächste Stufe - mit einem der ersten Airport-Servicebots in Deutschland. Ein Hamburg Digital Report:


"Digitalvorreiter" Torben Tost
Foto: Hamburg Airport
Torben Tost ist mehr als nur ein PR-Mitarbeiter beim Flughafen Hamburg. Der Titel "Digital Communications" auf seiner Visitenkarte lässt ahnen, dass in dem 34-jährigen Wahl-Hamburger weit mehr steckt. Eingestellt wurde er 2012 als Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Durch seine Erfahrungen mit digit
alen Medien seit 2007 - u. a. bei seinem früheren Arbeitgeber Straub & Straub, die Kunden wie Elitepartner betreuten - hat er den Airport Hamburg in den vergangenen Jahren zu einem smarten Airport entwickeln können.

1. Instagram-Nutzer, 1. WhatsApp-Service eines deutschen Airports

Seit 2012 kümmert er sich der zweifache Familienvater um die Facebook-Seite und den Twitter-Kanal für den Flughafen in Fuhlsbüttel. Ein eigener Instagram- und ein YouTube-Channel mit umfassender Videothek folgen im gleichen Jahr. Im Januar 2015 wird es ernst: Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ruft das Sicherheitspersonal an den Flughäfen in Hamburg und Stuttgart in den Ausstand. An einem kalten Montag-Morgen geht es los: Stundenlange Wartezeiten an den Sicherheitskontrollen und ausgefallene Flüge sind die Folge.


Flughafen-Servicebot im FB-Messenger
Foto: Hamburg Airport
Die PR-Abteilung kommt auf eine einfache und wirkungsvolle Idee, um die genervten Reisenden zu beruhigen und zu helfen. Sie richtet einen WhatsApp-Streikservice ein. Über eine eigene Handy-Nr. können Passagiere, Angehörige und Abholer auf dem Laufenden bleiben. 1.200 Nutzer melden sich spontan für den Service an, werden von Torben Tost rund um die Uhr auf dem Laufenden gehalten. "Ich war dann 24 Stunden nonstop am Handy", berichtet der gelernte PR-Berater im HANSEVALLEY-Interview.

Ein "cooler Service" gegen erhitzte Gemüter in angespannter Lage

"Das war unsere erste Messenging-Erfahrung", zieht der PR-Profi heute eine rundherum positive Bilanz. Trotz angespannter Situation in den Terminals gibt es keine Beschimpfungen. Die Passagiere honorieren die direkte, persönliche und zudem schnelle Art und Weise zu informieren. Die in insgesamt 5 Listen angelegten WhatsApp-Nutzer "Streik 1-1.200" werden nach dem Ende wieder gelöscht. Im August des gleichen Jahres startet der Flughafen bei den Airport-Days einen neuen WhatsApp-Service: 600 User lassen sich über das Festival am Hamburger Flughafen informieren.

WhatsApp wird zum jederzeit einsatzbereiten Service des Hamburg Airport, insbesondere bei Wintereinbruch und ausgefallenen Flügen. Der Messengerdienst ist der Anfang eines kontinuierlichen Weges, den die Flughafen Hamburg GmbH im Lilienthal-Haus unweit des "Sixt-Towers" beginnt. Ein Team aus Center Management und IT sowie Marketing und Kommunikation nimmt unter dem Titel "Ideenfabrik" die kontinuierliche Beobachtung digitaler Trends auf. Vorn mit dabei: Torben Tost.

Neben Frankfurt Rhein-Main's Assistent "FRAnky" die Ersten

Auf der internationalen Entwicklerkonferenz "F8" macht eine neue Entwicklung die Runde: Das Social Network Facebook öffnet seinen Messenger für Chat Bots. Im Sommer d. J. bekommt das Ideenteam aus dem Lilienthal-Haus vom Management ein "Go", sich mit dem Thema Chat Bot professionell zu beschäftigen. Mit an Bord: Die Hamburger Tech-Agentur "Tallence Consulting". Die Geschäftsführung stellt den hauseigenen Innovatoren einen unteren fünfstelligen Betrag für das Projekt zur Verfügung.

Am Ende steht ein Servicebot als hauseigene Lösung. Die Herausforderung: Die technische Umsetzung einer einwandfreien Datenschutzerklärung. Für den Datenschutzbeauftragten des Flughafens sind die häufig nicht vorhandenen oder nur verlinkten "Terms & Conditions" aus US-Chat Bots keine akzeptable Lösung. Am Ende steht ein Bot, der mit dem Flughafeninformationssystem Hamburg verbunden ist und die Möglichkeit bietet, Informationen zu Abflügen und Ankünften zu abonnieren.

