Mittwoch, 26. Juli 2017

HANSESTARTUP HQLabs: "Wir revolutionieren das Projektmanagement im Mittelstand"

HAMBURG DIGITAL REPORT

Im Hamburg Startup Magazin stellen wir junge Firmen vor, die etwas Besonderes haben: eine visionäre Technologie, ein zukunftsweisendes Geschäftsmodell und engagierte Gründer. Denn die besten Startups sind HANSESTARTUPS.


Ein sonniger Freitag-Morgen in der Speicherstadt. In der alten Zollhalle des früheren Hauptzollamtes treffen sich 200 Vertreter der Hamburger Startup-, Innovations- und Förderszene. Anlass: Der offizielle Start des "Innovationsstarter Fonds Hamburg II" von Hansestadt und Europäischer Union. 12 Mio. € kann die Innovationsstarter GmbH der Hamburger Förderbank IFB in 5 Jahren in zukunftsweisende Startups investieren. Die ersten 3 Investments hat Geschäftsführer Heiko Milde bereits verkündet. Unter ihnen das Hamburger Software-Startup HQLabs.

Gründer und Geschäftsführer Tobias Hagenau strahlt an diesem Morgen hinter seinem Demopoint gleich doppelt: Das Wachstum seines 25-Mann starken Teams in der benachbarten Hafencity ist durch den Fonds gesichert. Und der Empfang der Hamburgischen Investitions- und Förderbank (IFB) bringt ihm drei spannende Kundenkontakte - mit Unternehmen zwischen 10 und 120 Mitarbeitern. Mit seinem konsequenten Kurs ist HQLabs eines der erfolgversprechenden Startups an der Elbe - und damit ein HANSESTARTUP. Denn die besten Startups sind HANSESTARTUPS:


Co-Founder Tobias Hagenau
Foto: HQLabs
Ein modernes Büro am Sandtokai - gegenüber dem neuen Coworking-Space FriendsFactory, in unmittelbarer Nachbarschaft zur Elbphilharmonie. Der 30-jährige Ingenieur Tobias Hagenau erzählt von den Anfängen seines Startups: Eigentlich wollte er Erfinder werden. Heute kümmert sich der Co-Founder von HQLabs vor allem um Marketing und Sales. Gemeinsam mit seinem TUHH-Kommilitonen und Maschinenbauer Lucas Bauche und Wirtschaftsinformatiker Nils Czernig wagte er vor 5 Jahren den Sprung ins kalte Wasser. "Wir revolutionieren das Projektmanagement im Mittelstand", stellt der zurückhaltende Unternehmer mutig fest.

"Der Mittelstand excelt sich so durchs Leben."

In einem Sommerprojekt entwickelt das Tech-Team vor 5 Jahren an der TU in Harburg ihr erstes Tool, managen die Studenten mehr als 30 Studentenprojekte mit über 100 Studenten und mehr als 1.000 Tagen Projektumfang. Über 2 Jahre wird das "MS Project in klein" erfolgreich eingesetzt. Den Pain-Point der TU-Studentenunternehmer fasst Tobias heute so zusammen: "Die Mittelstand excelt sich so durchs Leben." Doch Projektmanagement in Microsofts Tabellenkalkulation bringt einen ganzen Schwung an Herausforderungen mit: Excel ist nicht skalierbar, nicht einfach wartbar und nicht personenunabhängig nutzbar. Es muss etwas Besseres her.

Aus dem Studentenprojekt wird ein Unternehmen. Die erste Kundengruppe werden Maschinen- und Anlagenbauer - Gleich und Gleich ... Das Startup wächst mit seiner Software organisch. 2015 entschließen sich die pfiffigen Techis, ihren Vertrieb zu erweitern und neue Kundengruppen anzusprechen. Neben Maschinenbauern bieten Lucas, Nils und Tobias ihr Tool nun auch Agenturen in Werbung und Design, PR und Beratung sowie Event und Projektmanagement an. Hintergrund: Die Entscheidung zur Einführung einer Software kostet in der Industrie zwischen 6 und 12 Monaten. 2 Mitarbeiter führen jeden Tag 100 Telefonate, um das Startup am Laufen zu halten.

"Unsere Software macht alles in der Agentur ..." 


