Mittwoch, 18. Oktober 2017

HANSESTARTUPS: Hamburgs Logistik-Startups digitalisieren die Handelsschifffahrt.


HAMBURG DIGITAL REPORT

Digitale Verschiffung von Containern und Paletten nach Asien, Nord- und Mittelamerika, digitale, vertrauenswürdige Dokumente für die weltweiten Handelsrouten, ein digitales Logbuch für Crew und Reederei und digitales Recycling in die Jahre kommender Handelsschiffe: Die Digitalisierung ist in der internationalen Logistik angekommen - und der Digital Hub Logistics Hamburg ist Herz der Logistik 4.0 in Deutschland. 


Digital Hub Logistics Hamburg im Mindspace am Rödingsmarkt
Foto: HANSEVALLEY

Fernab von gehypten Fahrradanhängern für das "Smorland" und Paketdepots in fremden Hausfluren hat sich an der Elbe eine junge digitale Logistik-Szene entwickelt. Mit Blockchain-Technologie, Plattform-Modellen und digitalisierten Dienstleistungen erobern Startups nationale und internationale Märkte. Ein Hamburg Digital Report aus dem Herzen der Digitalen Logistik-Szene am Rödingsmarkt:

Hamburg, im 2. Stock des Alten Klöpperhauses: Hier im Mindspace hat der Digital Hub Logistics mit 32 Arbeitsplätzen seit Anfang August d. J. seine Arbeit aufgenommen, wurde des Zentrum der Digitalisierung in Logistik, Hafen und Schifffahrt Ende August d. J. von Wirtschaftssenator Frank Horch mit großer Resonanz von "DPA" über "Die Welt" bis zur "Süddeutschen Zeitung" eröffnet. Es ist der nächste Schritt in der Digitalen Transformation - die Disruption der Hamburger Leitbranche. Vorn mit dabei: 5 smarte Startups für die Welt der Logistik.

Im Großraum des Digital Hub Logistics Hamburg im ehemaligen Klöpper-Handelskontor arbeiten sie an Ihren Geschäftsmodellen, bauen Businessportale und vernetzen sich mit etablierten Playern aus Hafen und Logistik. Karl-Heinz Piotrowski leitet den neuen Innovationshub im Auftrag der Logistik-Initiative Hamburg. Immer mehr Veranstaltungen kommen an den Rödingsmarkt, z. B. der  "ITS Hackathon Hamburg" mit der Open Data Initiative der Deutschen Bahn und das neue Logistik-Meetup der "Eisbein-Startups" - zusammen mit der Vereinigung Hamburger Schiffsmakler.

HANSEVALLEY stellt mit dem Hamburg Startup Magazin HANSESTARTUPS heute die ersten 5 spannenden Logistik-Startups im Digital Hub Logistics Hamburg vor.


Blocklager im Container Terminal Buchardkai (CTB)
Foto: HHLA / Thies Rätzke

Chainstep - Die Blockchain-Realisierer

Chainstep ist eine junge Beratungsfirma, die das Know how rund um die Blockchain in die reale Wirtschaft bringt. Die Basistechnologie ist immer dann interessant, wenn mehrere Teilnehmer mit unterschiedlichen Interessen an einem Prozess beteiligt sind. Chainstep zeigt in Schulungen und Workshops, warum Blockchain die Geschäftswelt verändern wird und welche Schritte notwendig sind, damit Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit durch Einsatz der Technologie steigern und neue Geschäftsmodelle nutzen können. www.chainstep.com

Clinch Logistics - Die digitale LATAM-Spedition

Clinch Logistics ist die digitale Spedition für Mexiko sowie für Mittel- und Südamerika. Die digitale Plattform löst das Problem langsamer Preisanfragen und ermöglicht Buchungen online und in Echtzeit. Hinter Clinch steht ein von Logistikern erstelltes Data-Warehouse sowie eine voll digitale Onlineplattform für Kunden in See- und Luftfracht. Ein ausgeklügelter Matching-Algorithmus sorgt für schnelle und verlässliche Auskünfte und ein verbindliches Angebot des digitalen Spediteurs inkl. aller Leistungen, über die Plattform einen Transport buchen zu können. www.clinchlogistics.com

Demogate - Die digitalen Schiffs-Recycler

Demogate ist der digitale Schiffs-Recycler und der erste digitale Schiffsmakler. Mit jahrelangen Erfahrungen im An- und Verkauf von Handelsschiffen setzt Demogate am Kern an und bietet einen transparenten Auktionsmarktplatz für verantwortungsvolles Schiffsrecycling. Das Startup bietet ein Online-Auktionstool zur Preisfindung inkl. eines Vergleichsmechanismusses weltweit verfügbarer Verschrottungsplätze. Die Onlineplattform unterstützt mit transparenten Marktinformationen und einem digitalen Dokumentenmanagment. www.demogate.com

FreightHub - Die digitale Asien-Spedition

FreightHub ist die digitale Spedition für die Handelsrouten Asien-Europa und Trans-Atlantik. Das Startup bietet sofortige Quotierung, Buchung und Sendungsverfolgung für den Container- und Palettentransport, inklusive Vor- und Nachlauf von Tür zu Tür. Um Echtzeitangebote zu generieren, hat die Vollspedition einen eigenen Such- und Routenoptimierungs-Algorithmus entwickelt, der in Echtzeit auf alle erforderlichen Daten zugreift. Der Kunde kann aus ca. 150 Möglichkeiten auswählen. www.freighthub.com

NautilusLog - Das digitale Logbuch

NautilusLog ist das digitale Logbuch. Die Lösung bietet eine offene Plattform zum Anschluss weiterer Dienstleister in der Schifffahrt. Der Vorteil der App-basierten Lösung liegt in einfacher Integration und sofortiger Einsatzbereitschaft an Board. NautliusLog unterstützt kleine Reeder ohne eigene IT ebenso, wie große Reeder mit eigener Infrastruktur. Durch Anbindung an vorhandene IT-Systeme wird eine optimierte Einsicht in den Kraftstoffverbrauch und die CO2 Emissionen der Schifffahrt erreicht. www.nautiluslog.com


Die zentrale Lobby des MINDSPACE Hamburg im 1. Stock
Foto: Mindspace

Vom Digital Hub zum Digital Campus Co-Living


Eine aktuelle Projektarbeit von acht Masterstudenten der "Nordakademie" zusammen mit der Logistik-Initiative Hamburg fand heraus: Für Logistik-Startups ist eine kompetente Beratung in Produkt-, Patent- und Finanzierungsfragen besonders wichtig. Um die Attraktivität der Startups für neue Mitarbeiter zu erhöhen, schlagen die Hamburger Absolventen eine Weiterentwicklung des "Digital Hub Logistics Hamburg" zu einem "Digital Campus Logistics" vor - einschließlich Co-Working und Co-Living.

Die Studenten machten in ihrem gemeinsamen Projekt deutlich, dass die Maßnahmen nur erfolgreich sein werden, wenn die Positionierung, die Produkte und der Absatz der Logistik-Startups intensiv gefördert werden. Denn nur so können die Startups im "Digital Hub Logistics Hamburg" zum starkem internationalem Wettbewerb aufschliessen. Das Hamburg Digital Magazin leistet gern seinen Beitrag dazu.

