Sonntag, 30. Dezember 2018

HANSEVALLEY 2019 - Im Auftrag des Wandels.

HAMBURG DIGITAL AUSBLICK




Liebe Freunde und Partner,
liebe Leserinnen und Leser:

Hamburg ist im Wandel: Digitalisierung und Innovationen sind in Hafen- und Übersee-Club angekommen. Konsumgüterhersteller und Handelshäuser engagieren digitale Tech-Teams. Banken und Versicherungen bauen Plattformen und sprechen neue Kundengruppen an. Hubs und Labs für Transport und Logistik sind im Aufbau. Helmut Schmidts "Schlafende Schöne" wacht auf. Der Wandel ist in Wirtschaft und Gesellschaft eingezogen. Kluge Köpfe in Senatskanzlei, Hafenverwaltung und Technischer Universität treiben ihn voran.

Gründungsphase trotz steifer Brise Gegenwind gemeistert.

Im Oktober 2016 ist HANSEVALLEY als Hamburg Digital Magazin an den Start gegangen. Begrüßt von den Innovativen, beobachtet von den Etablierten, abgelehnt von bekannten Kleingeistern. HANSEVALLEY hat sich im vergangenen Jahr zum ersten Hamburger Onlinemedium zu Digitalisierung, Transformation und Kulturwandel entwickelt. 'Wissen, was wichtig wird' war die Leitlinie für die unabhängige Berichterstattung 2018. Exklusive Recherchen über Be your Pilot, Hammerbrooklyn, InnoRampUp, Next Acceleratoren und Startup Dock sorgten dafür, kein Gras über "Selbstbedienungsläden" wachsen zu lassen.



Wir haben 2018 vor Ort berichtet, wenn etablierte Medien schon im Feierabend waren. Wir haben das Engagement der Freien und Hansestadt gecovert, wenn städtische Marketing-News es leider nicht mitbekamen. Wir haben relevante Neuigkeiten präsentiert, wenn Startup-Medien über Löwen und Lieblinge lamentierten. Dabei konnte ich auch Erfahrungen aus der Kategorie 'Wissen, was nichtig wird' machen, wie es ein befreundeter Hamburger Netzwerkpartner auf den Punkt brachte. Die vergangenen zwei Jahre waren die Zeit des Auf- und Ausbaus. HANSEVALLEY hat seine Gründungsphase gemeistert.

Unabhängigkeit - der entscheidende Wert für Leser/innen.

Wir haben unseren Platz in Wirtschaft, Verwaltung und Stadtleben eingenommen. Einen Platz, den wir ohne Fördermittel, ohne Subventionen und ohne Mauscheleien erarbeitet haben. Auf einem Weg, der einen entscheidenden Vorteil besitzt: Unabhängigkeit. Ein glaubwürdiges Medium sollte unabhängig sein und bleiben. Das ist es, was für Leser einen realen Wert besitzt: zu wissen, was wirklich wichtig wird - ohne Kampagnen-Klappern, Marketing-Dollar und finanzielle Gefallen. Im Journalismus nennt man dies Relevanz.



Auch das ist klar: Erfundene Geschichten - aus welchem Grund auch immer - sind für uns absolut inakzeptabel. Journalisten sind Beobachter und Berichterstatter - und damit bestenfalls Zeitzeugen. Weder der Hang zur Edelfedel und verbundendem Ruhm, noch zu beobachtende "Hetzjagden" einschl. Vorverurteilung durch das Pressekorps - von öffentlich-rechtlich bis qualitätsorientiert - sind ein Verhalten, das glaubwürdig ist. Wir sollten über die kritisierte "Lügenpresse" selbst reflektieren, bevor wir mit vereintem Beißreflex über diejenigen herfallen, die eine andere Meinung haben als der Medien-/Mainstream und ungeliebte Wahrheiten aussprechen.

Im neuen Jahr geht es für das Hamburg Digital Magazin auf die nächste Stufe - denn digitale Technologien sind kein Selbstzweck, die Transformation von Organisationen keine Selbstbeschäftigung und der Wandel von Kulturen keine Selbstverliebtheit für New Work-Events. Es geht um nicht mehr und nicht weniger als die Zukunftsfähigkeit der Freien und Hansestadt. Visionäre Unternehmer und engagierte Innovatoren, weiterdenkende Politiker und fortschrittliche Wissenschaftler haben das erkannt, wie unser neuer Wirtschaftsssenator Michael Westhagemann.

Jeder und alles werden von diesem Zeitenwandel berührt.

Der Wandel ist die neue Konstante: Wandel von etabliertem zu offenem Denken, Wandel von trügerischer Sicherheit zu unbekannten Wegen, Wandel von Sonntagsreden zu sichtbarem Engagement. Wann immer ich im vergangenen Jahr in Unternehmen und Institutionen Menschen traf, die sich auf den Weg machten, wusste ich, dass sie die Zukunft meistern können. Weil sie Türen geöffnet haben. Weil sie ihr Umfeld eingeladen haben. Weil sie Lust auf Neues haben. Und genau da - im Unbekannten - schlummern die Chancen.

Wandel hat weniger zu tun mit möglichst vielen Erwähnungen der aktuellsten Buzzwords in Sonntagsreden, die ansonsten die größten Hits von Hafen bis Handel aus den 80er und 90ern lobpreisen. Wandel sind nicht einzelne Juniormitarbeiter, die allein auf weiter Flur als Feigenblatt für subventionierte Clusterinitiativen herhalten. Und Wandel hat nichts mit Löwen, Lieblingen und Leckereien der beliebten Clique "Küche, Kirche, Kinder" zu tun. All das findet bei uns nicht statt, weil es nichts mit Digitalisierung zu tun hat.



Wir haben 2018 unsere Nachrichtenpräsenz ausgebaut. Heute berichten wir täglich von Montag bis Samstag über digitale Innovationen in Unternehmen, Institutionen, Verwaltungen und dem Stadtleben. Der Erfolg gibt uns Recht: Gut 69.000 Views von rd. 13.000 Unique Usern machen die HANSENEWS zu einer relevanten Nachrichtenquelle zu Digitalisierung und Transformation an Alster und Elbe. Diese Position bekräftigen wir im neuen Jahr mit einer neuen Botschaft der deutschlandweit gelesenen Nachrichten - denn das ist Fakt: Sie wissen es zuerst.

Vertreter von dpa bis Hamburger Abendblatt und von FAZ bis Süddeutscher Zeitung verfolgen den Hamburg Digital Newsletter. Die HANSELETTER werden bei Beiersdorf ebenso gelesen wie in der Otto Group, bei EOS ebenso wie bei der Haspa. Vielleicht auch, weil wir unsere Abonnenten nicht jeder Woche um jeden Preis mit mehr oder weniger interessanten Wiederholungen nerven. Denn unser Newsletter kommt nur dann, wenn es etwas Wichtiges zu berichten gibt, getreu dem Motto: Was wirklich wichtig ist.

Medienplattform für Querdenker, Innovatoren, Gestalter.

HANSEVALLEY ist kein Tech- oder Gesellschaftsmagazin. Wir sind kein Startup- oder ein Wirtschaftsmagazin. Weil Digitalisierung, Transformation und Kulturwandel nicht allein mit Technologien, Prozessen und neuen Arbeitsformen zu tun haben. Wir denken horizontal über Silos hinweg - in den Nachrichten wie im Magazin. Denn jeder und alles wird von diesem Wandel berührt: Einige werden ihn aktiv gestalten, viele werden ihre Chancen nutzen. Das sichtbar zu machen, ist unsere Aufgabe in der Berichterstattung.