Flugplan-Auskünfte via Facebook-Chat Bot


Grafik: Airport Hamburg
Zur Social Media Week 2017 stellt Torben Tost den funkelnagelneuen Servicebot des Hamburg Airport erstmals einem breiten Publikum vor. Seit März d. J. ist der Chat Bot auf Facebook unter "HamburgAirportServiceBot" direkt erreichbar und kann in den eigenen Messenger eingebunden werden.

90% aller Anfragen beziehen sich - wie erwartet - auf Ankünfte und Abflüge. Mittlerweile sind gut 150 Fragen in den Bot eingepflegt und zur Beantwortung freigeschaltet worden. Doch 80% aller individuellen Anfragen kann auch der Servicebot des Hamburg Airport heute noch nicht beantworten. Im Live-Test mit Chatbot-Vorreiter Torben Tost haben wir zusammen ein paar Verbesserungsvorschläge einbringen können.

"Wo sind die Toiletten?" ... "Das konnte ich nicht verstehen."


Der Weg zur nächsten Toilette ist für den Servicebot noch eine kleine Herausforderung. Ebenso wie der Weg zur S-Bahn. "Der Bot muss weiter trainiert werden", gibt Torben Tost offen zu und notiert sich gleich notwendige Verbesserungen. Wir stimmen Torben Tost zu: "Natürlich wirft der Bot am Anfang viele falsche Antworten aus." Vorab-Erfahrungen mit ähnlichen Systemen gibt es nicht. Es ist praktisch ein offener Beta-Test mit aktuell gut 200 "First Movern". "Ich glaube dass das Thema automatisierte Antworten eine Zukunft hat", bringt Torben Tost die Chancen sympathisch auf den Punkt.

Dabei sammelt der Flughafen durch seinen Mut und die Bereitschaft zu Investitionen jeden Tag wertvolle Erfahrungen, die in Zukunft zu einem echten Vorteil in Sachen Service werden können. Der erfahrene Kommunikations- und Social Media Profi Tost bringt auf den Punkt: "Zur Zeit ist ein Chat Bot nur eine Ergänzung, mich zu informieren und zu kommunizieren." Dabei wissen die Innovatoren am Flughafen auch, welche Herausforderungen noch auf sie warten:

Der Chat Bot auf dem Homescreen in der Hosentasche.

Die Pflicht zur Bestätigung der Datenschutzerklärung bedeutet für einige Nutzer das Ende ihres Erlebnisses. Sie brechen das Experiment ab, bevor sie eine Antwort bekommen. Auch das Swypen durch die Navigation des Chat Bots im Messenger ist anfangs ungewohnt. Doch all das wird sich ändern: Künftig nutzen wir Chat Bots vor allem per Sprache. Für Anbieter heißt das: Mit dem Bot im Messenger sind sie auf dem Homescreen in der Hosentasche. Und da ist Feingefühl bei den automatisierten Antworten wichtig.

Der Blick in die Zukunft zeigt bereits, wohin die Reise geht. Das Stichwort heißt "Conversational Commerce". Für die Airline-Industrie kann das bei der Suche nach Fluginfos für die nächste Reise beginnen, verbunden dem Angebot einer Suchmaschine, sich das Schnäppchen gleich zu sichern, und schließlich aktuellen Airline-Services am Boden und in der Luft. Für Chat Bot-Anbieter wie Unternehmen stellt sich dabei eine Schlüsselfrage: 'Wie benutze ich in Zukunft Bots." Greifen wir auf einzelne Services zu oder gibt es neue oder erweiterte Plattformen, wie Amazon Echo oder Google Home?

Zu guter Letzt gibt "Mr. Servicebot" offen und unumwunden zu: "Wenn sich Spracherkennung durchsetzt, hilft mir die Website nicht mehr weiter." Bis dahin kümmert sich Torben Tost zusammen mit seinen Kollegen beim Hamburg Airport wöchentlich um Updates, damit der Servicebot des Flughafens noch besser wird. Auf die Frage, was dass nächste spannende Thema am Flughafen sein könnte, staunen wir nicht schlecht: Virtual Reality könnte der "Next Hot Shit" in Fuhlsbüttel werden. Doch das ist Thema für einen neuen Hamburg Digital Report.