Veranstaltungshinweis:

Die Premiere des "Eisbein-Startups"

Am 1. November d. J. laden die Logsitik-Startups im Digital Hub Logistics Hamburg zusammen mit der Vereinigung Hamburger Schiffsmakler und Schiffsagenten zur Premiere des Startup-Meetups "Eisbein-Startups" in den Logistik-Hub an den Rödingsmarkt ein.

Einen Abend lang netzwerken Gründer, Techis und Marketer von Startups mit Geschäftsführern, IT'lern und Innovationsmanagern von Corporates aus Hamburg, Deutschland und aller Welt im Mindspace Hamburg - darunter Reedereien und Schiffsmakler, Transporteure, Logistiker und Mobilitätsanbieter.

Hintergrund: Anfang November treffen sich Schiffsmakler, Schiffsagenten und Reeder aus aller Welt zum mittlerweile 69. "Eisbein-Essen" in Hamburg. In der gesamten "Eisbein-Woche" vernetzt sich die Schifffahrtsbranche an der Elbe mit Kunden, Partnern und dieses mal auch mit Hamburgs Logistik-Startups im Digital Hub Logistics Hamburg.

Premiere der "Eisbein-Startups"
Startups meet Corporates - Logistics meet Digital
Mittwoch, 1. November 2017, 18.00 Uhr, Mindspace Hamburg, 2. OG
Anmeldung über Eventbrite hier!


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 Hamburg Digital Background: 

Logistik-Startups im Digital Hub Logistics Hamburg:
www.digitalhublogistics.hamburg

Chainstep - Die Blockchain-Realisierer
www.chainstep.com

Clinch Logistics - Die digitale LATAM-Spedition
www.clinchlogistics.com/

Demogate - Die digitalen Schiffs-Recycler
www.demogate.com

FreightHub - Die digitale Asien-Spedition
www.freighthub.com

NautilusLog - Das digitale Logbuch
www.nautiluslog.com

Potenziale für Logistik-Startups im Digital Hub Logistics Hamburg

www.hamburg-logistik.net/presse-und-news/news/detail/potentiale-der-start-up-szene-fuer-das-digital-hub-logistics-identifiziert/?cHash=ef47926c06e91027a6a7f22a2b29bb7b

Sonntag, 15. Oktober 2017

HANSEPERSONALITY Jens Assmann: So lange wir das "Beamen" nicht erfunden haben, brauchen wir physische Transportmittel.

HAMBURG DIGITAL INTERVIEW

Design Thinking, Digitalisierung, Transformation: Der Reeder fragt ich bei diesen Buzzwords: 'Was soll ich damit?' Und der Spediteur wundert sich: 'Seit wann kann man Container beamen?' Bei aller hanseatischen Zurückhaltung tut sich dennoch etwas zwischen Alster und Elbe: Ein Campus, ein Hub und ein Lab wollen der Logistik in die Zukunft verhelfen, ebenso, wie ein Netzwerk, ein Testfeld und diverse Runden.

Die Digitalisierung ist an Kaimauern, Terminals und Blocklagern angekommen. Die ersten fünf Startups haben den Digital Hub Logistics Hamburg bezogen. Etablierte Player laden zu Workshops und Meetups, um den Anschluss nicht zu verpassen. Mittendrin: die Handelskammer Hamburg mit dem langjährigen Kenner und Leiter Verkehr, Hafen und Schifffahrt. Unser HANSEPERSONALITY ist Jens Assmann:

Gehen wir gleich in die Vollen: Wo sehen Sie als langjähriger Kenner von Schifffahrt, Hafenwirtschaft und Logistik die besonderen Chancen als auch die speziellen Herausforderungen durch die Digitalisierung von Dienstleistungen und ganzen Geschäftsbereichen?

Die etablierten Unternehmen müssen sich darauf einstellen, dass ihre Geschäftsmodelle von Firmen herausgefordert werden, die bislang nicht zu ihren klassischen Konkurrenten gehören. Ein Start-up in der Logistik muss nicht zwingend aus dem Güterverkehr kommen, um diesen revolutionieren zu wollen.

Dadurch, dass vor allem die maritime Logistik sehr auf B2B-Beziehungen und weniger B2C-Kontakte ausgerichtet ist, sind sie bislang noch nicht so im Visier der Transformation durch Branchenfremde gewesen. Eines ist aber klar: „Lange Lunte, großer Knall“ - wie es eine Deloitte-Studie für die Logistik genannt hat - heißt zwar, dass man eine längere Vorwarnzeit als z. B. die Medienbranche hat, es bedeutet aber auch, dass der „Knall“ folgen wird und der „Digitalisierungs-Kelch“ an dieser Branche nicht vorüber geht.

Laut ihrem Hamburger Logistikbarometer sind die Hamburger Logistikunternehmen bereit, ihre Prozesse zu digitalisieren, hoffen aber darauf, dass der Kelch an ihren Dienstleistungen vorbeigeht. Was haben Kammer und Verbände versäumt, um Hafen und Logistik frühzeitig einzustimmen?

Sie sind durchaus eingestimmt. Wenn man über Digitalisierung redet, sind aber drei Ebenen zu unterscheiden: Digitalisierung von Prozessen, Digitalisierung von Produkten und Dienstleistungen und schließlich die Digitalisierung des Geschäftsmodells. In der Logistik gibt es noch zahlreiche Prozesse, die nicht vollständig digitalisiert sind und Medienbrüche aufweisen. Mit dieser Einstiegsebene der Digitalisierung haben sich viele Firmen schon vor etlichen Jahren auseinandergesetzt, andere haben ihn noch vor sich. Das Erstellen neuer Produkte und Dienstleistungen, die durch digitale Transformation ermöglicht werden, ist schon anspruchsvoller. 


Die Königsdisziplin ist dann die Digitalisierung des eigenen Geschäftsmodells, quasi die Disruption von innen. Es gibt einige interessante Beispiele, bei denen große Firmen selbst ein Startup gründen. Wenn es gut läuft, bekommt es große Freiheiten und das Team kann ohne die „Legacy“ der Firma innovativen Ideen freien Lauf lassen. Am Ende des Tages muss man aber auch festhalten, dass wir, solange wir das „Beamen“ nicht erfunden haben, zum Transport von Gütern auch weiterhin „analoge“ und physische Transportmittel und Wege benötigen und Digitalisierung nicht alles auf den Kopf stellen wird.

Der Verband Deutscher Reeder lädt zu einem Blockchain-Workshop ein, die Vereinigung Hamburger Schiffsmakler wird während der "Eisbein-Woche", im Digital Hub Logistics Unternehmen mit Startups vernetzen. Was werden Sie künftig unternehmen?


Gerade in diesem Jahr haben wir unsere Aktivitäten zur digitalen Transformation der Logistik in der Handelskammer deutlich ausgebaut. Bereits im Mai haben wir die fünf Hamburger Güterverkehrsverbände zu einem Workshop eingeladen, um gemeinsam über die raschen Veränderungen durch Digitalisierung im Markt zu sprechen. Im Juli haben wir dann eine große Veranstaltung zum Thema durchgeführt, bei der u.a. Frau Titzrath für die HHLA und Herr Dr. Rodi für Kühne+Nagel darüber berichtet haben, wie sich ihre Firmen auf die digitalen Transformation einstellen. 