Das Hamburg Digital Magazin sieht sich als offene, mediale Plattform für Querdenker, für Innovatoren und vor allem für Gestalter - in, aus und für Hamburg. Fernab von Buzzword-Bingo und Marketing-Floskeln bieten wir Einblicke und Hintergründe. Dazu recherchieren wir auch 2019 im digitalen Hamburg, dazu schreiben wir auch 2019 über das digitale Hamburg und dazu interviewen wir auch 2019 Menschen, die das digitale Hamburg nach vorn bringen. Und wir werden Missstände kritisieren, die im neuen Jahr zum Himmel stinken - von "Hammerbrooklyn" über die Senatskanzlei bis zum "Startup Dock" in Harburg. 


Es geht um nicht mehr und nicht weniger als die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaftshauptstadt Deutschlands und der Logistikdrehscheibe Nordeuropas. Es geht um nicht mehr und nicht weniger als um die Stadt, die wir lieben - mit den vielen schönen und den besonderen Seiten. HANSEVALLEY ist mit dem Magazin, den Nachrichten und dem Newsletter ein aktiver Begleiter und ein engagierter Partner des Wandels in Wirtschaft und Gesellschaft rund um Alster und Elbe - im Auftrag des Wandels.

Mit unserem neuen Leitmotto pointieren wir, wohin die Reise Hamburgs geht: Nach 800 Jahren Handel geht es wieder einmal um den Wandel: um Hinterfragen, Neuausrichten, Anpassen, Ergänzen und Ersetzen. Durch mehr als 200 Corporate Innovatoren in der Hamburg Digital Community NEXTHANSE wissen wir: Hamburg ist auf dem Weg - dank seiner starken Industrie, des Handels und der Dienstleistungen. Dabei möchte ich das Engagement der Freien und Hansestadt hervorheben, Hamburg zur "Digitalen Stadt" fortzuentwickeln, besonders in der Mobilität und den Bürgerservices.

Zukunft Hamburg: Corporate Branchen-Innovationen.

Haben Sie Lust, ein Blick in die Zukunft zu wagen? Für Hamburg geht es natürlich um Innovationen der Wirtschaft. Innovationen für Branchen und mit Plattformen sind aktuell einer der relevanten Schlüssel. In Hubs und Labs adaptieren Firmen Denkweisen und Methoden von Startups. Diese haben selbst nur eine Chance, wenn Sie nachhaltige Lösungen entwickeln und fundierte Jungunternehmen werden, die seriöse Partner der Wirtschaft sind. Die Startupshow wird verschwinden. Berlin ist die Garage zum Basteln.




'Die Zukunft Hamburgs liegt an Land und nicht am Wasser*, sagte Klaus von Dohnanyi erstmals in seiner Übersee-Club-Rede 1983. Wir sind stolz, den Ehrenbürger unserer Stadt in diesem Jahr dazu interviewen zu dürfen. Nach dem Aderlass des Medien- und Finanzstandorts liegt die Zukunft Hamburgs in neuen Themen - wie Hochleistungsmedizin (DESY), Produktionsververfahren (3D-Druck), Medientechnologien (AR+VR) und Mobilität (Vernetztes Fahren). Peter Tschentscher hat dies erkannt. Der starre Blick auf Hafen, Handel und Logistik spielt in der vernetzten Datenwelt kaum eine Rolle. Eine Schlüsselfrage lautet daher: 

Wie wird Hamburg seinen Vorteil am Wasser in einer digital-vernetzten Produktions- und Dienstleistungswelt ausspielen?

Liebe Leserinnen, liebe Leser:

Es ist Zeit, DANKE zu sagen: Ich bedanke mich von ganzem Herzen bei unseren Autoren und Interviewpartnern, bei Pressestellen und PR-Agenturen, bei unseren Kooperations- und Netzwerkpartnern sowie unseren Kunden. 

Der wichtigste DANK gilt Ihnen - unseren Leserinnen und Lesern in Hamburg und ganz Deutschland: für Ihre Neugierde auf die digitale Zukunft, für Ihr Interesse an engagiertem Journalismus und für Ihr Vertrauen in unsere Leistung. 

Ich freue mich auf ein spannendes, überraschendes und vor allem digitales Jahr 2019 mit Ihnen in unserer Stadt. Und ich freue mich auf Ihre Meinung, Ihre Kritik und Ihre Anregungen. Denn HANSEVALLEY ist Ihr Hamburg Digital Magazin - im Auftrag des Wandels.



Herzliche Grüße

Ihr


Thomas Keup


Herausgeber + Chefredakteur

HANSEVALLEY - Das Hamburg Digital Magazin

Freitag, 21. Dezember 2018

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins digitale 2019!

HAMBURG DIGITAL CHRISTMAS




Liebe Freunde und Partner, liebe Leserinnen und Leser:

Im Namen des Redaktionsteams, seiner Autoren und der Chefredaktion, wünscht Ihnen und Euch HANSEVALLEY - Das Hamburg Digital Magazin - frohe Weihnachten, besinnliche Festtage und einen guten Rutsch ins Jahr 2019.

Möge die Digitalisierung Ihres Unternehmens und Ihrer Verwaltung gelingen, möge die Transformation Ihrer Organisation glücken und möge Ihnen der Kulturwandel Ihres Teams den Weg in eine erfolgreiche Zukunft ebnen.

Wir freuen uns auf das digitale Jahr 2019 - mit vielen aktuellen und interessanten HANSENEWS sowie vielen guten und spannenden Geschichten für HANSEVALLEY - gemeinsam mit unseren Autoren, Informanten, PR-Partnern und vor allem unseren Leserinnen und Lesern. 

Mit weihnachtlichen Grüßen

Ihr / Euer



Thomas Keup
Herausgeber + Chefredakteur
HANSEVALLEY - Das Hamburg Digital Magazin

Dienstag, 4. Dezember 2018

HAMMERBROOKLYN: Das digitale Feigenblatt und der 50 Millionen-Reibach.

HAMBURG DIGITAL EXKLUSIV
*Update*

Die Machenschaften um den geplanten "Digital-Space Hammerbrooklyn" - die Topstory bei Hamburger Abendblatt und Welt Hamburg. Seit Wochen diskutierte es bereits die Digitalszene: Der Initiator des Vorzeigeprojektes - HWWI-Direktor Prof. Dr. Henning Vöpel - ist ebenso raus, wie der Roland Berger-Digitalexperte Prof. Dr. Björn Bloching. Mit Nordpol-Chef Mathias Müller-Using und dem umstrittenen Kölner Immobilienentwickler Art Invest hat eine Garde Geschäftemacher das Ruder übernommen, denen es primär nicht um Digitalisierung geht.


Schicke Fassade, großer Bluff? Digital-Space "Hammerbrooklyn"
Illustration: Art Invest

HANSEVALLEY liegen Informationen vor, worum es sich wirklich dreht: Der "Digital-Space Hammerbrooklyn" ist in dem Konzept der neuen Macher - der Hammerbrooklyn Immobilien GmbH - offensichtlich nur ein günstiges Feigenblatt mit eingemietetem Coworking-Space. Es geht um Millionengewinne und einen Ex-Staatsrat, der sich sehenden Auges über den Tisch hat ziehen lassen. Ein Hamburg Digital Exklusiv zum umstrittenen Innovationspace "Hammerbrooklyn" - und was dahinter steckt:

Der "Digital-Campus Hammerbrooklyn" am Stadtdeich zwischen Fruchtkontor und Oberhafen: Er sollte zu einem Leuchtturm des neuen, digitalen Hamburgs werden. Mit dem an der Elbe wieder aufgebauten US-Pavillon der Expo 2015 aus Mailand bekam das visionäre Projekt ein Gesicht. Die ursprünglichen Initiatoren: Das renommierte Wissenschaftsinstitut HWWI, der Roland Berger Innovationshub "Spielfeld" und die zur Nordpol-Gruppe gehörende Innovationsagentur "Interpol". Doch nun ist die Katze aus dem Sack.