HQ-Software im Praxiseinsatz
Foto: HQLabs
In Kundengesprächen kristallisiert sich immer wieder eine Schlüsselfrage heraus: 'Wo ist das SAP für bis zu 50 Mitarbeiter?' Projektmanagement ist für viele Kunden eine wichtige Basisfunktion, doch ein weiterer Schmerz liegt im Auftragsmanagement vom 1. Kundenkontakt bis zur Abschlussrechnung. Der Bedarf für ein kleines ERP scheint genauso groß, wie für ein reines Projektmanagement-Tool. In diesem Jahr unternimmt HQLabs dann den nächsten Schritt in Richtung Zukunft: 

Die Jungunternehmer setzen ihre Software neu auf: "Jetzt machen wir Tabula rasa" bringt es Tobias Hagenau im HANSEVALLEY-Interview auf den Punkt. Über 1 Mio. Zeilen Quellcode stehen zur Disposition Das neue Projektmanagement-Tool wird als Software-Service auf Microsoft Azure im deutschen Telekom-Rechenzentrum betrieben. Als Frontend-Technologie dient AngularJS - eine moderne Programmiersprache mit optimaler HTML-Einbindung von Google. Die Developer bei HQLabs sind Teil der Community, hosten alle 2 Monate ein Meetup. Gut ein dutzend Hamburger Firmen sind mit an Board.

Tobias Hagenau ist rundherum glücklich mit dem neuen Angebot: "Unsere Software macht alles in der Agentur - außer den Kreativprozess." Mit HQLabs bekommen Kunden einen individuell als SaaS bereitgestellten Werkzeugkasten mit CRM-Tool für Angebotswesen und Projektkalkulation, Projektmanagement für Projektplanung, Ressourcenplanung, Zeiterfassung, Dateiverwaltung, Buchhaltung und Schnittstellen zur Finanzbuchhaltung. Mit der neuen Software hat das Hamburger IT-Team auch gleich sein Marketing umgestellt - von aufwendigem Direct Sales zu einem kompletten Inbound Marketing. 

 "Es gibt viele Apps. Wir sprechen über Prozesse."


HQLabs-Kundensammlung
Foto: HQLabs
3,- bis 5,- € kostet ein Feature pro Monat pro Account. So kommt man auf rd. 100,- € im Monat für ein kleines System und auf 200,- € bis zu 2.000,- € für Software-Services von 10 bis zu 60 Nutzern - der klassischen mittelständischen Agenturgröße. Obendrauf bietet das junge und doch äußerst professionell wirkende Startup professionelle Projektdienstleistungen an und rundet mit seinen "Pro-Services" das hocheffiziente Software-Spektrum mit Dienstleistungen ab. Ob Installation, Anpassungen oder Schulungen - HQLabs entwickelt sich zu einem etablierten Softwarehaus.

Für die Kunden bedeutet HQLabs heute vor allem Flexibilität und Skalierbarkeit. Brauchten Agenturen bislang zwischen 5 und 8 Tools, um einen Auftrag abzuwickeln, reichen heute 1-2 Tools im gesamten Auftragsmanagement. Tobias Hagenau fasst die Bedürfnisse so zusammen: " Es gibt viele schöne "To-Do-Apps". Wir sprechen am Ende über einen Geschäftsprozess - dafür brauche ich eine passende Software." Zu den Hamburger Agenturreferenzen gehören mittlerweile so namhafte Content- und Kreativschmieden, wie "Faktor 3" oder "Thjnk" von WPP.

Mit ihrem Investment in HQLabs hat Heiko Milde mit seinem Team bei der Förderbank IFB sicher in eines der besonders interessanten Tech-Startups an Alster und Elbe investiert - fernab von gehypten Food-Startups oder nischigen App-Services. Gut zu wissen, dass es in Hamburg so professionelle und erfolgversprechende Jungunternehmen gibt, die gleich einer ganzen Hamburger Branche richtig gut helfen können. Wir nennen diese Startups HANSESTARTUPS. 


 Hamburg Digital Background: 

HQLabs Hamburg
www.hellohq.io

Auftaktveranstaltung Altes Hauptzollamt
www.24liveblog.com/share/196982560?url=http://hh.hansevalley.de/p/hansenews.html

Innovationsstarter Fonds Hamburg II
http://innovationsstarter.com/home/innovationsstarter-fonds/




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