Die Frage, ob die Blockchain-Technologie Lieferketten revolutioniert, haben wir dann in einer Veranstaltung im September erstmals diskutiert. In der kommenden Woche steht eine branchenübergreifende Delegationsreise unserer Handelskammer zu den Disruptoren ins Silicon Valley an und für 2018 planen wir bereits weitere Digitalisierungsveranstaltungen.

Der Chief Digital Officer der HPA - Dr. Sebastian Saxe - lädt auf HANSEVALLEY alle Player im Hafen - inkl. DAKOSY und HHLA - ein, die gewaltigen Herausforderungen der Digitalisierung im Schulterschluss zu meistern. Wie stehen Sie zu dem Vorschlag?

Die Logistikstandort Hamburg hat gerade mit seiner einmaligen Kompetenz im maritimen Bereich die Chance, ein Taktgeber der Digitalisierung zu werden. Ein Zusammenspiel der Hamburg Port Authority mit ihrer Zuständigkeit für die Digitalisierung der Hafeninfrastruktur mit den Firmen entlang der Wertschöpfungskette, die sich um die Digitalisierung der Prozesse beim Transport von Gütern kümmern, existiert bereits und sollte weiter intensiviert werden. 

Warum sollte sich Hamburg nicht zum Ziel setzen, der erste Standort in der Welt zu sein, der seine maritime Lieferkette als Prozess nicht nur digitalisiert, sondern komplett auf der Blockchain abbildet?

Dr. Alexander Geisler, Geschäftsführer der Hamburger Schiffsmakler und -agenten, fordert auf HANSEVALLEY eine stärkere Verbundausbildung, um dem Nachwuchs die ganze Bandbreite der durch die Digitalisierung zersplitterten Berufe zu vermitteln. Was werden Sie unternehmen?

Wir haben die maritimen Spitzenverbände in der letzten Woche zu einem Auftaktgespräch zu den Auswirkungen der Digitalisierung auf maritime Berufsbilder eingeladen. Es geht darum, dass wir uns vor Augen führen, was sich bei dualen Berufen wie dem Schifffahrtskaufmann oder dem Kaufmann für Spedition und Logistik verändern wird und diskutieren, wie wir dies in die Berufsbilder einbringen wollen. Ende November wird es dann einen branchenübergreifenden Roundtable in unserer Handelskammer geben, der eine große Konferenz zur digitalen Transformation der Arbeitswelt für 2018 vorbesprechen wird.

Hamburgs "Kammer-Digitalisierer" und HSBA-Hochschulchef Uve Samuels fordert in seinem aktuellen Buch "Das Kapital 4.0" eine digitalisierte Kammer als Netzwerk für die Zukunft der deutschen Wirtschaft. Was sagen Sie zu dieser mutigen Forderung?

Ich finde das spannend. Die zentrale Frage lautet: Was macht eine solche digitale Handelskammer für ihre Mitglieder besser, schneller, effektiver? Wie fördert sie den Erfolg der Unternehmen im Kontext der Digitalisierung optimal? Um das herauszuarbeiten, haben wir in der Handelskammer das umfassende Digitalisierungsprojekt "Digital Voraus" gestartet und stellen dabei unsere Prozesse und Angebote grundlegend auf den Prüfstand.

Unsere Hamburg-Frage an Sie: Es gibt zahlreiche Initiativen zur Digitalisierung, wie den "Digital Hub Logistics Hamburg", den "Hammerbrooklyn Digital Campus" und das geplante "Deutsche Maritime Zentrum". Was wünschen Sie sich von der Stadt, damit die Initiativen erfolgreich sind?

Das ist ein Thema, das mich sehr umtreibt. Neben den genannten Initiativen gibt es noch das "Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum Hamburg" in der Handelskammer, das sich ebenso mit Logistik beschäftigt, das Netzwerk rund um die Bewerbung Hamburgs für den ITS-Kongress sowie das "Digitale Testfeld Hamburger Hafen" vom Bundesverkehrsministerium. So schön es ist, dass viele virtuelle und physische Plattformen zur Logistik entstehen, so sehr müssen wir darauf achten, dass Schnittstellen zwischen den Plattformen definiert werden. 

Für den Kunden dieser städtischen und privaten Angebote sollte schnell ersichtlich sein, welche Kernkompetenz angeboten wird und was die Unterschiede sind. Hamburgs Ziel muss es sein, dass diese Plattformen Etablierte und Start-ups zusammenbringen, damit ein organisiertes und ständiges Herausfordern und in Frage stellen stattfindet. Wenn das gelingt, werden die nächsten digitalen Logistikinnovationen aus Hamburg kommen.


Vielen Dank für die offenen Antworten!
Das Interview führte Thomas Keup.


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 Hamburg Digital Background: 

HANSEPERSONALITY Dr. Uve Samuels:
Blockchain ist unsere Chance!

HANSEPERSONALITY Dr. Sebastian Saxe:
Erfolgsfaktoren für Digitalen Hafen und Digitale Stadt

HANSEPERSONALITY Dr. Alexander Geisler:
Probleme vor Ort lassen sich selten in einen digitalen Prozess fassen.

01.11.2017: "EISBEIN-STARTUPS" - Logistics meets Digital
www.eventbrite.com/e/eisbein-startups-logistics-meets-digital-tickets-38800888502

Handelskammer Hamburg: Logistikbarometer 2017

Mittwoch, 11. Oktober 2017

HANSESTARTUPS: "Digital Dudes" treffen "Röntgen-Riese" im Health Innovation Port.

HAMBURG DIGITAL REPORT


Philips-Zentrale in der Röntgenstraße
Foto: HANSEVALLEY
Heute Abend ist es soweit: Auf dem Werksgelände von Philips an der Röntgenstraße in Fuhlsbüttel eröffnet der neue Health Innovation Port "HIP" offiziell seine Pforten. Unter den Ehrengästen des Openingevents für Wirtschaft, Wissenschaft, Startupszene und Medien: Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz, Philips-CEO Peter Vullinghs, Techniker Krankenkassen-Vorstand Karen Walkenhorst sowie Ex-Fußballprofi Marcel Jansen.

HANSEVALLEY hatte die Gelegenheit, bereits vor der offiziellen Eröffnung hinter die Kulissen der 550 qm großen Co-Working- und Event-Area zu schauen, mit ausgewählten Startups des seit Frühjahr arbeitenden Healthcare-Innovationshubs zu sprechen und einen eigenen Eindruck des Startup-Standorts von Philips, Techniker Krankenkasse & Co. zu gewinnen. Ein Hamburg Digital Report:

Hamburg-Fuhlsbüttel, Röntgenstraße 24. Am Produktionsstandort von Philips werden seit fast 100 Jahren Röntgengeräte gefertigt, arbeiten rd. 3.000 Mitarbeiter in Forschung, Entwicklung und Produktion sowie Vertrieb, Marketing und Kommunikation. Mittendrin das unscheinbare Haus "P". In den 6 Meter hohen Hallen werden u. a. Durchleuchtungsgeräte gefertigt. Im 4. Stock direkt neben einer Fertigungshalle ist die Zukunft eingezogen - der Health Innovation Port "HIP".