Schöne Worte, heiße Luft? Die Hausherren präsentieren "Hammerbrooklyn"
Foto: HANSEVALLEY

Auf der diesjährigen Digitalkonferenz "Solutions Hamburg" präsentierten sich die neuen Hausherren des von Henning Vöpel mit Senator Carsten Brosda angeschobenen Projektes erstmals auf großer Bühne. Noch dabei: Nordpol-Chef Mathias Müller-Using. Neu dabei: der langjährige G+J-Auslandschef und Investor Torsten-Jörn Klein sowie der Hamburger Niederlassungsleiter des Kölner Immobilienentwicklers Art Invest, Johannes Lichtenthaler. Mit bunten Broschüren und noch bunteren Worten warben die Macher für ihre kostenpflichtigen Mitgliedschaften als "Citizen" im neuen "Digital Space".

Warum übernimmt ein Immobilienentwickler bei Hammerbrooklyn die Führung?

Warum waren Initiator Henning Vöpel und Digitalexperte Björn Bloching nicht dabei? Warum spielt ein Kölner Immobilienentwickler eine Schlüsselrolle - bei einem Pavillon in Fertigbauweise? Und wie wird das Geld für den bereits in Deutschland zwischengelagerten "Digital Pavillon", das benachbarte geplante "ITS-Solution Building" und den Betrieb verdient? Ein Blick auf die Homepage des nicht nur in Köln in die Schlagzeilen geratenen Immobilienentwicklers Art Invest gibt die Antwort: "Erkennen. Entwickeln. Erschaffen." lautet das Motto der Geschäftemacher.


Vorn Fassade, hinten Millionendeal? Das Areal von "Hammerbrooklyn"
Grafik: Nordpol

Die beiden geplanten Pavillons auf dem Parkplatz vor dem Fruchthof nehmen 10.000 qm Bruttogeschossfläche ein. So weit, so bekannt. Doch in dem zwischen der Hammerbrooklyn Immobilien GmbH und der Freien und Hansestadt Hamburg im März '18 geschlossenen Pachtvertrag im Erbbaurecht stehen laut Informationen 52.300 qm Bruttogeschossfläche entlang des Oberhafens zur Disposition - und nicht nur die 18.000 qm Grundstück für Pavillons und Parkplätze aus der Antwort auf die Kleine Senatsanfrage von CDU-Digitalexperte Carsten Ovens vom 6.11.2018. Damit bekommen die zweifelhaften Aktivitäten der neuen Bauherren Sinn. 

Warum haben sich die Projektgründer aus der Immobilien GmbH drängen lassen?

Die hinter den Pavillons liegende Fläche ist das eigentliche Highlight: 40.000 qm mehrstöckige Immobilienfläche in St. Georg-Süd, 800 Meter vom Verkehrsknotenpunkt Hauptbahnhof entfernt und über die Oberhafenbrücke direkt mit der östlichen Hafencity verbunden: "Erkennen. Entwickeln. Erschaffen." Plötzlich stehen die Aktivitäten des Immobilienentwicklers Art Invest in einem anderen Licht, die Initiatoren aus der Digitalszene - Henning Vöpel und Björn Bloching - aus dem Projekt zu drängen. Die könnten stören, wenn die Immobilienentwickler Büros, Wohnungen und Gewerbeflächen "hochprügeln", statt einen Digital-Campus zum Fliegen zu bringen.

Warum hat sich die Senatskanzlei von Art Invest über den Tisch ziehen lassen?

Während vor den Kulissen von den 3 Geschäftsführern für lau mit großen Namen, wie Deutsche Bahn, Hochbahn, HPA, ITS, Siemens und Volkswagen geworben wird, plant man hinter den Kulissen offenbar mit Büros und Wohnungen den ganz großen Reibach: Experten schätzen den Wert des Grundstücksstreifens bei einem Verkauf auf 50 Mio. € - "verschenkt" von Ex-Staatsrat Christoph Krupp (SPD) in freihändiger Vergabe, von der der Landesrechnungshof noch nichts wissen dürfte. Zwar wollte der Ex-Chef der Senatskanzlei eine Stiftungslösung, um den "Digital Space" zum Leben zu erwecken, doch die neuen Eigentümer lehnen eiskalt ab. Der Senat lässt sich über den Tisch ziehen.


Hier soll einmal der US-Pavillon der Expo 2015 als "Digital Space" stehen.
Foto: HANSVALLEY

Heute mauert der Senat und antwortet dem CDU-Abgeordneten Carsten Ovens schriftlich:

... "der Senat sieht zur Wahrung seiner Verhandlungsposition und der Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse der Vertragspartner grundsätzlich davon ab, Einzelheiten von Vertragsinhalten offen zu legen." 

Laut Kleiner Anfrage saßen alle mit am Tisch, die sich jetzt ducken wollen-werden-müssen: die Senatskanzlei unter Scholz-Liebling Dr. Christoph Krupp, die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation unter Frank Horch, die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen von Dr. Dorothee Stapelfeldt, die Behörde für Kultur und Medien von Dr. Carsten Brosda, die Finanzbehörde mit dem Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG) von Ex-Finanzsenator Dr. Peter Tschentscher, das Bezirksamt Hamburg-Mitte und der Landesbetrieb Großmarkt Obst, Gemüse und Blumen.

Vom Digital-Space der Hansestadt zum Design-/Coworking von "Ganoven"?

Hinter vorgehaltener Hand werden die drei Verantwortlichen der Immobilien GmbH bereits als "Ganoven" bezeichnet. Schließlich haben sie die Initiatoren des Projektes mehr oder weniger vor die Tür gesetzt, mit zweifelhaften Angeboten für lächerliche 10% Beteiligung abspeisen wollen und verkaufen sich gegenüber der Öffentlichkeit als Gutmenschen in Sachen Digitalisierung. Die Wahrheit sieht wohl anders aus: Mit Stand heute soll ein bekannter Design-/Coworking-Betreiber aus dem Art Invest-Umfeld den "Digital-Space" bewirtschaften. Von wissenschaftlicher Begleitung digitaler Innovationsprojekte ist weder schriftlich noch öffentlich was zu erfahren.

Hamburgs Wirtschaftssenator Michael Westhagemann ist gefordert, den Schmuddeldeal der Senatskanzlei in Ordnung zu bringen. Wie FDP-Fraktionschef Michael Kruse zurecht fordert, gehören alle Beteiligten an einen Tisch. Dabei muss der Senat den "schlechten Deal" korrigieren, den wohl nicht immer ehrbaren Immobilienentwickler Art Invest in die Schranken weisen und eine für Hamburg vorbildliche Lösung finden. Ansonsten könnte dem rot-grünen Senat ein gewaltiger Immobilienskandal die kommende Bürgerschaftswahl verhageln und die SPD auch in Hamburg auf ihren Bundestrend einschwenken.

 Hamburg Digital Background: 

Welt Hamburg: Zerwürfnis bei Hamburgs Digital Vorzeigeprojekt
welt.de/regionales/hamburg/article184949164/Hammerbrooklyn-Zerwuerfnis-bei-Hamburgs-Digital-Vorzeigeprojekt.html

Kleine Anfrage Abgeordneter Carsten Ovens (CDU): Seiten 4 ff:
buergerschaft-hh.de/parldok/dokument/64252/wie_erfolgreich_ist_die_innovationsmetropole_hamburg_tatsaechlich_und_was_hat_die_rot_gruene_politik_damit_zu_tun.pdf

HANSEEXCLUSIV: Hamburg bekommt Logistik-Innovations-Park "Hammerbrooklyn"
hh.hansevalley.de/2017/03/hanseexlusiv-hammerbrooklyn.html

Montag, 19. November 2018

HANSESERVICE: Von Black Friday bis Cyber Monday - die Jagd ist eröffnet.

