Dienstag, 27. Juni 2017

HANSEFUTURE: AINO - ein "WeChat"-Bot, der Hamburg kann.

Das Team von "Heute in Hamburg" ist mit fast 180.000 Facebook-Fans eine Institution an Alster und Elbe. Die Banker der Haspa sind mit 1 Mio. Kunden ebenfalls eine Institution in der Freien und Hansestadt. Gemeinsam machen sich Startup und Sparkasse auf dem Weg, die nächste Generation mit relevanten Angeboten und attraktiven Services für sich zu gewinnen. Ein Hamburg Digital Report aus dem Innovation Lab der "Haspa Next" im Hamburger Nikolaiviertel:

Ein verregneter Juni-Tag, an der Großen Johannisstraße Ecke Börsenbrücke, Mittags um halb Eins: Kammerpräses Tobias Bergmann versteckt sich unter seinem Schirm auf dem Weg in die Mittagspause. Hier am Adolphsplatz trifft "neue" auf "alte" Generation, künftiges auf angestammtes Geschäft. Während im Finanz-Center der Haspa über Firmenkredite, Immobilienfinanzierung und Vermögensverwaltung gesprochen wird, entsteht direkt gegenüber im alten Kontorhaus "Börsenburg" die Zukunft.


Das Kontorhaus "Börsenburg" im Nikolaiviertel.
Foto: HANSEVALLEY
Der gläserne Fahrstuhl im ehrwürdigen Treppenhaus von 1908 führt in den 4. Stock, eine moderne Büroetage, 270 qm, das Zuhause der Haspa Next GmbH. An einer Bürotür ein Post-it mit der Aufschrift "Business Lab", auf dem Flur davor Verpackungen von Möbeln und Büroausstattung. An einer Wand aufgereihte Haftnotizen zu Ideen und Strategien. Es ist das Digital Innovation Lab "Haspa Next" der Hamburger Sparkasse - jenem Schwergewicht unter den Kreditinstituten von der anderen Straßenseite.

"Ein geschützter Raum, um den Wandel umsetzen zu können."

In einem Nachbarbüro wird es gerade spannend: Ein Testuser berichtet von seinen Erfahrungen mit der neuen AINO-App, dem ersten Produkt der Banktochter. Vor den Monitoren sitzt das von Team von "Haspa Next" und "Heute in Hamburg"- jenem Startup, dass von der Haspa-Tochter in nur 4 Wochen übernommen wurde und das mit kuratierten Freizeitangeboten für 18- bis 30-Jährige den Kern des neuen "Haspa-WeChats" auf dem Handy ist. 'Alles außer Banking', lautet die Devise, denn Geld abheben und Überweisungen machen kann man gegenüber und via Sparkassen-App von Star Finanz.

Es ist gerade ein paar Wochen her, da stellte das Team um HiH-Gründer Jan Becker und den bisherigen Haspa Next-Programmchef Markus Wienen in der "Erste Liebe Bar" vor mehr als 30 interessierten Journalisten, Bloggern, Influencern und Fans an der Michaelisbrücke den bankeigenen Chat Bot vor. "Das AINO-Tierchen", wie Markus Wienen nicht ohne stolz berichtet, "kann Hamburg". Und das scheint keine Untertreibung zu sein, denn mit fast 60.000 App-Usern im Monat hat der Chat Bot in den letzten Wochen seine Userzahl gegenüber der alten "Heute in Hamburg"-App rund verdoppelt.  

"Wir glauben an ein intelligentes Chat Bot-Backend."


Redaktionssitzung des AINO- und Haspa Next-Teams.
Foto: HANSEVALLEY
Die größten Hamburger Zeitungen wollten bei der Premiere nicht dabei sein. Warum nur? Vielleicht weil sie ahnen, was in der "Börsenburg" entsteht. Noch ist die Technologie nicht soweit, aber künftig sind Chat Bots eine gute Möglichkeit, Content an Nutzer zu bringen. Das fast 20-köpfige Team aus Unternehmern und Business Developern, Backend- und Frontend-Entwicklern, hauseigenen und externen Spezialisten weiss, dass es die User nicht als Versuchskaninchen verprellen darf. Deshalb bietet die App einen geführten Dialog. Künftig sollen Generation Y und Z mit der App individuell ihre Stadt entdecken können.

