Mittwoch, 13. September 2017

HANSESTARTUP Cargonexx: Von Leerfahrten zum "One Klick Trucking"

HAMBURG DIGITAL REPORT

Hamburg ist die Logistikmetropole Nordeuropas und größter Logistikstandort Deutschlands. Neben dem Hafen mit Reedereien, Terminals und Dienstleistern spielt der Hinterlandverkehr eine entscheidende Rolle für den Erfolg der Logistik in Hamburg. Zu den wichtigsten Verkehrsträgern für Container auf dem Weg zu Kunden in ganz Europa zählen die Bahn und der LKW. Genau hier setzt ein junges Hamburger Startup an. Ihr Konzept: "One Klick Trucking".

"Data ist the difference" steht auf den Visitenkarten von Co-Founder Rolf-Dieter Lafrenz. Er ist einer der Köpfe hinter Hamburgs digitaler Spedition für LKW-Verkehre in ganz Deutschland. Was das junge Hamburger Unternehmen Cargonexx von anderen Speditionen unterscheidet und für wen das Startup interessant ist - ein Hamburg Digital Report:



Sorgt für volle Brummis auf Deutschlands Straßen:
Cargonexx Co-Gründer Rolf-Dieter Lafrenz
Foto: Cargonexx
Das Gespräch mit Co-Founder Rolf-Dieter Lafrenz unweit des Rathausmarktes erinnert zunächst an den Strategieworkshop einer Unternehmensberatung. Kein Wunder: Der Geschäftsführer von Cargonexx ist in erfahrener Berater: Mit seinem Unternnehmen "Schickler" unterstützt er Kunden in den Bereichen Medien und E-Commerce. Der WHU-Absolvent spricht von Rubrikenmärkten mit hohen Marken, Netzwerkmärkten mit erforderlicher Datenintelligenz und Plattformmärkten, die Kunden zusammenbringen. 

Genau hier sieht sich der Serienunternehmer mit seiner digitalen LKW-Spedition zu Hause. "Wir sammeln Daten und werten diese aus", fasst der Gründer den Kern des Geschäftsmodells zusammen Das Ziel von Cargonexx ist einfach: die besten Spotpreise für LKW-Ladungen. 500.000 Touren sind täglich auf Deutschlands Straßen unterwegs - vom vollbeladenen Brummi bis zum halbleeren Trailer. Die wichtigsten Strecken gehen aus Produktions- oder Logisitikregionen - wie Rhein-Ruhr und Hamburg - in die Konsumregionen - wie Berlin oder München. 40% aller Fahrten auf Deutschlands Straßen managen mittlerweile Betriebe aus dem Ostblock. 

Bis zu 180.000 Brummis fahren täglich leer auf Deutschlands Straßen.


Das aktuelle Cargonexx-Team in der Hamburger Altstadt
Foto: Cargonexx
Rund 30% aller LKW-Kapazitäten rollen leer über Deutschlands Straßen. Jede 4. Fahrt ist komplett ohne Stückgut, Paletten oder Paketen unterwegs, weiß Daimler aus seinen Daten. Im Schnitt fährt jeder 3. LKW auf Deutschlands Straßen leer. Das sind täglich 150- bis 180.000 Schwerlasttransporter. Neben täglichen oder wöchentlichen Linien großer Spediteure - wie DB Schenker, Fiege oder Kühne+Nagel - versuchen Transportbörsen Überkapazitäten zu vermarkten. Bislang hieß das: viele Abstimmungen und jede Menge Unsicherheit in Bezug auf Preise, Verfügbarkeit und Qualität.

"Wir machen den Spotmarkt sicher und einfach", verspricht Rolf Dieter Lafrenz im Interview. Wie beim See- und Luftspediteur FreightHub verspricht auch Cargonexx einen schnellen, einfachen und sicheren Prozess. Auftraggeber können seit Ende vergangenen Jahres per Mausklick bis zu 3 Beladestationen und 3 Entladestationen in das Portal eingeben und bekommen sofort einen Preis. Dabei geht Cargonexx wie FreigtHub als vollwertige Spedition ins Risiko und verabschiedet sich nicht mit schlankem Fuß, wie Vermittlungsplattformen. Zu den Kunden gehören die großen Speditionen, um flexibel Kapazitäten bereitstellen zu können.


Tourenvergabe per Mausklick: Die Cargonexx-Plattform
Foto: Cargonexx
Cargonexx kümmert sich um die Administration. 7 Mitarbeiter mit Speditions-Know-how sitzen an der Großen Böckerstraße zusammen mit Softwareentwicklern, Business Developern und Werkstudenten. Sie prüfen Identität. Lizenz, Versicherung und Bonität der Fahrer und Betriebe. Zur Qualitätssicherung kommen die Statusmeldungen zu Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit. Waren es am Anfang vor allem schlechte Touren, die über die Plattform vermittelt wurden, wachsen die digitalen Spediteure bei ihren Kunden Stück für Stück hoch.

Cargonexx vs. Instafreight: Kein Kleinkram, kein Milchkannendienst.

Längst gehören nicht nur Last-Minute-Touren zum Geschäft. Die Nachfrage entwickelt sich vom Spotmarkt in Richtung wöchentlich regelmäßiger Linientouren, z. B. für einen Großhändler von Lebensmitteln und Tabakwaren. Eine Recherche der digitalen Speditionen zeigt: Neben Cargonexx tummelt sich ebenfalls seit 2016 das vom Berliner Company-Builder Rocket Internet hochgezogene Startup Instafreight in Deutschlands Schwerlasttransport. Während die Berliner alles ab 1 Palette von A nach B bringen, spezialisieren sich die Hamburger auf Aufträge ab 3 Tonnen bzw. 3 Lademetern.

Um nicht von einer Milchkanne zur nächsten schleichen zu müssen, werden keine Regionaltransporte unter 100 km angenommen. Das Hamburger Startup arbeitet zudem mit Importunternehmen und Umschlagdiensten zusammen und organisiert für sie die LKW-Transporte. Mittlerweile haben sich auf der Hamburger Plattform mehr als 500 Speditionen als Auftraggeber registriert. Dazu kommen rd. 2.300 Transportdienstleister, wie Trucker und Frachtführer. 


LKW-Abfertigung am HHLA-Terminal Buchardkai (CTB)
Foto: HHLA / Thies Rätzke
Für die LKW-Betreiber bietet Cargonexx unterm Strich eine höhere Auslastung, eine schnelle Bezahlung und höhere Planbarkeit. Über die digitalen Spediteure aus der Hamburger Altstadt können Trucker unterwegs an Board ihre Anschlusstouren planen und so die Leerfahrten reduzieren. Schon in einem Jahr will das junge Statup zwischen 10 und 20 Tonnen jeden Monat über Deutschlands Straßen schicken und dabei über Echtzeitpreise mittels des eigenen Preisalgorhythmus flexible Angebote unterbreiten können und die Auslastung der Brummis auf Deutschlands Straßen optimieren. 





   Hamburg Digital Background: 

Hamburgs digitale LKW-Spedition Cargonexx
www.cargonexx.de

Berlins digitale LKW-Spedition Instafreight
www.instafreight.de

Deutschlands erste Seefracht-Spedition FreightHub
www.freighthub.com


Ihr Hamburg Digital Marketing _____________________________________________


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