HAMBURG DIGITAL SERVICE
* Täglich Aktualisiert *

Werbung von Black-Friday.de zur Shopping-Week in Hamburg

Die Schnäppchenjagd ist eröffnet: Mit smarten Lautsprechern und günstigen Fernsehern sowie Spielzeug- und Imagewerbung platzierte sich der Online-Marktplatz  Amazon in der vergangenen Woche als Primus für unseren Weihnachtseinkauf. Mehr als 55.000 Blitzangebote im 5-Minuten-Takt für max. 6 Stunden und Tagesangebote mit durchschnittlich 20-25% Rabatt schaltet Amazon.de vom 19. bis 26. November frei, wie das Computermagagzin Chip.de meldet.

Bis zu 70% auf Apps und Software, 43% auf Lebensmittel und Delikatessen, fast 41% preiswertere Filme und Spiele, 40% günstigere Urlaubsangebote, fast genauso viel Ersparnis auf Möbel und Dekoartikel sowie 35% auf Sportartikel und Mode plus 30% auf Drogerieartikel und Parfüms: Bis zum Cyber Montag erwartet uns ein Feuerwerk der Sonderangebote im Internet. Mit 30% bilden Spielzeug und 25% Elektroartikel die Schlusslichter der Rabattparade, errechnete das Schnäppchenportal MyDealz.de bei der Auswertung von rd. 45.000 Angeboten der vergangenen 5 Jahre.

Das Hamburg Digital Magazin hat im Vorfeld der Schnäppchenwoche online recherchiert, wer in diesem Jahr online mit verlockenden Angeboten winkt, wann es sich wirklich lohnt, vorbei zu schauen - und wie man mit ein wenig Planung keine attraktiven Angebote bei Amazon, Ebay, Otto & Co. verpasst. Bis zum Cyber Monday gibt es bei uns täglich neue Seiten mit den besten Angeboten. Ein Hamburg Digital Service zu Black Friday, Cyber Monday und einer ganzen Woche Weihnachtsshopping:

 PREISVERGLEICH 

Bevor Sie in diesen Tagen zuschlagen, sollten Sie die Preise vergleichen. Die Stiftung Warentest empfiehlt dazu Preissuchmaschinen. Zu den größten Anbietern gehören Billiger.de, Geizhals.deIdealo.de und Preis.de. Wir empfehlen, auf den Suchmaschinen die Preishistorie der letzten 3, 6 oder 12 Monate anzuschauen und für Wunschprodukte automatische Preiswecker einzurichten. So fallen Sie nicht auf Scheinrabatte rein und werden per E-Mail informiert, wenn Ihr Wunschpreis erreicht ist.

Kühlen Kopf bewahren: Preishistorie kennen + Wecker stellen.

Für Amazon gilt: Die Cyber-Monday-Angebote werden 3 Stunden vorher veröffentlicht. Prime-Kunden können Schnäppchen 30 Minuten früher ergattern. Zeiten für die besten Preise sind neben dem Auftakt am Montag, dem Black Friday-Countdown am Donnerstag-Abend, dem kommenden Wochenende und dem Abschluss am Cyber Monday vor allem die Nachmittags- und Abendstunden. Dann schauen Kunden nach dem Bummel durch die Stadt besonders gern nach Onlinepreisen und gehen auf Schnäppchenjagd. 

Profi-Tipp: Cyber Monday Deal + Rabatt-Gutschein + Cashback.

Um den besten Preis zu bekommen, sollten Sie nicht gleich auf "Kaufen" klicken. Schauen Sie zuvor auf Gutscheinportalen nach gültigen Rabattcodes der Händler. Bekannte Portale sind u. a. Gutscheine.de, Gutscheinpony.de, Gutscheinsammler.de und Sparwelt.de. Erfahrene Schnäppchenjäger erhöhen durch einen kleinen Umweg über ein Cashbackportal noch einmal den Rabatt - so gibt es bei Ebay, Media Markt oder Saturn 2% auf den Nettopreis. Das rechnet sich bei einem neuen Smartphone, Tablet oder Fernseher sofort. Über 7 Jahre haben wir bei Shoop.de mehr als 1.000,- € beim Online-Shopping als Cashback zurückgeholt.

 WUNSCHLISTEN 
* Update *


43% der Deutschen kaufen zu Black Friday und Cyber Monday
gezielt, was Sie schon auf dem Wunschzettel haben.
Quelle: Oliver Wyman, Nov. 2018

Um Artikel im Blick zu behalten, empfehlen wir online Merkzettel bzw. Wunschlisten anzulegen. Erste Adressen sind hier die Wunschliste bei Amazon.de, die Beobachtungsliste auf Ebay.de und die digitalen Merkzettel der Preisvergleiche. Die Shoppingliste kann man vom Smartphone-Browser als Lesezeichen auf den Homescreen legen. So behalten Sie Ihre Wunschartikel im Blick - z. B. auf dem Weg zur Arbeit, beim Mittagslunch oder zum Feierabend. Alternativ laden Sie sich die kostenlosen Apps der Anbieter aufs Handy.

 HÄNDLERSEITEN 
* Update *

Über die Woche gibt es für Black Friday und Cyber Monday spezielle Aktionsseiten. Die Händler und Marktplätze starten offiziell an unterschiedlichen Tagen: Amazon am Montag-Morgen, Otto.de am Dienstag-Morgen, Media Markt und Saturn am Donnerstag-Abend und Ebay.de am Freitag. Aber Vorsicht: Während der Schlussredaktion am Montag-Morgen haben sich Cyberport, Gravis, Saturn & Co. schon die ersten Wettrennen geliefert. Hier finden Sie eine Auswahl von Händlern mit ihren Aktionsseiten für die Schnäppchenjagd:

In alphabetischer Reihenfolge:

Für Media Markt und ihre Schwester Saturn war der
Black Friday 2017 umsatzstärkster Tag - allerdings
zu Lasten eines schwachen Weihnachtsgeschäfts.
Amazon.de Cyber-Monday-Woche
amazon.de/gp/angebote

Apple Online Shop
apple.com/de/shop/gifts/shopping-event

Ebay.de Cyber Week
ebay.de/deals

Google Store
store.google.com/de/category/black_friday_cyber_monday_promos?hl=de-DE

Notebooksbilliger.de Black Weekend
notebooksbilliger.de/black+weekend

Media Markt Red Friday
mediamarkt.de/de/shop/redfriday.html

Otto.de Black Friday Sale
otto.de/black-friday/

Saturn.de Black Weekend
saturn.de/de/shop/angebote/black-weekend.html

 HAMBURGISCH 
* Update*

Nicht nur Onlinemarktplätze oder Elektromärkte locken zum Black Friday mit Attraktionen. Zahlreiche Händler in Hamburg sind on- und offline ebenfalls mit dabei. Die Seite Black-Friday.de hat eine Reihe von teilnehmenden Shops an Alster und Elbe aufgelistet. Diese können besonders interessant sein, wenn es Angebote bei Filialisten sowohl on- als auch offline gibt. Zudem winken die Kreuzfahrtreedereien Aida, Costa und MSC mit ihren Hamburg-Anläufen ab Donnerstag zu attraktiven Pauschalpreisen:

In chronologischer Reihenfolge:

Black Friday in Hamburg
black-friday.de/hamburg

Aida Black Friday
aida.de/kreuzfahrt/angebote/black-friday

Costa Kreuzfahrten Black Friday
costakreuzfahrten.de/angebote/black-friday.html

MSC Cruises Black Friday
msc-kreuzfahrten.de/de-de/Kreuzfahrt-Angebote/MSC-Black-Friday-Special.aspx

 RABATTSEITEN 
* Update *

Neben den bekannten Onlineriesen versprechen zahlreiche weitere Händler im Netz zu Black Friday und Cyber Monday hohe Rabatte. Mit dabei sind u. a. Fashionshops und Sportartikelanbieter, Fußballfanshops und Erotikartikelversender, Softwarehersteller und Möbelhändler. Die Angebote sind am schnellsten über spezielle Aktionsseiten, Schnäppchenblogs und Medienportale zu finden. 