"Be HIP" leuchtet es in überdimensionalen Lettern an der Rückwand des großzügigen und lichtdurchfluteten Coworking-Space. 8 Startup-Teams sind als erste Mieter seit März d. J. zu einem symbolischen Mietpreis bei Philips und Co-Founder Techniker Krankenkasse eingezogen. 6 Monate dauert die Schnupper- und Testphase zwischen "Digital Dudes" und "Röntgen-Riese". Insgesamt 8 Mitarbeiter betreuen im Auftrag der Geschäftsführung von Philips in der DACH-Region den spannenden Technologie-Nachwuchs.

Startups über ganze Bandbreite des Gesundheitswesens

Der Health Innovation Port für Healthcare-Startups
Foto: Philips
Die Palette der Jungunternehmen ist so breit, wie das gesamte Gesundheitswesen. Aktuell im Innovation-Port dabei: die AR-OP-Unterstützung "ApoQlar", der Patienten-Chatbot "Clucare", die Phobien-Bekämpfer von "Don't be afraid", das Krebspatienten-Netzwerk "Don't be patient", die Röntgenbild-Auswerter "Jung Diagnostics", die 3D-Prothesen-Drucker von "Mecuris", die Logopädie-App "Neolexion" und die Klinik-Behandlungssoftware "360 Grad Medical". Eine spannende Mischung auch für den Co-Founder Techniker Krankenkasse.

Die TK hat Ihrerseits die ersten Startups in den Innovation-Port geschickt. Darunter ist das 3D-Prothesen-Startup "Mecuris". Im "HIP"-eigenen Makerspace hinter der Coworking-Area können die vielfachen Award-Gewinner an den bereitgestellten 3D-Druckern neue Prototypen entwickeln. Orthopädie-Mechaniker erheben die individuellen Patientendaten, diese werden im Computer zu 3D-Daten umgewandelt. Das Ergebnis ist eine perfekte Prothese.

Das Besondere im Philips Innovations-Programm: Die Startups werden unabhängig vom Entwicklungsstand ausgesucht, eine Verbindung zu bestehenden Philips Produkten und Services gibt es nicht, eine strategische Selektion findet nicht statt. Vielmehr geht es um Offenheit und Professionalität. 'Passt es von den Leuten?' und 'Passt es zu unseren Themen?' sind laut Startup-Managerin Silvana Hansmann die Entscheidungskriterien. Schließlich geht es um neue Ideen und Möglichkeiten für die Zukunft.

MRT-Bilder in 3D mit der "HoloLens" live im OP

Gesundheitssenatorin Prüfer-Storcks bei ApoQlar im "HIP"
Foto: Philips
Für das Team des Augmented Reality-Startups "ApoQlar" ist der Tag unseres Besuchs ein ganz Besonderer: An diesem Vormittag soll die OP-Unterstützung "Virtual Surgery Intelligence" (VSI) erstmals in einem Hamburger Krankenhaus im Rahmen einer Operation live getestet werden. So sollen Gehirnoperationen mittels MRT-Bildern in 3D besonders präsize durchgeführt werden können, z. B. zur Behandlung von Epilepsiepatienten. Anfang September d. J. hatten Oberärzte dreier Hamburger Kliniken den Einsatz von MRT-Bildern in 3D mittels "HoloLens" erstmals getestet.

Bis zum Jahresende soll die OP-Unterstützung marktreif sein. Marketing-Leiterin Nadja Parfenov bestätigt im Interview die besonderen Chancen durch die Zusammenarbeit im Health Innovation Port: "Philips ist ein starker Partner." Insbesondere bei rechtlichen Themen, wie der Zulassung als Medizinprodukt, und beim Marketing erhofft sich die junge Mannschaft um Gründer Silko Pelzl und dem Hamburger Chirugen Dr. Hans-Jürgen von Lücken aktive Unterstützung durch die Experten von der Röntgenstraße.

Event im Health Innovation Port
Foto: Philips
Das Philips-Team im Health Innovation Port berät bei allen wichtigen Schlüsselthemen - wie der Genehmigung von Medizinprodukten -, öffnet Türen zu geschlossenen Branchenevents, unterstützt mit Mentoren aus dem globalen Firmennetzwerk, hilft bei der Vernetzung mit potenziellen Partnern, vermittelt bei Bedarf passende Investoren und sorgt gemeinsam mit den Partnern für eine Chance, neue Produkte und Services im hoch regulierten Gesundheitsmarkt zu entwickeln und zu platzieren.

Heute Abend feiern führende Vertreter aus Gesundheitswirtschaft, Wissenschaft und Politik aber erstmal den erfolgreichen Start des neuen Branchenhubs für die Zukunft der Gesundheitswirtschaft an Alster und Elbe. Das Hamburg Startup Magazin HANSESTARTUPS berichtet vor Ort.

 Hamburg Digital Background: 

"Health Innovation Port" von Philips und Techniker Krankenkasse

TK-Accelerator der Techniker Krankenkasse

Sonntag, 8. Oktober 2017

HANSEPERSONALITY Dr. Uve Samuels: "Blockchain ist unsere Chance!"

HAMBURG DIGITAL INTERVIEW

Hamburgs Wirtschaft wird digital: der Digital Hub Logistics Hamburg, ein Hammerbrooklyn DigitalCampus, ein Nationales Maritimes Zentrum, der Philips Health Innovation Port. Dazu die Kooperation der Entrepreneurship Universität Leuphana mit der Technischen Universität Hamburg und: die digitale Wirtschaftshochschule HSBA am Adolphsplatz. 


"Kammerdigitalisierer" Dr. Uve Samuels.
Foto: HSBA / Hinrich Franck
In Handelskammer, City- und InnovationCampus packt ein Mann die Chance an und gibt mit seinem Engagement in Kammer und Hochschule Impulse für die digitale Zukunft. Mit "Kapital 4.0" hat er seine Motivation, sein Engagement und seine Vision für Hamburg und Deutschland 4.0 in einem spannenden Buch auf den Punkt gebracht. Unser HANSEPERSONALITY ist Autor, Hochschulleiter und Kammerdigitalisier Dr. Uve Samuels:

ZUR PERSON:

Du bist Geschäftsführer der Wirtschaftshochschule HSBA in Hamburg. Eigentlich müsstest Du nicht unbedingt zum Vorreiter der digitalen Wirtschaft in Deutschland werden? Was hat Dich dennoch dazu bewogen, einen konsequent digitalen Kurs einzuschlagen?

Vielleicht müsste ich gerade Vorreiter sein … Wenn eine Wirtschaftshochschule nicht den digitalen Wandel angeht, wer dann? Der Impuls ist bei einem Vortrag von Kai Diekmann, dem ehemaligen Chefredakteur der Bild-Zeitung gekommen, der uns von seinem einjährigen Aufenthalt in Silicon Valley berichtet hat. Da ich selbst Informatiker bin, war der Schritt für die HSBA naheliegend.