* * *

 Hamburg Digital Backgrounds: 

Hamburg Airport Servicebot:
www.facebook.com/hamburgairportservicebot

AINO-App Freizeit Chat Bot:
http://heuteinhamburg.de/app-info/

Tourismus Bot "Käptn Fiete" (Konzept):
www.fvw.de/index.cfm?event=print.article&cid=19856&pk=171155

Hamburg Chat Bots Meetup:
www.meetup.com/de-DE/Hamburg-Chat-Bots-Meetup/

Bot-Studie der "Developer Week":
www.presseportal.de/pm/113172/3650858


Ihr Hamburg Digital Marketing _______________________________________

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Mittwoch, 7. Juni 2017

HANSEINNOVATIONS: Die Transferbeschleuniger aus dem InnovationCampus.

HAMBURG DIGITAL REPORT
Handelskammer InnovationCampus
Foto: HSBA/Daniel Sumesgutner

Der Handelskammer InnovationCampus am Adolphsplatz. Der Aufsehen erregende Neubau mit seiner Hochhausfasade im Art Deco-Stil ist seit 3 Jahren selbst eine Innovation: In der schmalen Baulücke zwischen Haspa und Deutscher Bank ist er gegenüber der spätklassizistischen Neuen Börse ein Highlight - auf nur 3 Punkten über dem U-Bahn-Tunnel der Linie 3 schwebend.

Das Green Building beherbergt neben 15 Konferenz- und Seminarräumen von HANSEPARTNER Hamburg School of Business Administration (HSBA) ein Café und eine futuristische Büroetage. In den lichtdurchflutenden Räumen im 6. Stock wird digitale Zukunft gestaltet - von der gemeinsamen Innovations Kontakt Stelle der Handelskammer und des Hamburger Senats. Ein Hamburg Digital Report:

Hamburg ist ein führender Wissenschaftsstandort in Deutschland: Mit 24 staatlichen, konfessionellen und privaten Hochschulen herrscht zwischen Alster und Elbe die höchste Hochschuldichte der Republik. Mehr als 1.600 Professorinnen und Professoren unterrichten aktuell mehr als 100.000 Studierende. Neben der Lehre ist die Forschung ein wesentlicher Bestandteil öffentlicher und privater Einrichtungen. Ihre Arbeit wird von Technologietransferstellen unterstützt.

Paragraph Eins: Jeder akquiriert seins.

Traditionelle Transferstellen, wie AWiTTHAW Transfer, HITeC oder TU Tech akquirieren im Auftrag der eigenen Hochschule, die Drittmittel einwerben muss. Dazu dienen sie der finanziellen Abwicklung von Projekten. Transferstellen fokussieren sich nicht selten auf interessante Projekte mit lukrativen Fördermitteln oder großem Prestige. Unternehmen erhalten so oft nur einen Ausschnitt der wissenschaftlichen Möglichkeiten durch die Technologietransfern vorgestellt.  

Unternehmen brauchen Innovationen - für neue Produkte und Dienstleistungen. Der Fokus ihrer Aktivitäten liegt jedoch auf dem Tagesgeschäft und der Kundenakquise. In der Regel unterhalten Firmen kaum wissenschaftliches Personal und Know how - von der Produktentwicklung abgesehen. Die Schlüsselfragen für Unternehmen drehen sich somit um den Zugriff auf externe Kompetenzen, externe Fachleute und geeignete Kooperationseinrichtungen.

Das größere Potenzial verläuft im Sand.

Für interessierte Unternehmen - von Großkonzern bis Mittelständler - keine einfache Situation. Wer hat umfassende Informationen über nützliche Technologien und aktuelle Forschungsprojekte? Gibt es Möglichkeiten der direkten Kooperation mit Forschern und Entwicklern? Und was kostet es mich als Unternehmer, mit dem Fachbereich einer Hochschule zu kooperieren? Die Unsicherheit hat eine unangenehme Konsequenz: Ein größerer Teil des Potenzials von der Wissenschaft in die Wirtschaft verläuft im Sand.

Machten die IKS 2011 möglich: Vertreter aus Wirtschaft,
Wissenschaft und Politik in Hamburg.
Foto: IKS Hamburg/Noel Hertling
Vor 6 Jahren begann man in Hamburg, es der Wirtschaft einfacher zu machen: Über die Grenzen einzelner Hochschulen und Transferstellen hinweg starteten Senat, Kammern und Hochschulen ein bis heute einzigartiges Projekt. Sie gründeten eine übergeordnete, neutrale und finanziell unabhängige Kontaktstelle für Unternehmen, die nach passenden Forschern suchen. 2004 begannen die ersten Gespräche für einen übergreifenden Wissenstransfer, 2008 wurde die erste Studie in Auftrag gegeben. 

Ein neutraler Ansprechpartner für KMU.