In alphabetischer Reihenfolge:

Black-Friday.de Shops 2018
black-friday.de/shops

Blackfridaysale.de
blackfridaysale.de/

Chip.de Cyber Monday
chip.de/tests/cyber-monday,113931

Computer Bild Deals *Tipp*
computerbild.de/schnaeppchen/

MyTopDeals.de Black Freitag 2018
mytopdeals.net/blackfreitag/

MyDealz Black Friday *Tipp*
mydealz.de/black-friday

Schnäppchenfuchs Black Friday + Cyber Monday *Tipp*
schnaeppchenfuchs.com/cyber-monday

Shoop.de Black Week Cashback 

shoop.de/special/blackweek

T-Online Cyberweek Liveticker *Tipp*
t-online.de/ratgeber/id_82705088/cyber-week-2018-live-ticker-mit-den-besten-amazon-deals.html

 TIEFPREISKAUF 
* Update *

Für Privatkunden ist die Schnäppchenjagd zu Cyber-Monday-Week und Black-Friday-Weekend preislich weitgehend risikofrei. So bieten Media Markt und Saturn im Kundenkonto ein Storno der Bestellung per Mausklick an. Gleiches bietet Amazon bis die Sendung auf dem Weg ist. Verweigert ein Onlinehändler Ihnen ein Storno, können Sie die Annahme des Pakets ggü. Postbote oder im Paketshop verweigern. Damit geht der Artikel an den Verkäufer zurück und der Verkauf wird storniert. Übrigens: In Spitzenzeiten werden zur Weihnachtszeit täglich bis zu 18 Mio. Pakete in Deutschland ausgeliefert.

Kostenlose Rückgabe bei Amazon.de bis 31. Januar '19

Bei Online-Primus Amazon können Sie Artikel aus Weihnachtskäufen seit 1. November d. J. risikolos bis zum 31.01.2019 zurückschicken. Damit haben Sie die Chance, evtl. attraktivere Angebote aus Weihnachts- und Neujahrssale von Amazon oder anderen Händlern mitzunehmen. Bei Ebay gibt es auf die offiziellen WOW!-Angebote bei günstigeren Preisen bekannter Wettbewerber bis zu 48 Stunden nach dem Ebay-Kauf die Differenz und 10% obendrauf erstattet.


48 Stunden-Tiefpreisgarantie für Ebay-WOW-Angebote mit 10% Entschädigung

Grundsätzlich haben Sie als Privatkunde - sprich Endverbraucher - bei allen Onlinekäufen in deutschen Shops 14 Tage Widerrufsrecht, um ihre Bestellung rückgängig zu machen. Bei einer Reihe von Onlineshops müssen Sie den Widerruf schriftlich erklären, bei großen Händlern und Marktplätzen reicht z. T. die rechtzeitige Rücksendung. Auf jeden Fall sollten Sie gekaufte Artikel vorsichtig auspacken, nur kurz testen oder anprobieren, nicht beschädigen und wieder original verpacken. Händler werden Ihnen dann den Kaufpreis und die Versandkosten zurückerstatten. Sie tragen aber in den meisten Fällen den Rückversand.

Amazon Rückgaben
amazon.de/gp/help/customer/display.html/

Ebay Preisgarantie
pages.ebay.de/wow-tiefpreisgarantie

Verbraucherzentrale: Widerrufsrecht
verbraucherzentrale.de/wissen/digitale-welt/onlinehandel/widerruf-wann-kann-ich-beim-onlineshopping-die-ware-zurueckgeben-8363

Händlerbund: Widerruf und Annahmeverweigerung
haendlerbund.de/de/downloads/widerrufsrecht-im-online-handel-faq.pdf

 BETRÜGEREIEN 
* Update *

Zur beliebten Schnäppchenjagd vor Weihnachten gesellen sich leider immer mehr unseriöse Händler. Kunden werden von ihnen u. a. mit Vorkasse-Überweisungen oder minderwertigen Artikeln über den Tisch gezogen. Dabei locken die Abzocker vor allem mit überzogen niedrigen Preisen, die bei uns Gier auslösen sollen und dafür sorgen, dass wir nicht mehr genau hinschauen, ob es sich wirklich um einen ehrbaren Kaufmann handelt, der sein Versprechen einhält.

Gehen Sie auf Nr. Sicher: Zahlen Sie nicht per Vorkasse.

Zahlen Sie nur über sichere Zahlungsmöglichkeiten, wie Amazon Payments, Paypal auf Ebay oder Paydirekt, Lastschrift, Rechnungskauf oder mit Ihrer Kreditkarte. Dann genießen Sie Käuferschutz und haben die Chance, im Falle eines Falles Ihr Geld wieder zu bekommen. Auf keinen Fall sollten Sie per Vorkasse zahlen - schon gar nicht auf Marktplätzen. Achten Sie auf Bewertungen, Gütesiegel wie Trusted Shop, geprüfter EHI- oder TÜV-geprüfter Online-Shop und vollständige Angaben mit Impressum, AGB's und Versandkosten sowie Widerrufserklärung und Datenschutzbestimmungen.

Weitergehende Informationsquellen zu Ihrer Sicherheit:

Verbraucherzentrale: 5 Tipps zur Schnäppchenjagd am Black Friday
verbraucherzentrale.de/aktuelle-meldungen/digitale-welt/5-tipps-fuer-die-sichere-schnaeppchenjagd-an-black-friday-und-co-13224

Verbraucherzentrale: Wie zahlen beim Online-Shopping
vzhh.de/themen/einkauf-reise-freizeit/online-shopping/wie-zahlen-beim-online-shopping

BSI für Bürger: Seriosität und Sicherheit bei Onlineshops
bsi-fuer-buerger.de/BSIFB/DE/Service/Aktuell/Informationen/Artikel/Sicherheit_Onlineshopping_22112017.html



Tipps des BSI zur Sicherheit beim Onlineshopping.

 GEHEIMTIPP 
* Update *

Zu guter Letzt ein Geheimtipp: Amazon bietet bis zum Cyber Monday am 26.11.18 auf seine Warehouse-Deals 20% Extrarabatt. Wer mit bereits geöffneter Verpackung oder kleinen Fehlern leben kann, sollte nach Warehouse-Deals schauen und sich diese mit anderen Angeboten vergleichen. Das Ganze ist risikofrei, denn Sie haben 30 Tage Rückgaberecht und 2 Jahre Gewährleistung. Extra-Tipp: Den Warehouse-Rabatt gibt es parallel auch in den Amazon-Shops in Frankreich, Großbritannien, Italien oder Spanien. 