"Wir bauen ein hyperlokales Produkt auf", erklärt der 28-jährige Chemieingenieur, HiH-Gründer und operative Kopf Jan Becker. 'Wie komme ich von Hamm in die Schanze?', 'Wo sind geile Jogging-Strecken fernab der Alster?' und 'Welchen Food-Truck empfiehlst Du heute Mittag?`Solche und ähnliche Fragen kann AINO in Hamburg künftig beantworten - wie Alexa, Cortana oder Siri für die große, weite Welt. Zwischen 80.000 und 100.000 Nutzer der Zielgruppe kommen jedes Jahr nach Hamburg zum Studieren oder Arbeiten - und gehen auch wieder. Das ist Potenzial nicht nur für Freizeitangebote, wie Danceparties, Theaterpremieren oder Foodevents.

Guter Wunsch als Ziel: "Mach das Beste aus Deiner Zeit"

Ein Blick in die "AINO"-App zeigt, wohin die Reise geht. Neben bekannten Rubriken, wie Events und Locations fallen aktuell die Deals ins Auge. Rd. 20 Angebote sind bereits zu finden, 200 fertig verhandelt und demnächst verfügbar - vor allem lokal, online wie offline. Dazu soll es mehr Themen und Services geben, vergleichbar mit "Heute in Hamburg". Shopping und Mode stehen im Raum, genauso wie Tourismus und Mobilität oder die Karriere. "Wir arbeiten an einem neuen, digitalen Kosmos", pointiert der 39-jährige promovierte Philosoph, UX-Spezialist und corporate-erfahrene Markus Wienen. Das erinnert an "WeChat" aus China und den Klone "Kik" aus Kanada.


Das Technik-Department bei Haspa-Next.
Foto: HANSEVALLEY
Nicht verwunderlich, dass einige Platzhirsche den Braten riechen. Dabei geht es für "AINO" und "Heute in Hamburg" nicht um fette Marketing-Etats. Das Angebot aus der Börsenburg muss sich mittelfristig rechnen und selbst finanzieren, ein Profit-Center mit harten Zielvorgaben für die Bilanz des Mutterhauses ist es heute nicht. Bereits 2017 steht ein namhafter Betrag für Produkt, Entwicklung, Redaktion und Vermarktung zur Verfügung. Es erinnert an die Anfänge von T-Mobile im Sommer 1992 - fernab des Festnetzgeschäfts der Telekom. Immer im Fokus: die junge Zielgruppe zu erreichen und sich mit ihr zu vernetzen.

"Es ist faszinierend, wieviel Freiraum hier möglich ist."

Es gibt keine Akquise von Haspa-Kunden für die AINO-Services. Und deshalb müssen Partner auch keine Kunden der Haspa sein, um mit den Chat Bot-Services zu kooperieren. Der Produktfokus des Next-Teams liegt klar auf Hamburg, auch wenn es Schnittflächen zu Sparkassen-Kunden gibt. Man kann das "AINO-Universum" am ehesten mit Kommunikationsplattformen a la "WeChat" vergleichen. Die Chinesen haben mehr als 750 Mio. Nutzer, mehr als 100 Mio. davon weltweit und bieten auf ihrem Chatsystem zahlreiche Services, wie Freunde finden, Termine buchen, Bestellungen aufgeben, Online shoppen und mit "WeChat Pay" einen eigenen Bezahldienst - u. a. für 300.000 Geschäfte vor Ort. Womit wir bei der Haspa wären.

Als Nächstes will das Team alle Kernkompetenzen ins eigene Haus holen, von der Konzeption über die Softwareentwicklung bis zu Vermarktung. Dabei hat die "dgroup" als Partner mit ihren Entwicklungsressourcen und der Marketingunterstützung keineswegs ausgedient. Denn es werden neue Herausforderungen auf das "AINO-Tierchen" warten - auf dem Weg zu einem neuen Hamburger Angebot mit ganz viel Zukunft und einer neuen Chance für die Hamburger Sparkasse, mit künftigen Kunden relevant in Kontakt zu kommen und dabei Geld zu verdienen.

 Hamburg Digital Background: 

AINO Chatbot-App:
http://heuteinhamburg.de/app-info/

Heute in Hamburg:
www.heuteinhamburg.de

Bericht zur Fusion:
http://hh.hansevalley.de/2017/03/hansestartups-haspa-heuteinhamburg.html


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