Als wirtschaftsnahe Einrichtung genießt die Innovations-Kontaktstelle - IKS das Vertrauen der Wirtschaft. Mit der Handelskammer und den Senatsbehörden für Wirtschaft (BWVI) und Wissenschaft (BWFG) können interessierte Unternehmen sicher sein, ein passendes Kooperationsangebot zu finden. So kommen 2/3 aller Anfragen tatsächlich aus der Wirtschaft, 75% davon zu je einem Drittel von Kleinst-, Klein- und mittelständischen Unternehmen. Sie hätten bei klassischen Technologietransferstellen kaum eine Chance. 

Bei den Anfragen geht es in alle Richtungen: von der Vermittlung fertig erforschter Themen über die Gewinnung neuer und weiterer Partner für Forschungsvorhaben bis hin zu Kooperationen für praxisnahe Daten zu aktuellen Projekten. Das Besondere: Mit Unterstützung der IKS können Unternehmen auch anonym suchen lassen, ohne dass der Wettbewerb etwas mitbekommt. Die IKS ist als Trust-Center ein Bindeglied und Beschleuniger für Technologien und ihren Transfer in die Praxis.

Von 3D-Druck über AR bis Industrie 4.0.
Das 5-köpfige Team der IKS in Hamburg.
Foto: IKS Hamburg/Noel Hertling


Die insgesamt 5 Mitarbeiter/innen sind inhaltlich aufgestellt, z. B. in
betriebswirtschaftlichen und nicht-technischen Themen oder im Bereich Schutzrechte und Patente. Von ihnen bekommen Unternehmen ehrliches Feedback und eine echte Bewertung von Transferthemen. Zu den Digitalthemen zählen u. a. der 3D-Metalldruck, der industrielle Einsatz von Augmented und Virtual Reality, künstliche Intelligenz im Bereich Machine Learning oder Assistenzsysteme für die digitalisierte Industrie 4.0.

1/3 aller Themen auf der Tagesordnung haben bereits mit digitalen Technologien zu tun. 2.700 Aufklärungsgespräche haben die Experten der IKS bislang erfolgreich durchgeführt, mehr als 750 konkrete Beratungen abgeschlossen und seit 2011 stolze 350 Kooperationen umgesetzt - vom Erstkontakt bis zur umfassenden EU-Forschung. 

Einmalig in Deutschland. Für Hamburg.

Die IKS Hamburg ist in Deutschland einmalig. In keinem anderen Bundesland gibt es vergleichbare, neutrale Ansprechpartner für Transferprojekte. Gut für die IKS. Denn sowohl Unternehmen als auch Hochschulen aus der gesamten Bundesrepublik können sich an Alois Krtil und sein Team werden. Lediglich eine kleine Voraussetzung gibt es für die erfolgreiche Vermittlung von Transferprojekten: ein Projektpartner sollte aus Hamburg kommen. Damit unsere Stadt auch weiterhin ein führender Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort bleibt.

 Hamburg Digital Background: 

Die Innovations Kontakt Stelle Hamburg:
www.iks-hamburg.de


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Montag, 5. Juni 2017

HANSESTATEMENT: Die nächste Hanse ist digital.


Die Digitalisierung verändert alles: Jeder 2. Beruf in Deutschland geht verloren. Viele DAX-Konzerne wird es nicht mehr geben. Die Blockchain ist das nächste Internet. 




Wie revolutioniert 3D-Druck den Hafenstandort Hamburg? Wie verändert autonomes Fahren die Logistikmetropole Hamburg? Wie disruptiert Blockchain den Finanzplatz Hamburg?


Sinnspruch der Hansestadt über dem Haupteingang des Hamburger Rathauses:
"Die Freiheit, die die Älteren erwarben, bemühe sich die Nachkommenschaft würdig zu hüten."
Foto: Torsten Roeder@Wikimedia, Lizenz: CC BA-SA 3.0

Aus traditionellen Spediteuren werden digitale Plattformen. Aus bekannten Containerriesen werden selbstfahrende Geisterschiffe. Aus sicheren Arbeitsplätzen werden autonome Roboter. 


Sinnschrift über dem goldenen Tor des Festsaals im Hamburger Rathaus:
"Durch Eintracht wachsen kleine Dinge, durch Zwietracht zerfallen die größten."
(Caius Sallustius Crispus Sallust, römischer Historiker, 86-36 v. Chr.)
Foto: La Laetti@Flickr, Lizenz: CC BY-NC 2.0

Wir begleiten die Wirtschaftsmetropole Hamburg auf dem Weg zur digitalen Metropole Hamburg - in Wirtschaft, Politik und Stadtleben. Denn die nächste Hanse ist digital.