Du hast Dich entscheiden, als Praktikant im Axel Springer-Accelerator "Plug and Play" zu arbeiten und begonnen, die gesamte Hochschule auf Digitalisierungskurs zu trimmen. Wie würdest Du Dich selbst einschätzen? Bist Du ein verspielter "First Mover"?

Verspielt sollte man tatsächlich sein. Das hilft, um sich auf neue Techniken und Methoden einzulassen. Als Praktikant lernt man von ganzen unten die neuen Modelle kennen. Eine spannende Perspektive mit tollen Erkenntnissen.


Du bist Ingenieur, Informatiker und Betriebswirt. Du hast umfangreiche Erfahrungen auf Bundesebene, in Kammer und Hochschule. Welche Erfahrungen helfen Dir heute am Meisten auf Deiner Reise ins digitale Deutschland?

Es ist tatsächlich die Verknüpfung der drei „Denkschulen“. Ich trage Interdisziplinarität in mir. Das hilft doch sehr. Gleichzeitig nehme ich meine Bewertung nicht mehr so wichtig. Der Kunde muss die Lösungen gut finden.

ZUM STATUS QUO:

Du glaubst, dass "Deutschland 4.0" es schaffen kann und ein neues, digitales Wirtschaftswunder möglich ist. Wenn wir uns die Fakten zu digitaler Bildung, Infrastruktur und Geschäftsmodellen ansehen, können wir doch eigentlich nur heulen?

Geheult wird gelegentlich schon. Das bringt uns aber nicht weiter. Wir haben sicher keine gute Ausgangsposition. Viele Jahre haben wir verschlafen. Jetzt müssen wir aber nach vorne gehen.

Wir leben im "GAFA"-Zeitalter von Google, Apple, Facebook und Amazon. Ihre Online-, Mobile- und Social-Plattformen dominieren durch die Datenhoheit weite Teile von Marketing und Vertrieb. Ist es nicht verrückt, ihr Modell in Frage zu stellen?

Die "GAFAs" sind nicht unverwundbar. Sie sind sehr dominant. Mit Blockchain werden jetzt alle Spielregeln des Wettbewerbs geändert. Aus zentral wird dezentral. Das ist die einmalige Chance.

Das Buch basiert auf Deinen Erfahrungen beim DIHK, in der Handelskammer Hamburg und der mit ihr verbunden Hochschule HSBA. Ist es nicht zu kurz gesprungen, die digitale Zukunft auf der Pflichtvertretung der gewerblichen Wirtschaft aufzubauen?

Das ist sicher nur der erste Schritt. Aber die Netzwerkvorteile der Kammern sind schon wichtig. Sie sorgen für die Vernetzung in der gesamten Wirtschaft. Weitere Schritte müssen aber folgen.

ZUR KAMMER:

Als Projektleiter Digitalisierung der Handelskammer Hamburg hast Du Dir einen nicht ganz einfachen "Job" ausgesucht. Ist die digitale Modernisierung einer Kammer nicht eher ein Unterfangen, das mit einem "unkalkulierbaren Risiko" behaftet ist?

Unkalkulierbare Risiken? Was ist ein höheres Risiko? Es zu versuchen oder es nicht zu versuchen? Wir können die Digitalisierung nicht aussitzen. Alles wird digitalisiert.

In Deinem Werk schlägst Du vor, dass eine Kammer vorausgeht und zu einem digitalen Dienstleistungsanbieter für die Wirtschaft wird? Wieviele Unternehmer würden aus Deiner Sicht der IHK zutrauen, wirklich dem Geschäft zu dienen?

Es gäbe sicherlich viele Unternehmen, die überrascht wären. Gerade deshalb ist es aus meiner Sicht eine besondere Chance für die Kammern. Die Verbände könnten es aber auch angehen.

Deine zentrale Idee lautet "Daten gegen Beitrag", um die Motivation zur Beteiligung zu bekommen. Was muss an vertrauensbildender Vorarbeit geleistet werden, damit Handwerker, Freie Berufe oder Kreative einer IHK freiwillig ihre Daten anvertrauen?

Es müsste eine gemeinsame Zukunftsvision erzeugt werden. Alle Institutionen müssten sich für den Standort engagieren und ihre Eigeninteressen in den Hintergrund stellen. Mit den ersten erfolgreichen Schritten könnten eine Eigendynamik entfacht werden, der sich alle anschließen.

ZUR BILDUNG:

Als Geschäftsführer der HSBA vergleichst Du die Business School mit der vollwertigen und um ein vielfaches renommierteren Stanford University in Palo Alto. Was bringt Dich dazu, einen solch mutigen Vergleich aufzustellen?

Ich habe die systemischen Voraussetzungen vergleichen. Bei anderen Vergleichen ist Stanford einfach einige Stufen voraus. Für Hamburg und Deutschland kann die HSBA aber die Rolle einnehmen, die Stanford in den USA hat. Wir sind ein wesentlicher Treiber der Digitalisierung der Hamburger Wirtschaft. Mit sechs Professoren, mit dem DI-Lab und zahlreichen Studiengängen und Weiterbildungsangeboten haben wir uns gut positioniert.

Als Lösungsansatz zur Modernisierung der Hochschulausbildung führst Du die internationalen Online-Universitäten Coursera und Udacity, die Berliner Code University und die neue XU in Potsdam an. Wird die HSBA damit nicht auch überflüssig?

Natürlich nicht. Wir haben aber neue Wettbewerber. Auch wir werden digital angegriffen. Darauf haben wir uns aber vorbereitet. Dazu zählen praxisnahe Angebote und Blended Learning Angebote.

Du spricht von einer "Digital Tool Box" der HSBA, die anderen Hochschulen - und ebenso Unternehmen - auf die Sprünge helfen soll. Was verbirgt sich hinter der digitalen "Büchse der Pandorra" aus Eurem Haus?

Die Digital Tool Box ist unser Angebot an Unternehmen und Studierende, handfeste Kompetenzen für den digitalen Wandel zu erlernen. Es ist eine Ausbildung und eine Weiterbildung. Es sind sechs Profile für jeden Arbeitsplatz.

ZUR BLOCKCHAIN:


Tech-Visionär und Hochschulchef Uve Samuels

Foto: HANSEVALLEY / Cindy Kubsch
Die Blockchain gilt als dezentrale Datenbanklösung und ist besonders in Finanz- und Gesundheitswirtschaft bekannt. Du schlägst ein digitales Netzwerk der deutschen Wirtschaft auf Basis der Blockchain-Technologie vor? Was heißt das konkret?

Mit der Blockchain-Technologie kann Vertrauen in alle Transaktionen gebracht werden. Wenn wir alle Unternehmen auf diese Technologiestufe bringen, haben wir einen vernetzten Standort. Das wäre ein Signal in die ganze Welt.

Die Blockchain basiert auf offener, universell verfügbarer Technologie - vergleichbar mit dem Linux-Kern. Die großen Plattformen von Amazon, Facebook, Google & Co. sind geschlossene Modelle. Warum glaubst Du, dass die Blockchain dagegen ankommt?

Gerade weil es ein offenes System ist, wird Blockchain ein Erfolg. Wir müssen uns nicht länger in die Abhängigkeit der digitalen Giganten begeben und können unsere Datensouveränität zurück bekommen.