Übersicht Amazon.de Warehouse Deals
amazon.de/Warehouse-Deals/b?ie=UTF8&node=3581963031

Mit Ihrem deutschen Amazon-Konto und einer Kreditkarte können Sie auch in den Warehouse-Deals der anderen EU-Shops stöbern, haben z. T. eine noch größere Auswahl und können im Einzelfall noch mehr sparen, als auf der deutschen Seite. Bestimmte Produkte können vom Versand nach Deutschland ausgeschlossen sein. Wir haben auf diesem Weg schon einen Laserdrucker aus Großbritannien und einen Minilautsprecher aus Italien liefern lassen. Auch unsere neue Telefonanlage haben wir über einen Warehouse-Deal bestellt.

Bis zum Black Friday kamen bereits zwei smarte Lautsprecher mit echten 50% Nachlass aus einem der 13 deutschen Amazon-Logistikzentren zu uns, ein aktuelles Smartphone lächelte uns mit 50,- € Extrarabatt eines Preisvergleichsportals an und ein Tablet winkte uns mit fast 30% echtem Rabatt auf Ebay zu. Dazu haben wir ein Paar Kopfhörer noch einmal günstiger bestellt und den smarten Retourenprozess des größten deutschen Marktplatzes genutzt.

Auf der Wunschliste der Redaktion stehen bis zum kommenden Cyber Monday noch ein neuer Streaming-Mediaplayer und smarte Heizkörperventile. Fazit: Unsere Wunschlisten sind geschrieben, die Preiswecker gestellt und in Aktion, die Links zu den Schnäppchenseiten gespeichert und attraktive Schnapper bereits bei uns. Spätestens nach Black Friday und Cyber Monday werden vor allem Elektroartikel wieder teurer. Dann werden Schnäppchen bis zum Fest eher zur Ausnahme.

Wir wünschen Ihnen am Cyber Weekend und am kommenden Cyber Monday viele tolle Schnäppchen, dass alle Pakete schnell und bequem zu Ihnen kommen und natürlich jede Menge Freude mit Ihren Online- und Vor Ort-Einkäufen zum Fest der Liebe 2018!


 Hamburg Digital Background 
* Update *

Black Friday ist in den USA der Brückentag nach dem arbeitsfreien Erntedankfest, das auf den letzten Donnerstag im November fällt. Der Tag läutet eines der wenigen langen Wochenenden ein. Es steht im Zeichen der Familie und wird gern für Weihnachtseinkäufe genutzt. Am 24.11.1961 lockten Händler in Philadelphia erstmals unzählige  Kunden am Tag nach Thanksgiving in die Läden. Die Polizei sah nur noch eine "schwarze Masse" in der Innenstadt - der Black Friday war geboren. 

Dem Black Friday folgt der Cyber Monday - der Montag nach Thanksgiving. Er ist die Antwort der Onlinehändler auf den Black Friday. Am 24.11.2006 führte Apple den Black Friday in Deutschland mit seinem Online-Shop ein, um iPods zu verkaufen. Seit 2010 wird auch der Cyber Monday in Europa zelebriert - vor allem Dank Amazon mit der Cyber-Monday-Woche. Im Durchschnitt konnten deutsche Kunden in den vergangenen Jahren zwischen Freitag und Montag rd. 40% gegenüber regulären Preisen sparen, ermittelte MyDealz.de.

Im vergangenen Jahr setzten die Onlinehändler in Deutschland an den 4 Tagen von Black Friday bis Cyber Monday rd. 1,3 Mrd. € um. In diesem Jahr erwartet der Handelsverband zum 13. Black Friday und dem Cyber Weekend bis zu 1,8 Mrd. €. Der stärkste Einkaufstag im Weihnachtsfest ist jedoch der Panic Day am 23.12., gefolgt vom Cyber Monday und auf Platz 3 dem Black Friday. Dieses Jahr wollen die Hamburger im Schnitt 482,- € für Weihnachtsgeschenke ausgeben. Das sind 22,- € mehr als der Bundesdurchschnitt, fand die FOM-Hochschule Hamburg heraus. 100 Mrd. €  wird der Handel zu Weihnachten 2018 insgesamt einnehmen, weiß Statista.

 Hamburg Digital Lesetipps 

MyDealz.de: Ratgeber zur Cyberweek - 15 Tipps für Verbraucher

Hamburger Abendblatt: Black Friday - So findet man die echten Schnäppchen


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Montag, 12. November 2018

HANSEEXKLUSIV: Teamsport und KI in der Digitalen Stadt.

HAMBURG DIGITAL SPEZIAL

'Ich glaube aber im Bereich der Digitalisierung haben wir riesen Potenziale - und die durchziehen alle Bereiche, sowohl den Hafen wie den Verkehr wie auch die Mobilität.' Hamburgs neuer Wirtschaftssenator Michael Westhagemann macht in seinem ersten Interview klar: Digitalisierung, Transformation und Kulturwandel sind in der Freien und Hansestadt angekommen. Die "Digitale Stadt" kommt - mit Projekten im Hafen, rund um die Alster und für jeden einzelnen Hamburger.



Die Hamburger CDOs Christian Pfromm und Dr. Sebastian Saxe
wollen Hamburg zusammen digitalisieren. (v.l.n.r.)
Foto: HANSEVALLEY

Während die bürgerliche Opposition auf der Suche nach Wahlkampfthemen mit der Kuchengabel in IT-Projekten herumstochert, haben die Chief Digital Officer von Senatskanzlei, Wirtschaftsbehörde und Hafenmanagement eine andere Blickrichtung: nach vorn. Im Hamburg Digital Magazin stehen Christian Pfromm und Dr. Sebastian Saxe erstmals gemeinsam Rede und Antwort - in einem Hamburg Digital Spezial zu Zukunftsprojekten, einem Schulterschluss und einer Vision:

HANSEVALLEY: Wir haben Sie beide auf der "Solutions Hamburg" erleben dürfen. Erstmals haben Sie dort gemeinsam die Aktivitäten Hamburgs in Sachen Digitalisierung vorgestellt. Auffällig war, dass Sie nicht nur den Gemeinschaftsstand "Hamburg Digital“ unterstützt haben, sondern auch zusammen auf der Bühne waren und mit einer Stimme sprachen. Was hat es auf sich mit „Hamburg gemeinsam digitalisieren“ - Ihrem Titel für die Präsentation?

Christian Pfromm: Das Motto der "Solutions Hamburg" lautete in diesem Jahr „Digitalisierung ist Teamsport“. Dies sehen wir in der Stadtverwaltung ganz genauso. Digitalisierung ist ein Thema, das die gesamte Gesellschaft beeinflusst. Wichtig ist, dass wir die Chance nutzen und die Player auf Seiten der Verwaltung sensibilisieren und fit machen, um mit der Digitalisierung positive Effekte zu erzeugen, die Lebensqualität zu verbessern und wirtschaftliche Attraktivität zu steigern. 


Hamburgs CDOs im Schulterschluss für die "Digitale Stadt".
Foto: HANSEVALLEY

Mit dem gemeinsamen Auftritt "Hamburg Digital“ haben wir gezeigt, dass Zusammenarbeit ein entscheidender Aspekt der Digitalisierung ist. Hier zeigen sich Institutionen, die sich aktiv in die "Digitale Stadt" einbringen. So unterstreicht der Hafen - vertreten durch die Hamburg Port Authority - seine Rolle als Motor der Veränderung und Impulsgeber. Und dies nicht nur aufgrund seiner historischer Bedeutung für die Stadt, sondern eben auch mit Blick auf digitale Themen.

"Zusammenarbeit ein entscheidender Aspekt der Digitalisierung."