Wenn auf Basis der Blockchain Eigentum und Kapital, Rechte und andere Werte zwischen Instanzen (z. B. Personen, Institutionen oder deren IT-Systemen) direkt und mit höchster Sicherheit ausgetauscht werden können - was heißt das für unser Geschäftsleben?

Wir erleben eine Zeitenwende der Zeitenwende. Blockchain ist ein "Gamechanger". Alle Intermediäre stehen vor der Zerstörung.

ZUR WIRTSCHAFT:

Die deutsche Wirtschaft ist mittelständisch geprägt, 200 der größten Familienunternehmen haben in der Metropolregion Hamburg ihren Sitz. Wie können sich gestandene Mittelständler ohne Chief Digital Officer und ohne Innovation Lab digital wandeln?

Der erste Schritt ist immer ein Kulturwandel im Unternehmen. Ohne den wird es nicht gelingen. Die "E-Business Lounge" der HSBA ist dafür ein guter erster Schritt. Hier können Ideen und Impulse gesammelt werden. Gerne öffnet die HSBA den Zugang zu weiteren Ideen und Netzwerken.

In Berlin gibt es nach unseren Recherchern mehr als 100 "bunte Garagen" von deutschen und internationalen Großunternehmen. Die größte Herausforderung ist die Integration von Innovationen in das eigene Unternehmen? Wie kann das wirklich gelingen?

Dazu sind geschützte Räume der richtige Weg. Unser DI-Lab kann da sehr helfen. Es geht um die ersten Schritte. Danach sind Corporates und Kooperationen sehr wichtig. Auch dazu gibt es viele gute Beispiele, die man sich angucken sollte. Im Netzwerk der 250 Partnerunternehmen der HSBA bieten sich viele gute Möglichkeiten.

Welche Vorzüge hat die Wirtschaftsmetropole Hamburg im Vergleich zur Startupmetropole Berlin, wenn es um die Digitalisierung der Wirtschaft geht? Braucht es nicht den in Berlin vorhandenen Freiraum, um neue Erfolgsmodelle konsequent zu denken?

Das Netzwerk in Hamburg ist schon eine große Stärke. Wir haben aber auch noch Luft nach oben, um die Innovationsfreude zu entwickeln. Deshalb sind Foren und Treffen ein guter Multiplikator. Da ist Hamburg gut aufgestellt.

ZUM AUSBLICK:

Die Player im Silicon Valley haben über ihre Plattformen die Vermarktung zahlreicher Branchen fest im Griff. Wie können deutsche Unternehmen und Branchen die Hoheit über Ihr Geschäft zurückgewinnen und sich von den "GAFA" befreien?

Auch da ist Blockchain und Angriff richtig. In unserem Netzwerk der KMU können wir eine eigene Kraft entfalten. Das wissen die Plattformen auch. Wir sollten aber auch nicht zu lang warten.

Wir sind das Land der Ingenieure und in Branchen wie Automobilindustrie und Industriemaschinen weltweit führend. Im Gegensatz dazu sind wir nicht unbedingt die offensivsten, mutigsten und visonärsten Verkäufer? Stolpern wir digital nicht über uns selbst?

Blockchain ist unsere Chance! Da können wir unsere Ingenieurs-Kompetenz und Technik-Mentalität ausspielen. Die Kreativität brauchen wir aber auch. Das ist nicht unsere Stärke, noch nicht ...

Du forderst einen mutigen Schritt für ein Leuchtturmprojekt zur digitalen Vernetzung der deutschen Wirtschaft. Die erste Halbzeit ist laut Telekom-Chef Höttges bekanntlich vergeigt. Was macht Dich zuversichtlich, nicht schon das Spiel verloren zu haben?

Wir haben im Sport schon viele Spiele gesehen, wo einige Sekunden gereicht haben. Darauf sollten wir uns nicht verlassen, sondern gleich anfangen. Unsere Hockey-Nationalspieler Moritz Fürste und Florian Fuchs haben bei Olympia das Spiel gegen Neuseeland in 48 Sekunden von einem 1:2 Rückstand in einen 3:2 Sieg gedreht. Nur durch Willen und Mentalität. Das Beispiel sollte uns helfen.

Herzlichen Dank für die Offenheit!
Das Interview führte Thomas Keup.


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 Hamburg Digital Background:

Das Kapital 4.0 - Übersicht

Das Kapital 4.0 - Bestellmöglichkeit

Mittwoch, 4. Oktober 2017

HANSEPERSONALITY Sören Stamer: "Entweder wir verändern uns oder wir werden scheitern."

HAMBURG DIGITAL INTERVIEW

Das "bedingungsloses Grundeinkommen für alle": eine Idee aus den späten 60ern, in Deutschland salonfähig geworden durch DM-Gründer Götz Werner. Die neue Jamaika-Koalition in Schleswig-Holstein will das Modell erstmals in Deutschland testen. Der Hamburger Software-Unternehmer und Coremedia-CEO Sören Stamer sieht keine Alternative dazu.


Werden Deutschland und Europa scheitern, wenn wir unser System von Arbeit und Sozialleistungen nicht disruptieren? Oder können Hamburgs und Deutschlands Logistiker, Banker oder Medienunternehmer weiter machen, wie bisher? Ein Hamburg Digital Interview mit dem Visionär und Unternehmer Sören Stamer:


Coremedia-Gründer Sören Stamer.
Foto: Coremedia
Sie gehen davon aus, dass Automobilhersteller wie Daimler und VW durch das Model 3 von Tesla das gleiche Schicksal erleiden werden, wie Blackberry und Nokia vor 6-8 Jahren durch das iPhone von Apple. Was macht Sie so sicher, dass hochpreise Konsumgüter "Made in Germany" es nicht schaffen werden, die Disruption durch Visionäre wie Elon Musk zu übereben?

Ich hoffe, es kommt anders, doch die deutschen Autohersteller haben es gleich mit einer Reihe von grundlegend neuen Realitäten zu tun, auf die sie bisher keine Antwort zu haben scheinen. Der Umstieg von Verbrennungsmotoren zum Elektroantrieb wird aus meiner Sicht deutlich schneller vonstattengehen, als bisher öffentlich eingestanden. 

"Dem Tesla Model 3 haben deutschen Anbieter nichts entgegenzusetzen"

Tesla wurde mit seinen zwei Modellen (S + X) in den USA sehr schnell der Marktführer im Luxussegment, vor BMW, Mercedes, Audi und Porsche. Und mit Start der Reservierungen für das Model 3 sind auch die Absätze vom 3er BMW in den USA bereits gesunken. Dem Tesla Model 3 haben deutsche Anbieter bisher nichts Vergleichbares entgegenzusetzen.

Doch das ist nicht einmal der Kern des Problems. Die Autos von Tesla sind „Computer auf Rädern“. Sie gleichen dem iPhone mehr als konventionellen Autos. Die Software wird laufend weiterentwickelt und automatisch „over the air“ aktualisiert. Anders als konventionelle Autos wird ein Tesla statt zu veralten auch nach der Auslieferung ständig besser. Außerdem lernt jeder Tesla von dem Fahrverhalten aller anderen Teslas auf den Straßen dieser Welt, da die Daten aller Sensoren aus allen Fahrzeugen für kollektives Lernen genutzt werden.

Ein "iPhone auf 4 Rädern": Das Model 3 von Tesla.
Foto: Tesla
Diese beiden Herausforderungen würden genügen, um den deutschen Herstellern
Schweißperlen auf die Stirn zu treiben. Doch die womöglich größte Bedrohung liegt in der Marketingkraft von Elon Musk. Elon Musk schickt mit seiner anderen Firma, SpaceX, Raketen ins Weltall und landet sie dann punktgenau auf der Erde. Das sieht aus und fühlt sich an wie Science-Fiction. Nicht ohne Grund ohne Grund gilt er als lebendiges Vorbild für "Iron Man".

Elon Musk steht heute für Zukunft schlecht hin, und dabei auch noch für eine verantwortliche, nachhaltige Zukunft. Er ist die Verkörperung einer Marke, die besser in unsere Zeit kaum passen könnte. Da klingen „Vorsprung durch Technik“ und „Freude am Fahren“ fast schon klein und unbedeutend. 

Ich habe das Gefühl, dass in Corporate Innovations Labs und Hubs Hamburger Unternehmen aktuell mehr Innovationsprojekte aufgesetzt werden, als es zukunftsweisende Hamburger Tech-Startups gibt. Sie haben erhebliche Zweifel an der Innovationsbereitschaft deutscher Konzernvorstände, z. B. in der Automobilindustrie. Warum?


Ich bin kein Experte für die deutsche Automobilindustrie, doch von außen betrachtet scheint sie noch nicht mit den aktuellen Entwicklungen im Reinen. Die deutschen Autohersteller müsste den Gedanken zulassen, dass in wenigen Jahren ihr bestehendes Geschäft komplett verschwinden wird: Verbrennungsmotoren sind mit Sicherheit in 4.000 Tagen Geschichte, vielleicht jedoch schon in 1.000 bis 2.000 Tagen. Wenn man von dem zweiten Fall ausgeht und das halte ich für angezeigt, müssten die Hersteller schon heute gigantische Abschreibungen tätigen: Massive Investitionen in Verbrennungsmotoren und Getriebe, Motorfabriken, Patente, trainierte Ingenieure und Fahrzeugbauer usw. wären nun wertlos. 

"Für etablierte Hersteller kaum attraktive Optionen im Wettbewerb"

Hinzu kämen die zu erwartenden Verluste aus dem kollabierenden Wiederverkaufswert von Leasingfahrzeugen, die in ein paar Jahren niemand mehr kaufen wollen wird. Doch damit nicht genug, auch das Händlernetzwerk steht sehr wahrscheinlich vor einer massiven Schrupfung. Elektroautos brauchen nur ein Bruchteil der Wartungsaufwendungen. Damit verschwände die Hälfte der Gewinne der Händler und ein großer Teil ihrer Existenzberechtigung. Es ergäbe sich also noch ein Abschreibungsbedarf auf das Händlernetzwerk. 

Als bezahlter Vorstand täte man sich mit der obigen Analyse vermutlich schwer, da dies bedeuten könnte, dass möglicherweise sogar die Überlebensfähigkeit des eigenen Unternehmens in Frage steht. Möglicherweise gibt es für die etablierten Hersteller kaum attraktive Optionen im Wettbewerb mit Tesla, Google, Apple und chinesischen Elektro-Startups. Da ist es nicht zuletzt für Aktionäre und den Bonus kurzfristig besser, das längerfristige Problem möglichst lang zu ignorieren. Das ebenso menschlich wie fatal.

Deutschland ist ein Land der Tüftler und Erfinder. Kann künstliche Intelligenz in absehbarer Zeit tatsächlich die Intelligenz von Logistikexperten, Maschinenbauern oder Versicherungsmathematikern ablösen und damit die Logik hoch anspruchsvoller Tätigkeiten durch Algorithmen ablösen und in Software giessen?


Künstliche Intelligenz ist heute schon in viele Lebensbereichen Normalität, oft ganz unbemerkt. Wir nützen künstliche Intelligenz bei CoreMedia für die Automation von redaktionellen Prozessen. Auch auf dem Handy werden Bilder per künstlicher Intelligenz sortiert. Es werden Gesichter erkannt, Stimmungen ermittelt und die künstlerische Qualität des Bildes bewertet. Und auch das Filtern von SPAM-Emails, die Erkennung von Sprache und der Schutz von Netzwerken erfolgt per künstlicher Intelligenz.

"Software und das disruptive Potential immer noch unterschätzt"

Die Anwendungsfelder erreichen mittlerweile jedoch auch die Tätigkeit von Krebsspezialisten, Fachanwälten und Ingenieuren. Aktuell geht es dabei weniger um den Ersatz von Experten als die Bereitstellung mächtiger Werkzeuge für Experten. Ein Krebsspezialist plus künstliche Intelligenz ist besser als die künstliche Intelligenz allein. Darin liegt eine große Chance für Deutschland. Doch die Notwendigkeit eines Experten wird bei vielen Anwendungen voraussichtlich nicht immer so bleiben.

Für problematisch halte ich die Wahrnehmung, dass Software und das disruptive Potential von Software in Deutschland wohl noch immer unterschätzt wird.


Die Konzentration schafft immer mehr Verlierer.
Sören Stamer beim TEDxHamburg-Talk.
Foto: HANSEVALLEY
Sie fordern das bedingungslose Grundeinkommen für alle, dass die neue "Jamaika-Koalition" im Nachbarland Schleswig-Holstein erstmals in Deutschland testen will. Warum ist das Grundeinkommen aus Ihrer Sicht eine besondere Chance für Deutschland und Europa - und nicht nur eine finanzielle Absicherung bei Verlust vieler Arbeitsplätze?

Europa muss im Wettbewerb mit China und dem Silicon Valley systematisch an Innovationskraft gewinnen. Das bedingungslose Grundeinkommen ist dafür ein mächtiges Werkzeug der Politik. Wenn nur 5% der Bevölkerung ihre Grundabsicherung nutzen würden, um sich an die Umsetzung ihrer eigenen Ideen zu machen, wäre das schnell ein massiver Gewinn für die Innovationsdynamik in Europa.

Grundeinkommen: "Geringerer Stress und mehr unternehmerische Aktivität"

In verschiedenen nationalen Tests wurden wiederholt positive Effekte in diese Richtung beobachtet. Auch die ersten Ergebnisse aus einem aktuellen Test in Finnland sind vielversprechend. Die Teilnehmer zeigen geringeren Stress, mehr Bereitschaft neue Arbeit anzunehmen und mehr unternehmerische Aktivität.

TED-Talk von Sören Stamer in der Illustration.
Foto: HANSEVALLEY
Insgesamt würde ein bedingungsloses Grundeinkommen es uns erleichtern, den gesellschaftlichen Wandel zu vollziehen, die technologische Entwicklungen mit sich bringen. Wenn mein Lebensunterhalt gesichert ist, fällt es mir leichter, meinen Jobverlust zu akzeptieren und mich neuen Herausforderungen zu widmen.