Dr. Sebastian Saxe: Wir erleben gerade einen digitalen Wandel, dem wir uns stellen müssen – und zwar in allen Lebenslagen und -bereichen. Der Hafen war und ist vielfältigen Einflüssen ausgesetzt, national wie international. Es liegt an uns, die Veränderungen zu steuern und geeignete Impulse zu setzen, dass sie zum Wohle der Stadt gedeihen. Wir haben in der Vergangenheit wertvolle Erkenntnisse gewonnen, die die Basis unseres jetzigen Handelns sind. Solides Vorgehen schafft hier Vertrauen und dies müssen wir auch der Öffentlichkeit gegenüber deutlich machen. 

"Verwaltung arbeitet solide, aber aus Sicht vieler nicht besonders innovativ."

Die gemeinsame Präsentation demonstriert das funktionierende Zusammenspiel zwischen den Playern der Stadt und wie sich die Aktivitäten in die Gesamtstrategie einordnen. Das Stichwort lautet "Digitale Stadt“ - mit dem Teilaspekt Hafen und vielschichtigen Innovationen. Schauen wir einmal genauer hin: Was ist denn konkret neu oder anders als vorher? Die Verwaltung arbeitet solide, verlässlich aber aus Sicht vieler Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen nicht besonders innovativ. Was muss getan werden, um dies zu ändern?

HANSEVALLEY: Der Fachsprecher der CDU hat mit seiner kleinen Anfrage zu den IT-Projekten in der Hamburger Verwaltung und der Organisation des neu gegründeten Amts für IT und Digitalisierung auf operative Projekte und die Personalstruktur Ihrer Organisation abgehoben. Ist das neue Amt mit seinen Projekten doch eher 'alter Wein in neuen Schläuchen'? 

Christian Pfromm: Mit dem Amt für IT und Digitalisierung hat die Verwaltung an zentraler Stelle ein Team zusammengestellt, bestehend aus der Leitstelle "Digitale Stadt“ und insbesondere aus den Bereichen der "IT- und E-Government-Strategie“ (ehemals Finanzbehörde). Dies ist die Steuerungseinheit für die Digitalisierung der Stadt. Für das Gelingen einer strategischen Umsetzung der Digitalisierung ist es zwingend, dass verschiedene Akteure - innerhalb und außerhalb der Verwaltung - zusammenfinden, sich austauschen und Herangehensweise und Lösungen entwickeln.

Hamburgs CDO Christian Pfromm auf dem "Hamburg Digital"-Stand.
Foto: HANSEVALLEY

Aus unserer Sicht haben sich vier Eckpfeiler herauskristallisiert, die maßgeblich für eine erfolgreiche Digitalisierung stehen: 1. Die Transformation der Beziehung zwischen Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen mit der Verwaltung. 2. Die Gestaltung des Arbeitsalltags der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 3. Der weitere Ausbau der "Digitalen Stadt" und 4. die Automatisierung der Verwaltung – Stichwort ist hier unter anderem KI.

HANSEVALLEY: Da muss ich nachfragen: Künstliche Intelligenz - ein Thema für die Hamburger Verwaltung?

Christian Pfromm: KI ist ein großes Thema. Ich sehe hier das Zusammenspiel zwischen Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft. In vielen Bereichen wird KI diskutiert und nach Einsatzmöglichkeiten geschaut. Ein typisches, scheinbar eher staubiges Thema in der Verwaltung ist das Dokumentenmanagement. Also die Frage, wie wir unsere Akten rechtssicher archivieren und Inhalte auffindbar und damit langfristig zugänglich halten. Dafür müssen die Akten verschlagwortet und im richtigen Aktenzeichen elektronisch abgelegt sein. Dabei kann uns KI sehr gut unterstützen. Wir arbeiten in meinem Amt an einem Proof of Concept, der darauf abzielt, dass eine KI künftig in weiten Teilen die Archivierung von Dokumenten unterstützen oder übernehmen kann. 

"Die Mitarbeiter werden uns eine solche Lösung aus den Händen reißen."

Konkret: Aus Textzusammenhängen heraus werden Schlagworte generiert und das passende Aktenzeichen vorgeschlagen. Auf diese Weise werden Dokumente einheitlich abgelegt, übergreifend auffindbar und ein echter Mehrwert hinsichtlich der Verfügbarkeit geschaffen. Und die Mitarbeiter, die Akten nicht länger händisch verschlagworten müssen, werden uns eine solche Lösung vermutlich aus den Händen reißen. Auch bei der Auswertung von Stellungnahmen aus Beteiligungsverfahren kann der Einsatz von KI unterstützen. Algorithmen sollen die Auswertung vornehmen, aufbereiten und so mit ihren Analysen Anhaltspunkte geben.

Topthema Elbbefahrung: Sedimentmanagement mit KI statt Umlaufbaggern.

Dr. Sebastian Saxe: Um auch aus dem Hafen noch ein anschauliches Beispiel einzustreuen: Auch für uns ist die Künstliche Intelligenz eine sehr spannende und vielseitig einsetzbare Basistechnologie, die enorm viel Potenzial für künftige Fortschritte in verschiedenen Bereichen birgt. So evaluieren wir derzeit beispielsweise, ob das Sedimentmanagement mittels KI-Entscheidungsvorschlägen auf Basis vorhandener Daten -  u. a. Wetter- und Strömungsdaten - möglich ist. Genauso lassen sich aber auch diverse Verwaltungsprozesse unterstützen und hier stehen wir mit der Senatskanzlei im engen Austausch, um voneinander zu lernen und zu profitieren.

HANSEVALLEY: Bislang galt in der öffentlichen Verwaltung generell eher der Grundsatz 'Paragraph Eins: Jeder macht seins'. Nicht selten spielten dabei Budgets, Ressourcen und persönliche Anerkennung eine nicht ganz unwichtige Rolle. Wie wollen und können Sie die übergreifenden Vorhaben in der "Digitalen Stadt" über "liebgewonnene Gewohnheiten" hinweg anschieben und abstimmen?

Keine Angst vor offenen Fragen:
CDO Christian Pfromm (li.) auf der "Solutions Hamburg".
Foto: HANSEVALLEY

Christian Pfromm: Die Digitalisierung ist ein exzellentes Beispiel, an dem deutlich wird, wie wichtig es ist, dass Behörden selbst aktiv werden und Teilstrategien entwickeln. Bei allem Überblick, was die Entwicklung der Stadt angeht, sind wir auf das Zusammenspiel mit den fachlich zuständigen Behörden angewiesen, um echten Nutzen zu schaffen. Die Senatskanzlei nimmt dabei die Rolle des „Ermöglichers“ ein, die versucht durch strategische, technische oder rechtliche Beratung Hindernisse zu erkennen und aus dem Weg zu räumen, so dass ein Gesamtbild entsteht.

"Digitale Stadt": Gesamtbild, Teilstrategien, thematische Umsetzung.

Dr. Sebastian Saxe: Konkret leiten sich die Aktivitäten der Wirtschaftsbehörde BWVI aus den Leitplanken der Senatskanzlei ab. Übergreifende Impulse werden von uns im Diskurs erarbeitet. Da ich in Personalunion für das Hafenmanagement als CDO zuständig bin, kenne ich wiederum den Prozess aus Sicht der HPA - und deren Digitalisierungsaktivitäten leiten sich entsprechend von den BWVI-Leitplanken ab. Die Themenbereiche aber sind von der jeweiligen Behörde selbst zu füllen.

HANSEVALLEY: Das klingt ein wenig so, dass die Verwaltung in Hamburg schon „digital ready“ ist - oder zumindest den Einsatz ganz aktueller Entwicklungen und Möglichkeiten plant. Jetzt mal 'Butter bei die Fische': Wie sieht das konkret aus?