Europa hat einen starken Sinn für Gemeinschaft und sieht die Notwendigkeit kollektiver Absicherung. Daher ist es hier zum bedingungslosen Grundeinkommen eigentlich kein großer Schritt. In den USA wird dagegen der Mythos vom „Self-Made Man“ zelebriert. Die Abscheu vom sogenannten „Sozialismus“ bestimmt das politische Tagesgeschäft, wie man in der Diskussion um das amerikanische Gesundheitssystem sehen kann. Darin liegt für Europa eine große Chance.


In Ihrer Keynote bei der TEDxHamburg 2017 pointierten Sie Ihre Annahmen mit der Notwendigkeit einer neuen, schweren Krise, um den Kurs in Europa tatsächlich und nachhaltig zu ändern. Dabei sehen Sie insbesondere die Folgen einer Krise, z. B. eine Rezension, als hilfreich an. Was könnte die nächste Krise auslösen und wo sehen Sie die besonderen Chancen?

Wie genau die nächste Krise beginnt, ist schwer zu sagen. Dass sie kommen wird, ist dagegen eine Gewissheit. Mögliche Auslöser gibt es viele: finanzielle Erschütterungen durch den Brexit, ein neuer Krieg im Nahen Osten oder einer mit Nord-Korea, ein Handelskrieg der USA mit einem oder mehreren anderen Ländern, oder auch die wachsende Erkenntnis, dass der Verbrennungsmotor schneller stirbt als erwartet und die Automobilkonzernen in Existenznot geraten könnten.

"Direkte Zahlungen an Bürger, um verheerende Depression zu vermeiden"

Die letzte Krise begann vor zehn Jahren. Damit erleben wir gerade einen ungewöhnlich langen Aufschwung. Auch war es ein seltsamer Aufschwung. Die Zinsen liegen auch zehn Jahre nach der Krise überraschen nah bei 0%. Das ist eine neue Wirklichkeit, die ein besonderes Problem aufwerfen kann. In der Krise wird die Zentralbank nicht die Möglichkeit haben, mit weiteren Zinssenkungen die Wirtschaft zu beleben und gegen deflationäre Tendenzen zu kämpfen. Ich halte es daher für nicht ausgeschlossen, dass stattdessen direkte Zahlungen an alle Bürger getätigt werden, um eine verheerende Depression zu vermeiden.

Meine Erwartung und Hoffnung wäre, dass wir damit den Einstieg ins bedingungslose Grundeinkommen finden und feststellen werden, dass viele Bedenken vor so einem Schritt – wie zum Beispiel der befürchtete Mangel an Arbeitswille – weitgehend unbegründet sind.



Sören Stamer beim TEDxHamburg-Talk 2017
Foto: HANSEVALLEY
Warum beschäftigen Sie sich als Unternehmer mit 46 Jahren, 4 Kindern und 160 Mitarbeitern mit der Zukunft Europas? Was ist ihre ganz persönliche Antriebsfeder, sich aktiv mit den Herausforderungen von Wirtschaft und Gesellschaft zu beschäftigen und diese in der Öffentlichkeit - z. B. bei der TEDxHamburg diskutieren zu lassen?

Beruflich, als Vorstandsvorsitzender von CoreMedia, befasse ich mich täglich damit, was die Zukunft bringen wird. Ansonsten würden wir in der dynamischen Softwarebranche nicht lang überleben. Sozusagen als Berufskrankheit und Steckenpferd beschäftige ich mich seit 1991 mit technologischen Trends und insbesondere mit deren systemische Auswirkungen auf uns, unsere Organisationen und unsere Gesellschaft. 

Eine möglichst friedliche, erfolgreiche und gerechte Zukunftsvision"

Gleichzeitig liegen mir Hamburg, Deutschland und Europe sehr am Herzen und ich glaube an die Ideale für die die Europäische Union steht. Daher möchte ich – nicht zuletzt auch aus Verantwortung für meine Kinder und Mitarbeiter, dass unsere Gesellschaft eine möglichst friedliche, erfolgreiche und gerechte Zukunftsvision verwirklicht. 

Klares Bekenntnis für Europa: Unternehmer Sören Stamer.
Foto: HANSEVALLEY
Diese beiden Interessen finden nun zusammen. Technologische Trends spielen heute eine entscheidende und wachsende Rolle in Bezug auf gesellschaftliche Veränderungen. Beispielsweise sind die Revolutionen in Nordafrika und Arabien sowie auch die Präsidentschaft von Donald Trump ohne Twitter nicht mehr zu erklären.

Ich hoffe, dass wir die Zeichen der Zeit erkennen und Europa stärken werden, statt es ungewollt zu schwächen; dass wir eine bessere und gerechtere Gesellschaft verwirklichen werden, statt uns gezwungen zu sehen, Standards zu senken. Dafür lohnt es sich aus meiner Sicht als Bürger zu kämpfen und öffentlich Stellung zu beziehen.


Zu guter Letzt unser Hamburg-Frage zum Thema: Wie gut ist Hamburg in Sachen Disruption seiner starken Branchen, wie Logistik, Banking, Versicherungen oder Medien, aufgestellt und welche Herausforderungen sehen Sie für die Freie und Hansestadt? Sollte der Senat dem Kieler Vorbild zum Grundeinkommen folgen?

Hamburg ist eine der schönsten Städte der Welt mit sehr viel Potential. Nicht ohne Grund ist Hamburg eine wachsende Stadt, die es zunehmend auf die Weltkarte schafft und auch Dank der Elbphilharmonie internationale Touristen anzieht. Es gibt viele Initiativen in den einzelnen Branchen, die sie sicher besser kennen als ich. Das ist zu loben.

"Flächendeckend kostenloses Wifi für Wilhelmsburg"


Grundsätzlich würde ich Hamburg in Sachen Innovation und Disruption allerdings mehr Mut zu Experimenten wünschen. Das Thema garantiertes Grundeinkommen halte ich zum Beispiel für eine große Chance für Hamburg. Dass unser nördlicher Nachbar uns dabei voraus ist, hat mich überrascht. Wie bei den kostenlosen Kindergartenplätzen könnte und sollte Hamburg hier Vorreiter sein.

Auch würde ich mir einen zu entwickelnden Stadtteil wie Wilhelmsburg wünschen, in dem flächendeckend kostenloses Wifi bereitgestellt wird und möglichst viele weitere Anreize für Startups und Künstler geschaffen werden.

Wir brauchen in Hamburg mehr Mut zu unkonventionellen Lösungen und Art eine Spaß an der Popkultur. Die Beatles haben in Hamburg ihre Karriere begonnen und mit einem ganz neuen Sound die Welt erobert. Wäre es nicht super, wenn noch ein paar weitere Ideen aus Hamburg die Welt in Begeisterung versetzen? Ich wäre dafür. Dafür lohnt es sich, neue Wege zu gehen.

Vielen Dank für den visionären Ausflug!

Das Interview führte Thomas Keup.

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 Hamburg Digital Background: 

Coremedia AG, Hamburg
www.coremedia.com/web-content-management/-/6164/6164/-/_axt0z/-/index.html

Bindungsloses Grundeinkommen in Schleswig-Holstein
www.huffingtonpost.de/2017/06/27/schleswig-holstein-bedingungsloses-grundeinkommen_n_17306100.html


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