Christian Pfromm: Die Digitalisierung hat längst begonnen und wir sind mitten drin, wie das Stichwort „Urbane Daten“ zeigt. Als es darum ging, Flächen in der Hansestadt zu identifizieren, um mögliche Unterkünfte für Flüchtlinge zu planen, musste auf unterschiedliche Daten zurückgegriffen werden. Es hat sich gezeigt, dass wir über eine Vielzahl von Daten verfügen, diese bislang aber nicht vernetzt genutzt wurden. 'Wir befreien die Daten aus ihren Silos' klingt plakativ, ist aber genau das erforderliche Mittel. Die Vernetzung bestehender IT-Systeme macht urbane Daten erst fachübergreifend nutzbar. 

"Ein Vielzahl von Daten, bislang aber nicht vernetzt genutzt."

Als Institution hierfür haben wir Mitte 2017 den "Urban Data Hub" gegründet. Als Kooperationsvorhaben zwischen dem "City Science Lab" an der Hafencity Universität und dem Landesbetrieb für Geoinformation und Vermessung kümmert er sich technisch und organisatorisch darum, städtische Datenquellen übergreifend nutzbar zu machen. Und wir können schon jetzt erkennen, dass damit immer neue Themen im Sinne der "Digitalen Stadt" vorangetrieben werden können. So wird dort auch das genannte Vorhaben zu Flüchtlingsunterkünften für generelle Stadtentwicklungsprozesse weiterentwickelt.


"Viele Schritte sind ohne Wissenschaft und Wirtschaft nicht möglich."

Dr. Sebastian Saxe: Gerade im Bereich Verkehrswege und Logistik kann sich die Handels- und Logistikmetropole keinen Stillstand erlauben. Für manche wirkt der Hafen wie ein Experimentierfeld, was nicht von ungefähr kommt. Dabei müssen wir abwägen, welche Trends sich tatsächlich für die praktische Umsetzung eignen. Dies muss mit Augenmaß erfolgen, so dass es nicht zu Störungen im Betrieb kommt. Wir setzen an dieser Stelle ganz ausdrücklich auf Kollaboration. Viele Schritte sind ohne Beteiligung von Wissenschaft und Wirtschaft nicht möglich. 

Ein eingespieltes Hamburg Digital-Team (v.l.n.r.):
Christian Pfromm (FHH) und Dr. Sebastian Saxe (BWVI, HPA)
Foto: HANSEVALLEY

Das Hamburg hier auf dem richtigen Weg ist, zeigt der Gewinn des E-Government-Preises 2018 sowie die Ausrichtung des Weltkongresses für Intelligente Verkehrs- und Transportsysteme (ITS) in 2021. 

HANSEVALLEY: Zurück zu dem, was uns in naher Zukunft betrifft: Die Verwaltung bietet eine Vielzahl an Leistungen an, viele dieser Services finde ich heute aber noch nicht online. Was passiert, um wirklich zu einer "Digitalen Stadt" Hamburg für uns als Einwohner, für die Hamburger Wirtschaft und die Verwaltung zu kommen?

Christian Pfromm: Das Onlinezugangsgesetz des Bundes entfaltet gerade seine Wirkung. Es bedeutet, dass Bund und Länder dazu verpflichtet sind, alle Verwaltungsleistungen bis zum Jahr 2022 auch elektronisch zur Verfügung stellen zu müssen. Das sind gerade einmal 4 Jahre. Hier sehen wir eine Chance des Aufbruchs. Es ist wichtig, jetzt die Weichen zu stellen und Behörden zu befähigen, ihre Dienstleistungen online zu konsolidieren. Mit dem Programm "Digital First“ schaffen wir als Freie und Hansestadt eine „Factory“, die die Komplexität reduziert, so dass Services standardisiert online gehen können. 

Das Onlinezugangsgesetz: eine Chance des Aufbruchs.

Mit der Asbestmeldung und dem Anwohnerparken ist der Anfang gemacht. Darüber hinaus ist es eine gute und wichtige Gelegenheit, Kooperationen voranzutreiben. Hamburg hat da keine Berührungsängste und entwickelt gemeinsam mit Bremen „Kinderleicht zum Kindergeld“. Ein initialer Antrag stößt Dienste wie Namenbestimmung, Anzeige der Geburt, Bestellung der Geburtsurkunde und den Antrag auf Kindergeld an. Junge Eltern wissen, wie beschwerlich die Beantragung sein kann. 

Schon jetzt haben rund 500 Eltern ihr Kindergeld auf diesem Weg beantragt und sind begeistert, wie schnell dies funktioniert, wenn sich alle Beteiligten in den Verwaltungen an einen Tisch setzen. Obwohl der Prozess im Moment noch auf Papier ablaufen muss.

HANSEVALLEY: Lassen Sie uns in guter Tradition unserer Interviews einen praktischen Blick in die Zukunft wagen: 

Dr. Sebastian Saxe: Hinter vielen Erfolgen der Digitalisierung stehen nicht zuletzt Netzwerke mit ganz unterschiedlichen Disziplinen. Bereits in der Vergangenheit sind hier außergewöhnliche Ergebnisse erzielt worden, die Hamburg nach vorn gebracht haben. Urban Data hat beispielsweise bei der Frage nach Wohnungen bzw. Unterkünften entscheidende Impulse gegeben. Genauso haben wir bei der HPA erhebliche Effizienzsteigerungen durch Digitalisierung im operativen Geschäft erwirkt. 

Robotergestützte Dienstleistungen mit autonomen Unterwasserdrohnen

Hier lohnt sich ein Blick auf den Multi-Touch-Tisch in der Nautischen Zentrale zur Schiffssimulation oder "Port Protect" zur Unterstützung von Lagebesprechungen im Katastrophenfall. Beides sind hervorragende Beispiele für erfolgreiche Digitalisierung. Ganz neu ist das Verbundprojekt "RoboVaaS" (Robotic Vessels-as-a-Service), bei dem wir uns auf robotergestützte Dienstleistungen mit autonomen und ferngesteuerten Schwimm- bzw. Unterwasserdrohnen konzentrieren.

CDO Dr. Sebastian Saxe mit einer klaren Botschaft: Teamwork.
Foto: HANSEVALLEY

Diese Services könnten in einem Hafen der Zukunft küstennahe maritime Operationen wie die Inspektion unterstützen oder sogar vollständig übernehmen. Etwaige Projekte sind ohne das Zusammenspiel von Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft jedoch nicht möglich. Digitalisierung ist Teamsport und verpflichtet zum Mitmachen und Mitgestalten. Wir haben auf der "Solutions Hamburg" ein Zeichen gesetzt und hoffen, dass dieser Impuls inspiriert und zum Mitmachen animiert.

HANSEVALLEY: Herzlichen Dank für die offenen Worte und die konkreten Einblicke in Ihre Arbeit!

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 Hamburg Digital Background: 

"Hamburg Digital": Gemeinschaftsstand Digitales Know-how auf der "Solutions Hamburg"

"Digitale Stadt": Steuerung, Projekte und Daten der Freien und Hansestadt Hamburg

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Hamburger Abendblatt: "Die Digitalisierung der Hamburger Verwaltung stockt" (26.10.2018)
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HANSEPERSONALITY Jens Meier: "Wir leben in einem Zeitalter der Veränderung – und das sollten wir als Chance sehen."
hh.hansevalley.de/2018/09/hansepersonality-jens-meier.html

HANSEPERSONALITY Christian Pfromm: "Digitalisierung ist Chefsache!"
hhansevalley.de/2018/06/hansepersonality-christian-pfromm.html

HANSEVISION: Von ehrbarer Kaufmannssiedlung zur Digitalen Metropole Hamburg.
hh.hansevalley.de/2018/01/hansevision-hamburg-digital-metropole.html

HANSEPERSONALITY Dr. Sebastian Saxe: Erfolgsfaktoren für Digitalen Hafen und Digitale Stadt.